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Joos bis Jordan (Bd. 6, Sp. 303 bis 304)
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Artikelverweis Joos, Markt in Ungarn, s. Meyers Jászó.
 
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Jopenbier, Danziger, s. Meyers Bier, S. 846.
 
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Joplin, Stadt in der Grafschaft Jasper des Staates Missouri im Quellgebiete des Neosho River und am Westhang der Ozark Montains, ist Bahnknotenpunkt und wichtigster nordamerikanischer Zinkmarkt,

[Bd. 6, Sp. 304]


mit reichen Zink- und Bleigruben, großen Schmelzwerken und (1900) 26,023 Einw.
 
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Joppe, alter Name der Stadt Meyers Jafa (s. d.).
 
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Jora, linker Nebenfluß der Kura im russ. Transkaukasien, entspringt nahe dem Berg Borbalo, durchfließt die Karajas- und Upadarsteppe, empfängt links den bedeutenden Alasan und mündet kurz darauf, 315 km lang.
 
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Joram (hebr. Jehoram), 1) König von Israel (896884, nach andrer Chronologie 852840 v. Chr.), zweiter Sohn Ahabs, Nachfolger seines Bruders Ahasja. Edel und fromm veranlagt, versuchte er, jedoch ohne Erfolg, an Stelle des Baaldienstes den reinen Gotteskultus wieder einzuführen. Ein mit Hilfe Judas unternommener Krieg gegen die Moabiter (s. Meyers Mesa) schlug fehl, da deren König seinen Sohn opferte. Der König Ben Hadad von Damaskus fiel darauf in Israel ein und bedrängte Samaria aufs äußerste, bis er durch einen Angriff auf sein Land zum Rückzuge gezwungen wurde. In einem Rachefeldzüge gegen Damaskus ward J. verwundet und bald darauf durch seinen bisherigen Feldherrn Jehu, den ein Prophetenschüler im Auftrag Elisas zum König von Israel gesalbt hatte, zu Jesreel ermordet. Derselbe Usurpator räumte auch alle übrigen Glieder der Familie Ahabs aus dem Wege.
   2) König von Juda, Sohn und Nachfolger des Josaphat (889885, nach andrer Zeitrechnung 848844 v. Chr.), ward durch seine Gemahlin Athalia, Tochter Ahabs und Isebel von Israel, zur Begünstigung des Baaldienstes verleitet. Dabei war die politische Lage keine glückliche: die Edomiter machten sich unabhängig, die Grenzstadt Libna fiel ab, und arabische Hirtenvölker überfielen Jerusalem und entführten die Söhne und Weiber des Königs, der nach zweijähriger Krankheit an Darmkrupp starb.
 
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Jorasses (Les Grandes J., spr. schoráß'), s. Meyers Montblanc.
 
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Jorat (spr. schorá, deutsch Jurten, soviel wie Jura, d. h. Wald), ein nach N. allmählich abgedachtes, nach S. in steilen Hängen zum Genfer See abfallendes Molasseplateau (932 m), im schweizer. Kanton Waadt; es ist bis hoch hinauf mit Weinbergen bepflanzt und bildet das Uferland La Vaux. Es wird von den Bahnlinien Lausanne-Oron-Freiburg (mit einer Steigung von 27 pro Mille) und Lausanne-Echallens-Bercher durchschnitten.
 
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Jord, in der nordischen Mythologie die Gottheil der mütterlichen Erde, Tochter des Onar und der Nott (Nacht) und erste Gattin Odins, der mit ihr den gewaltigen Thor zeugte.
 
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Jordaens (spr. jórdāns), Jacob, niederländ. Maler, geb. 19. Mai 1593 in Antwerpen, gest. da selbst 18. Okt. 1678, lernte seit 1607 bei seinem spätern Schwiegervater A. van Noort und wurde 1615 als Meister in die Lukasgilde zu Antwerpen aufgenommen. Nächst Rubens war J. der bedeutendste Maler Antwerpens und wurde nach dem Tode des erstern auch ausdrücklich als solcher anerkannt. Wenn er auch im Kolorit und in der Wahl der Stoffe manche Einflüsse von Rubens empfangen hat, bewahrte er doch getreuer als jener die national-flämische Eigenart, die sich vornehmlich in einer breitern, oft bis zur Übertreibung und Verzerrung gesteigerten Formenbehandlung und in einem derben, ausgelassenen Humor äußert. Sein Stil ist durch italienische Muster nicht geläutert worden, und deshalb stehen seine religiösen Bilder durch ihre gewöhnliche Auffassung weit unter den Rubensschen Schöpfungen. Seine Stärke liegt in humoristischen Darstellungen aus dem Volksleben, namentlich von Familienfesten und Gelagen, die für die ungebändigte Lustigkeit des flämischen Volkes charakteristisch sind. Diese letztern lassen sich in zwei Gruppen teilen, deren eine das Bohnenkönigsfest am Dreikönigstag darstellt, während die andre eine realistische Versinnlichung des Sprichwortes: »Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen« in figurenreichen Szenen bildet. Solche Darstellungen findet man in den Galerien zu Paris (Louvre), Wien (Hofmuseum), Kassel, Braunschweig, Antwerpen (Baron de Pret), Berlin, München und Dresden. Von seinen religiösen Gemälden sind hervorzuheben: das letzte Abendmahl (Museum in Antwerpen), Martyrium der heil. Apollonia (Antwerpen, Augustinerkirche), der heil. Karl Borromeus für die Pestkranken betend (ebendaselbst, Jakobskirche), der heil. Martin einen Besessenen heilend (Brüssel, Museum), die Darstellung im Tempel (Dresden) und die Anbetung der Hirten (Antwerpen, Braunschweig, Frankfurt a. M.). J. hat auch zahlreiche mythologische Bilder gemalt, namentlich Bacchanalien, Satyrn, Diana und ihre Nymphen, den Satyr und den Bauer (nach der Fabel Lafontaines) und eine Anzahl trefflicher Bildnisse. In dem Huisten Bosch (»Schloß im Busch«) bei dem Haag malte J. zwei große Allegorien: den Tod, der den Neid besiegt, und den Triumph Heinrichs von Oranien über Feinde aller Art. J. starb zwar in Antwerpen, mußte aber, weil er Calvinist war, in dem dicht an der Grenze gelegenen holländischen Dorfe Putte begraben werden, wo ihm 1877 ein Denkmal errichtet wurde.
 
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Jordan (hebr. Jardēn, jetzt von den Arabern e'-Scheria, »Tränkplatz«, genannt), der einzige große und ständige Strom Palästinas, dessen eine Hauptverwerfungsspalte einnehmendes Flußbett eine Einsenkung unter die Meeresfläche bildet. Sein Quellgebiet liegt an dem noch im September mit Schneemassen bedeckten Hermon (2759 m). Der östliche Quellfluß, der in einer Felsengrotte bei dem Dorfe Banias (dem alten Paneas) in 330 m Höhe entspringt, fließt 8 km südwestwärts durch eine fruchtbare Landschaft bis zur Vereinigung mit dem mittlern Quellarm, dem stärksten von allen, der bei Tell el Kadi (dem alten Dan) aus einem großen Becken herausfließt. Beide zusammen fallen bald in den westlichen Quellarm, den Nahr Hasbani, der am Westabhang des Hermon in 520 m Höhe entspringt. Der vereinigte Strom durchfließt nach S. zunächst das Sumpftal Ard el Huleh und den kleinen Schilfsee Bahr el Huleh (fälschlich Meromsee genannt), der in 2 m Höhe liegt, sodann mit starkem Fall in zahllosen Kaskaden ein nur 16 km langes enges, steiniges Tal, um sich in den See von Genezareth (Tiberiassee, jetzt Bahr Tabarije) zu ergießen, der bereits 208 m unter dem Spiegel des Mittelmeers liegt. Aus dem See Genezareth tritt der Fluß in die El Ghor (s. Meyers Ghor) genannte, auf beiden Ufern von steil abfallenden Tafelländern eingefaßte Ebene, die sich, 716 km breit, bis zum Toten Meer (und darüber hinaus) erstreckt. Schilfröhricht und Tamarisken bedecken die Ufer des außerordentlich stark gewundenen Flusses. In der Nähe von Jericho zeigt man die Stelle, wo Jesus von Johannes die Taufe empfing, und die dichtbewaldeten Ufer sind namentlich um Ostern von Pilgerscharen bedeckt, die sich hier baden. Endlich mündet der J. in zw. i seichten Armen in das Nordende des 394 m unter dem Mittelmeer gelegenen Toten Meeres (Bahr Lut). Er fällt vom Fuß des Hermon bis zum Huleh schnell

[Bd. 6, Sp. 305]


518, von da bis zum See Genezareth 210, weiter bis zum Toten Meer 186 m, zusammen 914 m; seine Länge beträgt 215 km, mit Einrechnung der außerordentlich zahlreichen Krümmungen aber das Drei- bis Vierfache. Drei Brücken führen über den J.: die »Brücke der Töchter Jakobs« südlich vom Hulehsee, die Dschisr Medschamia unterhalb des Sees Genezareth und die Gitterbrücke bei Jericho. Die wichtigsten Nebenflüsse des Jordans sind rechts der Zerka oder Jabbok und der Scheriat el Menadhire, der vom Haurangebirge kommt. Im Jordangebiet kommen 36 Fischarten vor, von denen 16 nur ihm eigentümlich sind. S. Karte »Palästina«.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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