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Juchnow bis Juda (Bd. 6, Sp. 325 bis 326)
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Artikelverweis Juchnow, Kreisstadt im russ. Gouv. Smolensk, an der Ugra, mit 2 Kirchen und (1897) 3039 Einw.
 
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Juchten, s. Justen.
 
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Juchtenöl, s. Meyers Birkenteer.
 
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Jück (Juch, Juck), früheres Feldmaß im Großherzogtum Oldenburg: das alte (Katasterjück) 1836 auf 640 Katasterruten = 56,028 Ar bestimmt, 40 im Bau, das neue bis 1871 zu 160 QRuten = 45,383 Ar
 
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Juckausschlag (Juckblattern), s. Meyers Jucken.
 
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Juckbohne, s. Mucuna.
 
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Jucken, eine eigentümliche Empfindung auf der äußern Haut, auch auf gewissen Partien der Schleimhaut, die zum Kratzen, Reiben und Schaben reizt. Man unterscheidet das J. (Pruritus), das sich bei mannigfachen Hautkrankheiten, Reiz durch Ungeziefer, Gelbsucht, zum Teil auch ohne nachweisbare Ursachen einstellt, von einem selbständig ohne unmittelbare Störungen auftretenden Hautleiden, dem Prurigo (Juckblattern, Juckausschlag). Bei dem letztern finden sich auf der Haut flache, stecknadelknopf- bis hirsekorngroße, heftig juckende Knötchen, die sehr bald durch den infolge des Kratzens entstehenden Hautausschlag verdeckt werden. Das Leiden befällt vor allem die Streckseiten der Beine, auch der Arme; Kopf und Rumpf bleiben meistens frei. Der Juckreiz pflegt sehr heftig zu sein, besonders nachts, so daß die Kranken durch den Mangel an Ruhe körperlich und geistig herunterkommen. Die Prurigo tritt fast ausnahmslos in der Kindheit auf, schwerere Fälle sind sehr hartnäckig, die Mehrzahl ist leichterer Natur und völliger Heilung (durch Naphtholsalbe u. a.) zugänglich. Im Gegensatz zu diesen Juckblattern ist das J. häufiger eine zwar sehr lästige, aber doch mehr nebensächliche

[Bd. 6, Sp. 326]


Begleiterscheinung zahlreicher andrer krankhafter Vorgänge. J. ist in hohem Grade vorhanden bei vielen parasitären Erkrankungen der Haut, z. B. bei Krätze, bei Anwesenheit von Kleiderläusen, der Erntemilbe (Leptus autumnalis), bei Nesselsucht, die manchmal (im Sommer) durch Raupenhaare verursacht ist, ferner ist bei Gelbsucht durch den Reiz der in der Haut abgelagerten Gallenbestandteile oft qualvolles J. vorhanden; die äußern Geschlechtsteile sind bei Zuckerharnruhr oft infolge des rasch in Zersetzung übergehenden zuckerhaltigen Harns Sitz starken Juckreizes, auch bei andern Krankheiten (z. B. Nierenleiden, Verdauungsstörungen) oder ohne jede erkennbare Ursache kann J. vorhanden sein. Diese letztern ohne sichtbare Hautveränderungen einhergehenden Fälle von J. stellen den eigentlichen Pruritus dar, der meist bei völlig normal aussehender, später freilich oft mit Kratzspuren bedeckter Haut vorkommt. Es ist entweder ein allgemeines, über den ganzen Körper verbreitetes oder ein örtliches Übel. Besonders häufig leiden Greise an Pruritus. Das qualvolle J. kann in Anfällen auftreten oder mehr dauernd vorhanden sein und durch Schlaflosigkeit und Erschöpfung gefährlich werden. Das Leiden ist oft langwierig, die Heilung schwierig. Salben, warme Bäder, Kleienbäder, Waschungen mit Karbol- oder Mentholspiritus haben sich am besten bewährt.
 
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Jucker (ungar.), Gebrauchsbegriff für edle Halbblutpferde eines leichten Wagenschlages, die besonders auf Schnelligkeit und Ausdauer dressiert werden, und von denen die geschätztesten aus Ungarn und Galizien bezogen werden. Sie werden auf ungarische Manier, ohne Aufsatzzügel und mit Sielengeschirren, eingespannt (s. Tafel Meyers »Geschirr«, Fig. 4) und meist, besonders zu Viererzügen, in ganz ungleichen (bunten) Farben zusammengestellt. In bezug auf Schnelligkeit, hohe Aktion, äußere Form und schnittige Figur werden an die J. bestimmte Anforderungen andern Wagenpferden gegenüber gestellt, während in bezug auf die Größe keine bestimmten Maße mehr gelten.
 
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Juckfasel, s. Mucuna.
 
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Jucz (spr. jutz), berüchtigte Felsbank und Stromschnelle in der untern Donau, unterhalb Orsova. Näheres s. Meyers Eisernes Tor 2).
 
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Juda, Gebirge, s. Palästina.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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