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Journal de St-Pétersbourg bis Jouy (Bd. 6, Sp. 320)
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Artikelverweis Journal de St-Pétersbourg (spr. schurnáll dö ßäng-petersbūr), eine seit 1825 in französischer Sprache in St. Petersburg erscheinende politische Tageszeitung, das Organ des russischen Ministeriums des Äußern.
 
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Journalière (franz., spr. schurnaljǟr', »tägliche«), früher sehr verbreiteter Ausdruck für die Post oder sonstige regelmäßige Fahrgelegenheit für den Verkehr zwischen zwei Städten.
 
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Journalismus (Journalistik), das gesamte Zeitschriftenwesen (s. Meyers Journal), die periodische Literatur; Journalisten heißen die Schriftsteller, die sich mit der Herstellung von Zeitungen beschäftigen (vgl. Redakteur) oder für diese ausschließlich tätig sind. Während sich bis vor kurzem die Journalisten aus allen Berufen rekrutierten (daher das aus einer Äußerung Bismarcks abgeleitete, geflügelte Wort: »Der Zeitungsschreiber ist ein Mensch, der seinen Beruf verfehlt hat«), sind in neuerer Zeit Bestrebungen hervorgetreten, die auf eine unmittelbare Vorbildung für den journalistischen Beruf durch Schrift und Wort gerichtet sind. An den Universitäten in Heidelberg und Bern werden Vorlesungen über Zeitungswesen gehalten, an letzterer auch journalistische Übungen veranstaltet, und in Berlin besteht seit Anfang 1900 eine von R. Wrede gegründete und geleitete Journalistenhochschule. Katholischen Zwecken dient der Meyers Augustinusverein (s. d.). Vgl. Frizenschaf, Die Praxis des Journalisten (Leipz. 1901); Jacobi, Der Journalist (»Das Buch der Berufe«, Bd. 8, Hannov. 1902); Wrede, Handbuch der Journalistik (Berl. 1902).
 
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Journalisten- und Schriftstellertag, Allgemeiner deutscher, eine seit 1892 auf Anregung der deutschen Schriftstellergenossenschaft (s. Meyers Schriftstellervereine) jährlich stattfindende Zusammenkunft deutscher Schriftsteller und Journalisten, bei der über geistige und materielle Berufs- und Standesinteressen beraten wird. Der erste J. (1892 in Dresden) beschloß die Ausarbeitung eines Verlags- und Urheberrechts durch einen aus Rechtskundigen, Schriftstellern und Verlegern gleichmäßig zusammengesetzten Ausschuß. Auf dem J. von 1893 in München wurde die Errichtung einer Pensionsanstalt nach den vom Münchener Ausschuß ausgearbeiteten Statuten genehmigt (s. Meyers Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller). Auf dem J. in Heidelberg (1895) wurde der Verband deutscher Journalisten- u. Schriftstellervereine begründet, der gegenwärtig (1905) 27 Vereinigungen mit 2000 Mitgliedern umfaßt.
 
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Journalistenvereine, s. Meyers Schriftstellervereine.
 
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Journalistikum (franz.-lat.), Leseverein, Lesezirkel für Zeitschriften; Vorlesung über Journalistik etc.
 
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Journal officiel (spr. schurnall ossißjéll), der franz. »Staatsanzeiger«, 1869 durch Rouher ins Leben gerufen und an die Stelle des »Moniteur« (s. d.) getreten, veröffentlicht außer allen amtlichen Ankündigungen und Mitteilungen, Gesetzen, Verordnungen und Ernennungen namentlich auch die Drucksachen und die stenographischen Protokolle der Sitzungen des Senats und der Deputiertenkammer. Wöchentlich erscheint eine Nummer des J. in Plakatform als »Edition des communes«, die, einen Auszug des Wichtigsten enthaltend, an den Türen der Mairien angeschlagen wird.
 
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Jouvenet (spr. schuw'nä), Jean, franz. Maler, geb. 1644 in Rouen, gest. 1717 in Paris, Sohn und Schüler von Laurent J., bildete sich seit seinem 17. Jahr in Paris unter dem Einfluß von Poussin weiter aus und erzielte seinen ersten Erfolg durch ein Gemälde: Christus heilt den Lahmen. 1674 wurde er durch das Gemälde: Esther und Ahasverus Mitglied, 1681 Professor und 1707 Rektor der Pariser Akademie. Seine religiösen Gemälde, die der Richtung von Poussin und Lebrun angehören, sind in Zeichnung und Farbe manieriert. Die bedeutendsten sind: die zwölf Apostel (Invalidenkirche in Paris), Kreuzabnahme (im Louvre), das Magnifikat (Notre-Dame in Paris), Christus am Ölberg (Kathedrale in Orléans).
 
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Joux, Fort de (spr. fōr dö schū), s. Meyers Pontarlier.
 
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Joux, Val de (spr. wall dö schū), waldreiches, 15 km langes, hohes Muldental des Jura im schweizerischen Kanton Waadt, vom französischen Gebiet durch den Mont Risoux getrennt, von der Orbe durchflossen, die zwei Seen bildet, den Lac de J., 1003 m ü. M., 8,65 qkm groß, bis 34 m tief, und den Lac Brenet, 79 Hektar, bis 2010 tief. Letzterer ist mit dem Lac de J. durch eine schmale Wasserrinne verbunden, hat in seinen Trichterlöchern (entonnoirs) einen unterirdischen Abfluß gegen das Tal von Vallorbe und tritt 2,5 km nördlicher und 230 m tiefer als zweite Quelle der Orbe wieder zutage. Der unmittelbar westlich vom Lac de J. gelegene ganz kleine Dolinensee Ter soll 16 m tief sein. Von den drei Gemeinden des Tales ist Le Chénit mit (1900) 3803 meist evang. Einwohnern die volkreichste; Hauptort des Tales ist Le Sentier (1026 m ü. M.). Das Tal, dessen Bewohner Viehzucht und Uhrenindustrie betreiben, wird von der Lokalbahn Vollorbe-Le Sentier durchzogen. Von Touristen und Sommerfrischlern gern besucht wird Le Brassus (1040 m). Vgl. S. Aubert, La Flore de la Vallée de Joux, mit reicher Literatur, im Bulletin de la Société vaudoise des sciences naturelles XXXVI (Lauf. 1901).
 
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Jouy (spr. schui), eigentlich Victor Joseph Etienne, genannt de J., franz. Schriftsteller, geb. 1764 in Jouy bei Versailles, gest. 4. Sept. 1846 in Paris, wandte sich zuerst der militärischen Laufbahn zu, reiste dann in Südamerika und focht später in Ostindien unter Tippu Sahib, den er 1813 in einer Tragödie behandelte. Ins Vaterland zurückgekehrt, machte er die ersten Revolutionskriege mit, flüchtete, der Verräterei beschuldigt und dafür zum Tode verurteilt, 1794 nach der Schweiz, kehrte nach dem Sturz Robespierres nach Paris zurück, gab 1797 die militärische Laufbahn auf und widmete sich der Literatur. Zuerst eifriger Parteigänger der Restauration, trat er bald in die liberale Partei über, war während der Julirevolution Maire von Paris, dann Bibliothekar des Louvre. Seit 1815 war er Mitglied der Akademie. Bekannt sind seine zum Teil trefflichen Operntexte: »La Vestale« (1807) und »Ferdinand Cortez« (1809), beide von Spontini komponiert; »Les Amazones« (1812), von Méhul, »Les Abencérages« (1813), von

[Bd. 6, Sp. 321]


Cherubini, »Guillaume Tell« (1829), von Rossini komponiert. Seine Tragödie »Sylla« (1824) hatte großen Erfolg; weniger seine übrigen Lustspiele, Vaudevilles, Tragödien etc. Er war als Verehrer Boileaus ein eifriger Klassizist und Gegner der Romantik. Von seinen prosaischen Schriften ist die berühmteste: »L'hermite de la Chaussée d'Antin, etc.« (Par. 181214, 5 Bde.), eine geistvolle Schilderung französischer Sitten aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, während die weitern, unter dem Titel »L'Hermite, etc.« veröffentlichten Sittenschilderungen an Ungenauigkeiten und mangelhaftem Stile leiden. Seine »Œuvres complètes« veröffentlichte er selbst (Par. 182328, 27 Bde.).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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