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Judenchristen bis Judenkirsche (Bd. 6, Sp. 341 bis 342)
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Artikelverweis Judenchristen, moderne Bezeichnung derjenigen Christen, die, nachdem sie vom Judentum zum Christentum übergetreten waren, die fortdauernde Gültigkeit des mosaischen Zeremonial- und Ritualgesetzes, sei es für alle Christen, sei es wenigstens für die gebornen Juden, behaupteten, sich an die Urapostel, besonders an Petrus und Jacobus, anschlossen und gegen die Lehrweise des Apostels Paulus einen mehr oder minder schroffen Gegensatz bildeten. Wie der Mittelpunkt des Heidenchristentums Antiochia ward, so blieb Jerusalem geraume Zeit Hauptsitz des Judenchristentums. Vgl. Ebioniten, Nazarener.
 
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Judendeutsch, s. Meyers Jüdisch-deutscher Dialekt.
 
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Judendorn, s. Meyers Zizyphus.
 
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Judeneid, der seit dem Mittelalter in den oft- und westeuropäischen Staaten aus Haß und Mißtrauen von den Behörden vorgeschriebene, unter einem eigenartigen Zeremoniell und nach einem Verwünschungen und Flüche androhenden Formular vor Gericht zu leistende Schwur der Israeliten. Das älteste Formular des Eides more judaico in deutscher Sprache ist von Erzbischof Konrad von Mainz (1160 bis 1200) ausgearbeitet. Einfach gegen spätere Formulare, besonders gegen das der Reichskammergerichts-Ordnung, fand es viele Verbreitung. Erst die zunehmende Zivilisation nahm dem J. das Schimpfliche. In Deutschland ist er mit Einführung der Verfassung des Norddeutschen Bundes (1869) gänzlich beseitigt. Vgl. Frankel, Die Eidesleistung der Juden in theologischer und historischer Beziehung (Dresd. 1847); Stobbe, Die Juden in Deutschland während des Mittelalters, S. 153 ff. (Braunschw. 1866); Scherer, Die Rechtsverhältnisse der Juden in den deutsch-österreichischen Ländern, S. 293299 (Leipz. 1901); Steinschneider in der »Zeitschrift für hebräische Bibliographie«, Bd. 1 (Berl. 1896/97).
 
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Judenfolĭe, Stanniol für sogen. Judenspiegel.
 
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Judengasse, s. Meyers Getto.
 
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Judengenossen, s. Meyers Proselyt.
 
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Judengold, s. Zinnsulfide.
 
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Judenhut, der im Mittelalter vom 12. Jahrh. an den Juden von den Obrigkeiten vorgeschriebene spitze Hut, orangegelb mit weißem Rand oder weiß mit gelbem Rand, auch bisweilen hornartig gekrümmt. (S. Abbildung.)

[Bd. 6, Sp. 342]



 
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Judenhütlein, s. Impatiens.
 
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Judenkirsche, s. Physalis.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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