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Jovilabĭum bis Juan Fernandez (Bd. 6, Sp. 322)
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Artikelverweis Jovilabĭum (neulat.), Modell zur Darstellung der Bewegungen der vier Jupitermonde, namentlich auch ihrer Verfinsterungen.
 
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Joviniānus, röm. Mönch, gest. vor 406, trat nach 385 gegen die Überschätzung des ehelosen und asketischen Lebens auf und ward deshalb vom römischen Bischof Siricius exkommuniziert und von Ambrosius, Hieronymus und Augustin heftig angegriffen. Vgl. W. Haller, J., die Fragmente seiner Schriften, die Quellen zu seiner Geschichte, sein Leben und seine Werke (Leipz. 1897).
 
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Jovizéntrisch, auf den Mittelpunkt des Planeten Jupiter bezüglich.
 
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Joyeuse entrée (franz., spr. schūajös angtrē', fläm. Blyde incomste, »fröhlicher Einzug«), eine Handfeste über die Vorrechte der Stände von Brabant, die seit Herzog Wenzel (1356) der jedesmalige Herzog vor seinem Einzug beschwören mußte. Die wichtigste Bestimmung dieser Charte war, daß, wenn ein Herzog den Versuch mache, sie aufzuheben, die Stände sofort ihrer Pflicht gegen ihn entbunden sein sollten. Der letzte Beherrscher Brabants, der diese vom Vertrag in Rastatt 1714 ausdrücklich anerkannte Charte beschwor, war Kaiser Franz II. (31. Juli 1792). Als droit de j. e. wurde auch das Recht der französischen Könige bezeichnet, beim ersten Betreten gewisser Kirchen ein Kanonikat (s. Kanoniker) für den nächsten Erledigungsfall zu vergeben.
 
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Jozgad, Hauptort eines Sandschaks im türk. Wilajet Angora in Kleinasien, ca. 1320 m ü. M., einst Sitz mächtiger Turkmenenfürsten aus dem Hause Tschapan Oghlu, hat einen schönen Palast u. 15,000 Einw. (meist Türken). 28 km nordwestlich von J. die berühmten Felsenskulpturen von Boghazköi (Bogasköi), den assyrischen Bildwerken ähnlich, nur roher, wahrscheinlich an der Stelle des von Krösos zerstörten Pteria.
 
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jr., Abkürzung für junior (s. d.).
 
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Juan (span., spr. chuān), soviel wie Johann.
 
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Juan d'Austrĭa (spr. chuān, Johann von Österreich), geb. 24. Febr. 1547 in Regensburg, gest. 1. Okt. 1578 im Lager bei Namur, natürlicher Sohn des Kaisers Karl V. und der Barbara Blomberg aus Regensburg, erhielt seine Erziehung in Spanien anfangs von dem Vertrauten des Kaisers, Luis Quijada, später, nach seines Vaters Tod, am Hofe seines Halbbruders Philipp II. Obwohl von Karl V. zur kirchlichen Laufbahn bestimmt, setzte der feurig ehrgeizige Jüngling es bei Philipp II. durch, daß er sich dem Waffendienst widmen durfte; 1569 und 1570 führte er den Oberbefehl über die in Granada mit den Mauren kämpfenden Truppen. Darauf wurde er an die Spitze der Flotte gestellt, die von der Heiligen Liga gegen die Türken geschickt wurde. Er lieferte diesen 7. Okt. 1571 bei Lepanto eine Schlacht, in der er einen großen Sieg erfocht. 1573 wendete sich J. gegen Tunis, von dem Wunsch erfüllt, ein christliches Königreich für sich dort zu gründen, doch scheiterten seine Bemühungen an der Mißgunst Philipps; seitdem standen sich die beiden Halbbrüder mißtrauisch gegenüber. Als nach dem Tode Requesens' die Niederlande mit völligem Abfall von Spanien drohten, übertrug ihm Philipp 1576 die Statthalterschaft über dieselben Durch Milde und Nachgiebigkeit wußte er anfangs die rebellisch gesinnten Niederländer zu gewinnen, allein bald brachen durch Oranien wieder neue Unruhen aus; dabei erfocht J. 31. Jan. 1578 abermals bei Gembloux einen glänzenden Sieg. J. ließ sich auch für ein Projekt gewinnen, durch Befreiung der gefangenen Maria Stuart die Kronen von Schottland und England sich zu erringen. Überall durch die geheime Feindseligkeit des Königs behindert und ohne Unterstützung gelassen, fiel er der Pest zum Opfer. Vgl. Tafel Meyers »Kostüme II«, Fig. 12; Havemann, Leben des Don Juan d'Austria (Gotha 1865); Stirling-Maxwell, Don John of Austria (Lond. 1883, 2 Bde.); Boglietti, Don Giovanni d'Austria (Bologna 1894).
 
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Juan de Fuca-Straße (San Juan de Fuca-Straße), Meeresstraße zwischen der zum nordamerikanischen Unionsstaat Washington gehörigen Olympia-Halbinsel und der kanadischen Insel Vancouver, greift bei dem Kap Flattery unter 48°23'48°36' nördl. Br. in ziemlich gleichförmiger Breite (27 km) etwa 100 km südostwärts, erweitert sich dann zu einem 60 km langen und 40 km breiten Becken, das nach N. durch die Engen von Haro und Rosario zu beiden Seiten des Meyers San Juan-Archipels (s. d.) mit der Georgia-Straße, nach S. zu durch das Admiralty Inlet mit dem Puget-Sund in Verbindung steht.
 
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Juan di Dīo (spr. chuān), s. Meyers Barmherzige Brüder
 
Artikelverweis Juan Fernandez, kleine Inselgruppe im Stillen Ozean, zwischen 33 und 34° südl. Br., zur chilenischen Provinz Valparaiso gehörig, besteht aus drei zusammen 185 qkm großen Inseln. Die östliche, 95 qkm große Insel Mas á tierra, 560 km von der Küste von Chile entfernt, besteht aus vulkanischen, mit schöner Vegetation bedeckten Erhebungen, 22 km lang und fast 8 km breit, deren höchste der Cerro del Yunque (»Amboß«) 983 m erreicht. Die Küsten sind hafenlos, doch gewährt die Bai San Juan Bautista (mit Leuchtturm) an der Cumberlandbai der Nordküste einen erträglichen Ankerplatz. Das Klima ist gesund, mild-ozeanisch; die Regenzeit dauert von April bis September bei vorherrschend östlichen Winden. Durch zahlreiche Farne und Farnbäume nähert sich die Vegetation der neuseeländischen Flora, die Chontapalme

[Bd. 6, Sp. 323]


aber gehört zu einer Gattung der äquatorialen Anden. Ein Drittel der Flora ist endemisch. Die Tierwelt ist vertreten durch eingeführte, z. T. verwilderte Ziegen, Pferde, Esel, Rinder, Schweine, Hunde, Hühner, 20 südamerikanische Schnecken, einige Käfer, darunter 6 Laufkäfer, von denen drei Chile, drei der Inselgruppe eigentümlich sind. Von den Vögeln kommen ein Tyrann und ein Kolibri nur auf dieser Gruppe, ein zweiter Kolibri, eine Drossel und einige Raubvögel auch in Chile vor. Nur 1850 m vom Südwestende von Mas á tierra liegt die 5 qkm große Insel Santa Clara, nach dem Reichtum an Ziegen Goat Island genannt. Die dritte, 17 km lange, 4 km breite und 85 qkm große Insel Mas á fuera, 160 km westlicher, erhebt sich in einem Gipfel bis zu 1850 m, ist mit dichten Waldungen bedeckt und an Ziegen, Seehunden reicher als Mas a tierra, aber ohne irgend einen Ankerplatz. Auf den ursprünglich unbewohnten Inseln ließen sich schon im 17. Jahrh. zuzeiten europäische Seeleute nieder, darunter 1704 der Schotte Alex. Selkirk, dessen Schicksale später die Anregung zu »Robinson Crusoe« (s. Meyers Defoe) gaben. Im 18. Jahrh. legten die Spanier ein Fort auf der größern Insel an. Nachdem die chilenische Regierung die größte Insel zeitweilig als Deportationsort benutzt hatte, verpachtete sie die Gruppe 1855 an verschiedene Unternehmer. Die heutige Ansiedelung auf Mas a tierra zählt etwa 20 Einw. Vgl. B. V. Mackenna, Juan Fernandez (Santiago 1883); Ermel, Eine Reise nach der Robinson Crusoe-Insel (Hamb. 1889).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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