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Jonsson bis Jorasses (Bd. 6, Sp. 303 bis 304)
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Artikelverweis Jonsson, Olof, schwed. Politiker, geb. 17. Nov. 1839 zu Hof im Kirchspiel Arbrå (Helsingland), 1878 bis 1896 und 18991902 Mitglied der Zweiten Reichstagskammer, schloß sich hier der Landmannpartei an und ward, als diese sich 1888 wegen der Schutzzollfrage in zwei Teile spaltete, Führer der freihändlerischen »Alten« Landmannpartei, machte aber 1895 seinen Frieden mit der Regierung und erwarb sich um die Wiedervereinigung der beiden getrennten Flügel zu einer streng nationalen, wirtschaftlich und unionspolitisch gemäßigten Partei große Verdienste. Seil den 1890er Jahren war er häufig Bevollmächtigter im schwedischen Reichsbankdirektorium, 189598 auch Mitglied der schwedisch-norwegischen Kommission zur Ausarbeitung von Vorschlägen zur Revision der bestehenden Unionsverfassung. Seit 1903 ist er Mitglied der Ersten Kammer.
 
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Jonsson, Finnur, gelehrter Skandinavist, geb. 29. Mai 1858 zu Akureyri im nördlichen Island, studierte in Kopenhagen, wo besonders Gislason, Wimmer und Gertz ihn nachhaltig anregten, und habilitierte sich daselbst 1884 für nordische Philologie mit der Schrift »Kritiske studier overen del af de ældste norske og islandske skjaldekvad«, in der er sich bereits als ein scharfsinniger Textkritiker erwies. 1887 ward er zum besoldeten Dozenten, 1898 zum außerordentlichen Professor befördert. Sein Hauptwerk ist die treffliche »Geschichte der altnordischen Literatur« (»Den oldnorske og oldislanske litteraturs historie«, Kopenh. 18941902, 3 Bde.); außerdem verdanken wir ihm zahlreiche, mit musterhafter Sorgfalt bearbeitete Ausgaben altnordischer Schriftwerke: »Reykdœla« und »Valla-Ljóts saga« (das. 1881); »Svarfdœla saga« (das. 1883); »Íslendingabók« (das. 1887); »Egils saga« (das. 1888 u. Halle 1894); »Eddalieder« (Halle 188890); »Heimskringla« (Kopenh. 18931901, 4 Bde); »Hauksbók« (im Verein mit Eiríkur Jónsson, das. 189296); »Fernir fornislanskir rímnaflokkar« (das. 1896); »Landnámabók« (das. 1900); »Snorra Edda« (das. 1900); »Gísla saga« (Halle 1903). Er vollendete auch die große Arnamagnäische Ausgabe der prosaischen Edda (3. Bd., Kopenh. 1887), nachdem er bereits in Verbindung mit Verner Dahlerup die erste und zweite grammatische Abhandlung dieses Buches veröffentlicht hatte (1886). Mit Wimmer verband er sich zur Besorgung der ausgezeichneten Faksimileausgabe des Codex regius der Lieder-Edda (1891), während er die in gleicher Weise ausgeführte Ausgabe der eddischen Bruchstücke des Codex Arnam. 748,4°, allein veranstaltete (1896). Ferner schrieb er einen Abriß der isländischen Metrik (»Stutt íslenzk bragfrædi«, 1892) und eine Grammatik der altnordischen Dichtersprache (»Det norsk-islandske skjaldesprog omtr. 8001300«, 1901), gab aus dem Nachlasse seines Lehrers Konrad Gislason eine Auswahl altnordischer Skaldenlieder mit gelehrten Anmerkungen heraus (1892) und lieferte in verschiedenen Fachzeitschriften eine stattliche Reihe wertvoller Abhandlungen literargeschichtlichen, textkritischen und metrischen Inhalts.
 
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Jonvalturbine (spr. schongwall-), s. Meyers Wasserrad.
 
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Jonzac (spr. schongsack), Arrondissementshauptstadt im franz. Depart. Niedercharente, an der Seugne und der Staatsbahnlinie Nantes-Bordeaux, hat eine Kirche mit romanischer Fassade, Reste eines Schlosses (15. Jahrh.), eine Ackerbaukammer, Branntweinbrennerei, Handel mit Branntwein, Vieh, Geflügel und (1901) 2528 Einw.
 
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Joos, Markt in Ungarn, s. Meyers Jászó.
 
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Jopenbier, Danziger, s. Meyers Bier, S. 846.
 
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Joplin, Stadt in der Grafschaft Jasper des Staates Missouri im Quellgebiete des Neosho River und am Westhang der Ozark Montains, ist Bahnknotenpunkt und wichtigster nordamerikanischer Zinkmarkt,

[Bd. 6, Sp. 304]


mit reichen Zink- und Bleigruben, großen Schmelzwerken und (1900) 26,023 Einw.
 
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Joppe, alter Name der Stadt Meyers Jafa (s. d.).
 
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Jora, linker Nebenfluß der Kura im russ. Transkaukasien, entspringt nahe dem Berg Borbalo, durchfließt die Karajas- und Upadarsteppe, empfängt links den bedeutenden Alasan und mündet kurz darauf, 315 km lang.
 
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Joram (hebr. Jehoram), 1) König von Israel (896884, nach andrer Chronologie 852840 v. Chr.), zweiter Sohn Ahabs, Nachfolger seines Bruders Ahasja. Edel und fromm veranlagt, versuchte er, jedoch ohne Erfolg, an Stelle des Baaldienstes den reinen Gotteskultus wieder einzuführen. Ein mit Hilfe Judas unternommener Krieg gegen die Moabiter (s. Meyers Mesa) schlug fehl, da deren König seinen Sohn opferte. Der König Ben Hadad von Damaskus fiel darauf in Israel ein und bedrängte Samaria aufs äußerste, bis er durch einen Angriff auf sein Land zum Rückzuge gezwungen wurde. In einem Rachefeldzüge gegen Damaskus ward J. verwundet und bald darauf durch seinen bisherigen Feldherrn Jehu, den ein Prophetenschüler im Auftrag Elisas zum König von Israel gesalbt hatte, zu Jesreel ermordet. Derselbe Usurpator räumte auch alle übrigen Glieder der Familie Ahabs aus dem Wege.
   2) König von Juda, Sohn und Nachfolger des Josaphat (889885, nach andrer Zeitrechnung 848844 v. Chr.), ward durch seine Gemahlin Athalia, Tochter Ahabs und Isebel von Israel, zur Begünstigung des Baaldienstes verleitet. Dabei war die politische Lage keine glückliche: die Edomiter machten sich unabhängig, die Grenzstadt Libna fiel ab, und arabische Hirtenvölker überfielen Jerusalem und entführten die Söhne und Weiber des Königs, der nach zweijähriger Krankheit an Darmkrupp starb.
 
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Jorasses (Les Grandes J., spr. schoráß'), s. Meyers Montblanc.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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