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Jülicher bis Julĭopolis (Bd. 6, Sp. 363)
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Artikelverweis Jülicher, Adolf, protest. Theolog, geb. 26. Jan. 1857 in Falkenberg bei Berlin, wurde 1882 Prediger in Rummelsburg, habilitierte sich 1887 in Berlin als Privatdozent und wurde 1888 in Marburg außerordentlicher, 1889 ordentlicher Professor. Er schrieb: »Die Quellen von Exodus 17« (Berl. 1880); »Die Gleichnisreden Jesu« (2. Aufl., Freiburg 1899, 2 Bde.); »Einleitung in das Neue Testament« (das. 1894; 3. u. 4. Aufl., das. 1901); »Moderne Meinungsverschiedenheiten über Methode, Aufgaben und Ziele der Kirchengeschichte« (Marb. 1901).
 
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Julien (spr. schüliäng), Stanislas Aignan, berühmter franz. Sinolog, geb. 19. Sept. 1799 in Orléans, gest. 14. Febr. 1873 in Paris, widmete sich zuerst dem Griechischen und wurde 1821 Hilfsprofessor am Collège de France. Später wendete er sich dem Chinesischen zu und erhielt 1832 den Lehrstuhl Abel Rémusats am Collège de France, 1833 erfolgte seine Aufnahme in die Akademie der Inschriften. 1839 zum Konservator der königlichen Bibliothek ernannt, übernahm er die Aussicht über deren ostasiatische Bücherschätze; seit Oktober 1854 stand er an der Spitze des Collège Impérial de France. Einer der besten Kenner des Chinesischen, die es gegeben hat, ist er durch seine zahlreichen Arbeiten (Textausgaben, Übersetzungen, grammatische Abhandlungen) bahnbrechend für die Kenntnis der chinesischen Sprache, Literatur und Kultur geworden. Es seien davon erwähnt: »Mengtseu« (chines. u. lat., Par. 1824, 2 Bde.); »Hoei-lanki« (»Der Kreidekreis«, Drama, 1832); »Blanche et Bleue« (1834, Roman); »Les deux cousines« (desgl., 1863, 2 Bde.); »Si-siang-ki« (chines. u. franz., Genf 187282, Drama); »Tao-teh-king. Le livre do la voie et de la vertu« (chines. u. franz., 1841); »Histoire de la vie d'Hiouen-Tsang et de ses voyages« (1851) und die Übersetzung des Reisewerks Hiuen-Tsangs: »Mémoires sur les contrées occidentales« (185758, 2 Bde.); »Syntaxe nouvelle de la langue chinoise« (186970, 2 Bde.).
 
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Julĭenne (franz., spr. schü-), kleine, seine Streifen verschiedener Eßwaren, besonders getrockneter Gemüse. Daher Juliennesuppe (potage á la julienne), französische Suppe: Fleischsuppe mit klein geschnittenem Gemüse.
 
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Julĭer, ein seit 1826 fahrbar gemachter Paß der Graubündner Alpen, 2287 m hoch, zwischen Piz Lungen, einem Vorposten in der Gruppe des Averser Weißbergs, und Piz Munteratsch, einem Vorposten der Err-Gruppe, verbindet die beiden Täler des Oberhalbstein und (Ober-) Engadin, d. h. in Verbindung mit Maloja oder Bernina den Bodensee und den Comersee. Im Sommer war der Paß als Hauptzugang zu den Kurorten St. Moriz, Samaden, Pontresina etc. vor Eröffnung der Albulabahn außerordentlich belebt (1901: 34,895 Reisende). Den Fuß der eigentlichen Paßstrecke bezeichnet einerseits Bivio (Stalla, 1776 m) im Oberhalbstein, anderseits Silvaplana (1816 m) im Engadin. Von Bivio führt ein Saumweg über den Septimer ins Bergell (s. Septimer). Auf der Paßhöhe Reste von zwei römischen Säulen; dabei Münzfunde aus der römischen Kaiserzeit. Die römische Paßstraße über den J. mündete in Sils.
 
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Julĭer, röm. Geschlecht, s. Meyers Julius.
 
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Juliflōren, Reihe der choripetalen Dikotylen im natürlichen Pflanzensystem (s. Pflanzensysteme), bisweilen auch soviel wie Meyers Amentazeen (s. d.).
 
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Julikäfer, s. Meyers Maikäfer.
 
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Julikönigtum, s. Meyers Julirevolution.
 
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Julin, Handelsplatz der Obotriten im Mittelalter, wahrscheinlich das heutige Wollin; vgl. Vineta.
 
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Julĭobōna, s. Meyers Lillebonne.
 
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Julĭopolis, antike Stadt in Bithynien, beim heutigen Nallüchan, früher Gordiu Kome genannt, zu Augustus' Zeit vom Räuber Kleon umgetauft, durch Diokletian zu Galatien geschlagen, unter Leo (886912) dessen Vater zu Ehren Basileion genannt.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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