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Jung, Théodore bis Jünger, Johann Friedrich (Bd. 6, Sp. 367)
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Artikelverweis Jung, Théodore, franz. General und Schriftsteller, geb. 12. März 1833 in Paris, gest. daselbst 3. Okt. 1896, ward 1859 dem Generalstab der Armee in Italien zugeteilt, 1870 als Generalstabsoffizier der Rheinarmee in Metz gefangen genommen. 1886 ward er Kabinettschef des Kriegsministers Boulanger, 1887 Brigadegeneral und Kommandant des Verteidigungsbezirks von Dünkirchen. Seit 1893 war er Mitglied der Deputiertenkammer. Nachdem er unter dem Pseudonym Mustapha viele Feuilletonartikel für die »Vie Parisienne« geschrieben und auch »Voyage autour de ma tente, souvenirs militaires« (1873) veröffentlicht hatte, schrieb er mehrere wissenschaftliche Werke: »La vérité sur le Masque de fer« (1873); »La France et Rome« (1874); »L'Académie de guerre de Berlin. L'enseignement militaire supérieuren Europe, etc.« (1877); »Bonaparte et son temps d'après des documents inédits« (188081, 3 Bde.); »Lucien Bonaparte et ses mémoires« (188283, 3 Bde.); »L 'armée et la révolution; Dubois-Crancé« (1884, 2 Bde.); »La guerre et la société« (1889); »Stratégie, tactique et politique« (1890) und »La République et l'armée« (1893). Die ehemalige Gattin Jungs, eine geborne v. Kaulla, wurde 1880 beschuldigt, ihr Verhältnis zum Kriegsminister Cissey zu Spionendiensten mißbraucht zu haben.
 
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Jung (Dschang), Sir Salar, ind. Staatsmann, geb. 1829, gest. 8. Febr. 1883, ein Araber von Abkunft, dessen Vorfahren in Ostindien eingewandert waren und den Posten eines Dewan oder Premierministers von Haidarabad, dem von einem Nizam beherrschten britischen Schutzstaat in Dekhan, erlangt hatten, der in ihrer Familie forterbte. J. ward von seinem Oheim, dem damaligen Dewan, in die Politik eingeführt und kam 1853 selbst an die Spitze der Geschäfte. Beim Ausbruch des indischen Aufstandes bewirkte er, daß Haidarabad den Engländern treu blieb, die ihn dafür mit Ehrenbezeigungen überhäuften; bei einem Besuch in England 1876 ward er zum Doktor der Universität Oxford ernannt. Doch erfüllten sie seinen Lieblingswunsch, die Rückgabe der 1839 an England abgetretenen Provinz Berar an Haidarabad, nicht. Die innere Verwaltung leitete J., der seit 1869 für den minderjährigen Fürsten die Regentschaft führte, vortrefflich und beobachtete eine verständige Sparsamkeit. Ihm folgte als leitender Minister sein Sohn Laik Ali, geb. 1861, gest. 7. Juli 1889, Verfasser mehrerer gegen die russische Politik in Asien gerichteter Aufsätze im »Nineteenth Century«.
 
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Jungbier, s. Meyers Bier, S. 845.
 
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Jungbreslau, Stadt, soviel wie Inowrazlaw.
 
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Jungbrunnen, nach deutscher Volkssage ein Brunnen mit der Kraft, die darin Badenden zu verjüngen, z. B. der J. im »Wolfdietrich« (s. d.), dessen Bad die »rauhe Else« in die schöne Siegminne verwandelt. Die oft gemalte Sage (z. B. im Cranachschen Bild in Berlin) entstammt wahrscheinlich dem verbreiteten Mythus von der Sonne, die sich allnächtlich durch ein Bad verjüngt, als Greis zur Ruhe geht und als schwaches Kind aufsteht.
 
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Jungbunzlau, Stadt, s. Meyers Bunzlau 2).
 
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Junge, Friedrich, Pädagog und Historiker, geb. 30. März 1847 in Torgau, gest. 21. April 1899 in Berlin, studierte 186569 Geschichte, war 187076 Gymnasiallehrer in Berlin, darauf in Altenburg, wurde 1881 Gymnasialdirektor in Greiz, 1888 Direktor des Realgymnasiums in Magdeburg und 1897 Direktor des Friedrich-Werderschen Gymnasiums in Berlin. Seit der 8. Auflage (1880) besorgte er die neuen Auflagen und die Fortsetzung von David Müllers »Geschichte des deutschen Volkes« (16. Aufl., Berl. 1897), des »Leitfadens zur Geschichte des deutschen Volkes« (11. Aufl., das. 1899), »Abriß der allgemeinen Weltgeschichte« (6. Aufl., das. 1896) und der »Alten Geschichte« (14. Aufl., das. 1897). Er schrieb außerdem: »Martin Luther. Sein Leben, dem deutschen Volk erzählt« (4. Aufl., Berl. 1898); »Geschichtsrepetitionen« (4. Aufl., das. 1904) und zwei Schriften über den Geschichtsunterricht (das. 1886 u. 1892).
 
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Jung-England, eine aristokratische Fraktion im britischen Parlament, deren Führer Benjamin Disraeli (s. Meyers Beaconsfield) und Lord George Meyers Bentinck (s. d. 3) waren; sie spielte 184146 eine bedeutende Rolle. Charakterisiert ist die neue Form des Torytums in Disraelis Roman »Coningsby«.
 
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Junge Pfalz (Pfalz-Neuburg), s. Meyers Neuburg.
 
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Jünger, s. Meyers Meister.
 
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Jünger, Johann Friedrich, Lustspieldichter, geb. 15. Febr. 1756 in Leipzig, gest. 25. Febr. 1797 in Wien, widmete sich kurze Zeit dem Kaufmannsstand, sodann dem Studium der Rechte und der schönen Literatur. Er lebte in engem Verkehr mit dem Buchhändler Göschen, durch den er 1785 auch Schiller kennen lernte, noch einige Jahre in Leipzig, privatisierte sodann in Weimar und ging 1787 nach Wien, wo er 1789 zum Hoftheaterdichter ernannt, aber 1794 bei der Umgestaltung des Wiener Theaters entlassen wurde. Obschon J. keine große Erfindungsgabe besaß und namentlich Destouches, Molière und Marivaux in seinen Lustspielen nachahmte, so muß doch die Gewandtheit der Darstellung und die Natürlichkeit seines Dialogs anerkannt werden. Seine Lustspiele erschienen in drei Sammlungen: »Lustspiele« (Leipz. 178590, 5 Bde.), »Komisches Theater« (das. 1792 bis 1794, 3 Bde.) und »Theatralischer Nachlaß« (Regensb. 180304, 2 Bde.). Von geringerm Wert sind seine Romane und die »Gedichte« (Leipz. 1821).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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