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Journal bis Joux, Fort de (Bd. 6, Sp. 319 bis 320)
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Artikelverweis Journal (franz., spr. schurnáll, »Tagebuch«), im allgemeinen soviel wie Zeitschrift, Zeitung, namentlich eine täglich erscheinende (s. Meyers Journalismus). In der kaufmännischen Buchführung ist J. soviel wie Monatssammelbuch oder Memorial (s. Meyers Buchhaltung, S. 539), ein Vorbuch, in das die Geschäftsvorfälle in chronologischer Reihenfolge eingetragen und aus dem die einzelnen Posten dann in die Kontenbücher übertragen werden. Über Schiffsjournal s. d.

[Bd. 6, Sp. 320]



 
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Journal des Débats (spr. schurnáll dä debá, vollständig J. d. D. politiques et littéraires), eine der ältesten Pariser Tageszeitungen, die 1789 zur Berichterstattung über die Sitzungen des Nationalkonvents gegründet wurde. 1800 ging sie in den Besitz von L. F. Bertin dem ältern (s. Meyers Bertin 3) über, der sie bis zu seinem Tode (1841) leitete und ihr durch Heranziehung der hervorragendsten Schriftsteller seiner Zeit ein vornehmes literarisches Gepräge gab. Bis 1871 wurde das J., das noch jetzt im Besitz von Mitgliedern der Familie Bertin ist, von den Brüdern Armand und Eduard Bertin (s. Meyers Bertin 5) geleitet. Gegenwärtiger Leiter ist De Nalèche. Das J. erscheint täglich zweimal und vertritt eine gemäßigt-republikanische Richtung. Vgl. die Jubiläumsschrift »Le livre du centenaire du J.« (Par. 1889).
 
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Journal de St-Pétersbourg (spr. schurnáll dö ßäng-petersbūr), eine seit 1825 in französischer Sprache in St. Petersburg erscheinende politische Tageszeitung, das Organ des russischen Ministeriums des Äußern.
 
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Journalière (franz., spr. schurnaljǟr', »tägliche«), früher sehr verbreiteter Ausdruck für die Post oder sonstige regelmäßige Fahrgelegenheit für den Verkehr zwischen zwei Städten.
 
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Journalismus (Journalistik), das gesamte Zeitschriftenwesen (s. Meyers Journal), die periodische Literatur; Journalisten heißen die Schriftsteller, die sich mit der Herstellung von Zeitungen beschäftigen (vgl. Redakteur) oder für diese ausschließlich tätig sind. Während sich bis vor kurzem die Journalisten aus allen Berufen rekrutierten (daher das aus einer Äußerung Bismarcks abgeleitete, geflügelte Wort: »Der Zeitungsschreiber ist ein Mensch, der seinen Beruf verfehlt hat«), sind in neuerer Zeit Bestrebungen hervorgetreten, die auf eine unmittelbare Vorbildung für den journalistischen Beruf durch Schrift und Wort gerichtet sind. An den Universitäten in Heidelberg und Bern werden Vorlesungen über Zeitungswesen gehalten, an letzterer auch journalistische Übungen veranstaltet, und in Berlin besteht seit Anfang 1900 eine von R. Wrede gegründete und geleitete Journalistenhochschule. Katholischen Zwecken dient der Meyers Augustinusverein (s. d.). Vgl. Frizenschaf, Die Praxis des Journalisten (Leipz. 1901); Jacobi, Der Journalist (»Das Buch der Berufe«, Bd. 8, Hannov. 1902); Wrede, Handbuch der Journalistik (Berl. 1902).
 
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Journalisten- und Schriftstellertag, Allgemeiner deutscher, eine seit 1892 auf Anregung der deutschen Schriftstellergenossenschaft (s. Meyers Schriftstellervereine) jährlich stattfindende Zusammenkunft deutscher Schriftsteller und Journalisten, bei der über geistige und materielle Berufs- und Standesinteressen beraten wird. Der erste J. (1892 in Dresden) beschloß die Ausarbeitung eines Verlags- und Urheberrechts durch einen aus Rechtskundigen, Schriftstellern und Verlegern gleichmäßig zusammengesetzten Ausschuß. Auf dem J. von 1893 in München wurde die Errichtung einer Pensionsanstalt nach den vom Münchener Ausschuß ausgearbeiteten Statuten genehmigt (s. Meyers Pensionsanstalt deutscher Journalisten und Schriftsteller). Auf dem J. in Heidelberg (1895) wurde der Verband deutscher Journalisten- u. Schriftstellervereine begründet, der gegenwärtig (1905) 27 Vereinigungen mit 2000 Mitgliedern umfaßt.
 
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Journalistenvereine, s. Meyers Schriftstellervereine.
 
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Journalistikum (franz.-lat.), Leseverein, Lesezirkel für Zeitschriften; Vorlesung über Journalistik etc.
 
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Journal officiel (spr. schurnall ossißjéll), der franz. »Staatsanzeiger«, 1869 durch Rouher ins Leben gerufen und an die Stelle des »Moniteur« (s. d.) getreten, veröffentlicht außer allen amtlichen Ankündigungen und Mitteilungen, Gesetzen, Verordnungen und Ernennungen namentlich auch die Drucksachen und die stenographischen Protokolle der Sitzungen des Senats und der Deputiertenkammer. Wöchentlich erscheint eine Nummer des J. in Plakatform als »Edition des communes«, die, einen Auszug des Wichtigsten enthaltend, an den Türen der Mairien angeschlagen wird.
 
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Jouvenet (spr. schuw'nä), Jean, franz. Maler, geb. 1644 in Rouen, gest. 1717 in Paris, Sohn und Schüler von Laurent J., bildete sich seit seinem 17. Jahr in Paris unter dem Einfluß von Poussin weiter aus und erzielte seinen ersten Erfolg durch ein Gemälde: Christus heilt den Lahmen. 1674 wurde er durch das Gemälde: Esther und Ahasverus Mitglied, 1681 Professor und 1707 Rektor der Pariser Akademie. Seine religiösen Gemälde, die der Richtung von Poussin und Lebrun angehören, sind in Zeichnung und Farbe manieriert. Die bedeutendsten sind: die zwölf Apostel (Invalidenkirche in Paris), Kreuzabnahme (im Louvre), das Magnifikat (Notre-Dame in Paris), Christus am Ölberg (Kathedrale in Orléans).
 
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Joux, Fort de (spr. fōr dö schū), s. Meyers Pontarlier.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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