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Kollār bis Kollaterālverwandte (Bd. 6, Sp. 264)
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Artikelverweis Kollār (lat. collare), Halseisen,-Band,-Kragen.
 
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Kollár, 1) Jan, tschech. Dichter und Altertumsforscher, geb. 29. Juli 1793 zu Mossocz im ungarischen Komitat Thurocz, gest. 24. Jan. 1852 in Wien, studierte 181215 auf dem Lyzeum in Preßburg und seit 1816 in Jena Theologie und wurde 1819 slowakischer Prediger der neubegründeten evangelischen Gemeinde in Pest. Als Dichter trat er zuerst auf mit einer Sammlung kleinerer Gedichte, »Básně« (Prag 1821), die später vermehrt und teilweise umgearbeitet u. d. T.: »Slávy Dcera« (»Tochter der Slawa«, 3. Aufl., Pest 1832, 2 Tle., wovon der letztere die »Auslegung« [»Výklad«] enthält; Pest 1845; Wien 1852; Prag 1862 u. ö.) erschienen, ein berühmt gewordenes Werk, worin er seinem Schmerz über das Verdrängtwerden seines Stammes durch die deutsche Kultur Ausdruck gab. Dann folgte die verdienstvolle Sammlung slowakischer Volkslieder: »Národnie zpěvanky« (2. Aufl., Ofen 183435, 2 Tle.). Von seinen übrigen Werken nennen wir: »Über die Namen und Altertümer des slowakischen Volkes etc.« (»Rozpravy o jmenách etc.«, Ofen 1830), ferner »Cestopis« (eine Reisebeschreibung durch Oberitalien, Tirol und Bayern, Pest 1843; Prag 1863), namentlich aber sein zuerst tschechisch, dann deutsch geschriebenes Werk »Über die literarische Wechselseitigkeit zwischen den Stämmen und Mundarten der slawischen Nation« (das. 1837; 2. [tschech.] Aufl., das. 1853). Als darauf die Sprachenkämpfe in Ungarn begannen, scharte sich die ganze slowakische Jugend um den berühmten Dichter und Schriftsteller, obschon dieser selbst sich gegen jegliche panslawistische Tendenz verwahrte. 1849 wurde er zum ordentlichen Professor der Archäologie an der Universität in Wien ernannt. Nach seinem Tod erschien noch das archäologische Werk »Staroitalia slavjanská« (»Das slawische Altitalien«, Wien 1853; neue Aufl., Prag 1863). Seine gesammelten Werke (mit der Autobiographie des Dichters) erschienen in 4 Bänden (Prag 186263; 2. Aufl., das. 1868, beide unvollständig).
   2) Vinzenz, Zoolog, s. Koll
 
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Kollargōl (Argentum colloidale), kolloidales, in Wasser lösliches Silber, ein von Credé angegebenes Präparat, das mit Wasser eine braune undurchsichtige Flüssigkeit bildet und, namentlich in Salbenform, aber auch innerlich und als Einspritzung in die Venen, als kräftiges bakterientötendes Mittel angewendet wird. Man gibt es namentlich bei septischen (Wundinfektion, Kindbettfieber) und andern Infektionskrankheiten, Rose, Phlegmone, Scharlach, Diphtherie, auch bei Tieren bei Phlegmone, Rotz, Druse, bösartigem Katarrhalfieber. Milzbrand etc.
 
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Kollas, s. Meyers Kühlkrüge.
 
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Kollaterāl (lat.), seitlich.
 
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Kollaterālen (lat.), soviel wie Seitenverwandte.
 
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Kollaterale Vererbung, s. Meyers Erblichkeit, S. 891.
 
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Kollaterālgefäße, Arterien und Venen, die zu beiden Seiten des Oberarms verlaufen.
 
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Kollaterālgeld (Kollateralsteuer), die Abgabe, welche die Erben eines Seitenverwandten von dessen Nachlaß an die Staats- und Gemeindekasse zu entrichten haben; s. Meyers Erbschaftssteuern, S. 897.
 
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Kollaterālkreislauf (Seitenkreislauf), der nach Unterbindung oder Verstopfung einer größern Arterie sich entwickelnde Blutlauf, der durch die Seitenäste des verschlossenen Gefäßes und die zahlreichen miteinander kommunizierenden Verzweigungen kleinster Blutgefäße zustande kommt, und durch den das Blut auf Umwegen denjenigen Körperteil erreicht, der von dem verschlossenen Gefäß versorgt werden sollte.
 
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Kollaterālverwandte (Collaterales), Seitenverwandte, Verwandte in der Seitenlinie (s. Meyers Verwandtschaft).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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