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Junin bis Junkazeen (Bd. 6, Sp. 376 bis 377)
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Artikelverweis Junin (spr. chu-), Distriktshauptort in der argentin. Provinz Buenos Aires, am Salado, an der Bahn Buenos Aires-Villa Mercedes, mit (1890) 3000 Einw., die sich um das Fort Federacion ansiedelten.
 
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Junĭor (lat., abgekürzt: jun. oder jr.), der Jüngere. Zusatz zu dem Namen einer Person, die von einer

[Bd. 6, Sp. 377]


gleichnamigen ältern (senior) unterschieden werden soll. In der klassischen Latinität wird minor statt junior und major statt senior gebraucht.
 
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Juniorāt (lat.), eine bei Familienfideikommissen nach gemeinem Fideikommißrecht und dem österreichischen bürgerlichen Gesetzbuch zu lässige, im Rechtsleben nur in einzelnen kleinen Rechtsgebieten bezüglich des Erbganges in Liegenschaften üblich. Vgl. Soergel, Das bäuerliche Erbrecht in Bayern, S. 25 ff. (Ansbach 1892). Vgl. Jüngstenrecht.
 
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Junior Republic, s. Meyers Kinderrepublik.
 
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Junipĕrus L., s. Meyers Wacholder.
 
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Junĭus, Name zweier römischer Geschlechter, deren älteres ein Patriziergeschlecht war. Ihm gehörte der erste Konsul Roms an, Lucius J. Brutus (s. Meyers Brutus 1), mit dessen Söhnen Titus und Tiberius, die er selbst hinrichten ließ, das Geschlecht ausstarb. Das plebejische Geschlecht tritt zuerst mit Lucius J. Brutus auf, der bei der ersten Sezession der Plebs tätig und 493 v. Chr. Volkstribun war.
 
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Junĭus, Franciscus, holländ. Germanist, geb. 1589 in Heidelberg, gest. 19. Nov. 1677 in Windsor, wurde in Holland von seinem Schwager, dem berühmten Philologen Gerhard Vossius, erzogen, lebte später fast 30 Jahre lang in England als Erzieher englischer Adligen und dann wieder in den Niederlanden in gelehrter Muße. J. besaß eine von seinen Zeitgenossen und noch lange nach ihm nicht erreichte Kenntnis der alten germanischen Literaturen, und die von ihm veröffentlichten Schriften sowie sein höchst umfangreicher, in der Bodleyschen Bibliothek zu Oxford aufbewahrter handschriftlicher Nachlaß, namentlich seine Abschriften althochdeutscher, angelsächsischer und friesischer Sprachquellen, sind für die germanische Altertumsforschung von großer Bedeutung geworden. Er hat 1665 die erste Ausgabe der gotischen Bibelübersetzung des Ulfilas veranstaltet.
 
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Junĭus, Briefe des, eine Reihe von Briefen, die unter dem Pseudonym Junius im »Public Advertiser« in London zuerst 21. Nov. 1768 und in fortlaufender Folge vom 21. Jan. 1769 bis zum 12. Mai 1772 erschienen und König, Minister, Parlament, Gerichtshöfe und Staatsbeamte, die Umtriebe und Kämpfe der Whigs und Tories mit schonungsloser Satire, aber mit Geist, Sachkenntnis und Beredsamkeit geißelten; ihre Hauptangriffe sind gegen den Herzog von Grafton und Lord North gerichtet. Übrigens atmen sie ganz den monarchischen Geist der britischen Verfassung und machen sich nicht selten der Parteilichkeit wie des Mangels an Freisinnigkeit schuldig. Die Schreibart, bei der tiefe, aus getäuschten Hoffnungen entstandene Bitterkeit die Feder geführt zu haben scheint, ist gedrängt, oft epigrammatisch, aber immer klar und präzis im Ausdruck und reiht den Verfasser unter die ersten Prosaisten Englands. Die Briefe wurden bald nach ihrem Abdruck im »Public Advertiser« von dessen Verleger, Woodfall, in Buchform publiziert (Lond. 1772). Ein Prozeß, den die Regierung 1770 der Briefe wegen gegen Woodfall anhängig machte, wurde niedergeschlagen und gab zu der Bestimmung Veranlassung, daß in Kriminalprozessen wegen eines Libells nur ein Geschwornengericht zuständig sei. Die wichtigsten Ausgaben der Briefe sind die Londoner von 1783 und 181214 und die von Wade (Lond. 1849, 2 Bde.; neue Aufl.: Bd. 1, 1873; Bd. 2, 1869). Eine französische Übersetzung erschien in Paris 1791, eine deutsche von Arnold Ruge (3. Aufl., Leipz. 1867). Über den Verfasser erschöpfte man sich bald nach dem Erscheinen der Briefe in Mutmaßungen aller Art; mehr als 30 verschiedene Personen hatte man im Verdacht, darunter den General Lee, Grattan, Burke, den Dichter Richard Glover, den Herzog von Portland, Lord Temple u. a. Auch in neuester Zeit hat der Streit darüber fortgedauert. Coventry (»Critical inquiry into the letters of Junius«, Lond. 1825) und später Jacques (»History of Junius and his works«, das. 1843) suchen ihn in dem aus dem Siebenjährigen Kriege bekannten Lord Sackville. Sir David Brewster glaubte an die Autorschaft eines gewissen Laughlin Maclean, der 1773 Generalkriegskommissar war und 1777 bei der Rückkehr aus Westindien verunglückte, fand aber damit wenig Anklang. W. Cramp (»Junius and his works«, Lond. 1851) erklärte den bekannten Lord Chesterfield, die »Quarterly Review« 1852 den berüchtigten Wüstling Lord Thomas Lyttleton (gest. 1779 durch Selbstmord) für den Verfasser der Juniusbriefe. Weiter sprachen sich J. Britton (»The authorship of the letters of Junius elucidated«, Lond. 1848) für den Obersten Barré und Symons (»William Burke, the author of Junius«, das. 1859) für den Bruder des bekannten Edmund Burke aus. Am meisten Wahrscheinlichkeit hatte von vornherein die 1816 von Taylor (»Junius identified«, Lond. 1816) aufgestellte Ansicht, daß Sir Philip Meyers Francis (s. d.) Junius sei; ihr schlossen sich 1841 Macaulay, 1850 Sir F. Dwaris an. Sie wurde durch die von dem Schreibverständigen Chabot vorgenommene Untersuchung der hinterlassenen Briefe von Francis sowie der Korrespondenz zwischen Junius und Woodfall und der im Britischen Museum erhaltenen Korrekturbogen der Juniusbriefe in dem Prachtwerk »The handwriting of Junius professionally investigated« (Lond. 1873, mit einem Vorwort von Edw. Twisleton) überzeugend begründet. Vgl. auch F. Brockhaus, Die Briefe des J. (Leipz. 1875); G. H. R. Francis, Junius revealed by his surviving grandson (Lond. 1894).
 
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Junius Brutus, Pseudonym, s. Meyers Languet.
 
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Junkaginazeen (Dreizackpflanzen), monokotyle, sumpfbewohnende, etwa 14 Arten umfassende Familie der warmen und gemäßigten Zone aus der Ordnung der Helobien, mit schmalen, zweizeiligen scheidigen Blättern und drei- bis vierzähligen Blüten, die meist aus zwei kelchartigen Kreisen, zwei Staubblatt- und zwei Fruchtblattkreisen bestehen. Wichtige Gattungen sind Scheuchzeria und Triglochin.
 
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Junkazeen (Simsen, Simsenlilien, Binsengewächse), monokotyle Familie aus der Ordnung der Glumifloren, grasartige Pflanzen mit unscheinbaren, zu Köpfchen oder hochblatttragenden Fächeln oder Sicheln angeordneten, dreizähligen Blüten (s. Abbildung), die sich von denen der Liliazeen hauptsächlich durch das spelzenartige Perigon unterscheiden. Die Familie zerfällt in acht Gattungen, deren wichtigste und artenreichste Luzula und Juncus sind, und enthält etwa 250 Arten, von denen die meisten den gemäßigten und kältern Zonen der nördlichen Halbkugel angehören; einige sind kosmopolitisch. Sie wachsen teils an feuchten und sumpfigen Stellen des Meeresstrandes oder des Binnenlandes, teils auf den Gebirgen. Die J. sind wegen ihrer Härte und Zähigkeit schlechte Futterkräuter, werden aber wegen dieser

[Bd. 6, Sp. 378]


Eigenschaften z. T. zu Flechtwerken verwendet. Fossil sind nur einige Juncus-Arten aus Tertiärschichten bekannt. Vgl. Buchenau, Monographia Juncaecarum in Englers »Jahrbüchern für Systematik« (Bd. 12, 1890).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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