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John Halifax Gentleman bis Johnstonpresse (Bd. 6, Sp. 292 bis 295)
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Artikelverweis John Halifax Gentleman, Verfasserin des, s. Meyers Craik 2).
 
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John o' Groats House (spr. dschonn o grōts haus, eigentlich Johnny Groat's House), ehemaliges Fährhaus am äußersten Ende von Schottland, 2,4 km westlich von Duncansby Head, im 15. Jahrh. gebaut, jetzt verschwunden, aber noch immer sprichwörtlich genannt als nördlichster Punkt Schottlands.
 
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Johnsdorf, Dorf in Mähren, s. Meyers Janowitz 3).
 
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Johnson (spr. dschónnß'n), Stadt im nordöstlichsten Teil des nordamerikan. Staates Tennessee, Grafschaft Washington, Bahnknotenpunkt, mit (1900) 4645 Einw.
 
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Johnson (spr. dschonnß'n), 1) Samuel, engl. Dichter, ausgezeichneter Essay ist und Lexikograph, geb. 18. Sept. 1709 zu Lichfield in Staffordshire, gest. daselbst 13. Dez. 1784, studierte in Oxford, sah sich aber durch Armut gezwungen, noch ungeprüft die Stelle eines Unterlehrers an einer Freischule zu Markt-Bosworth in Leicestershire anzunehmen. Bald zog er es vor, sich durch literarische Arbeiten zu erhalten. Er übersetzte Lobos »Reise nach Abessinien« aus dem Französischen, wofür er aber nur 5 Guineen Honorar erhielt. 1735 verheiratete er sich mit einer Witwe, die ihm 800 Pfd. Sterl. zubrachte, und gründete nun in Birmingham eine Erziehungsanstalt, die aber nicht glückte. So ging er 1737 mit einem seiner Zöglinge, dem spätern berühmten Schauspieler Garrick, nach London, um ein Trauerspiel: »Irene«, auf die Bühne zu bringen, was ihm abermals mißlang. Er lieferte nun für das von Cave herausgegebene »Gentleman's Magazine« Parlamentsreden nach dem Gedächtnis, da es noch nicht gestattet war, sie nachzuschreiben (»Debates in parliament«, neue Ausg., Lond. 1811, 2 Bde.). Mehrere Gedichte aus dieser Zeit, z. B. die Satire »London« (1738), eine Nachahmung der dritten Satire des Juvenal, worin er die Torheiten der Hauptstadt mit Witz geißelte, machten ihn weitern Kreisen bekannt. Es folgten: »Die Debatten des Senats zu Liliput«, eigentlich Auszüge aus den Reden der berühmtesten Parlamentarier; die meisterhafte Biographie seines Freundes, des Dichters Richard Savage (1744); das »Dictionary of the English language« (1755, 2 Bde.), das 1758 bereits die 6. Auflage erlebte und die Bedeutung der Wörter so fixierte, daß es hierin bis jetzt allen ähnlichen Werken über die englische Sprache zur Grundlage gedient hat (neue Ausg. 1878), und ein Seitenstück zu dem Gedicht »London«, betitelt »The vanity of human wishes« (1749), eine Nachbildung der zehnten Satire Juvenals. Er redigierte inzwischen auch die moralischen

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Wochenschriften: »The Rambler« (175052,280 Stück) und »The Idler« (175860). Erst 1762 entriß ihn eine von der Regierung ausgesetzte Pension von 300 Pfd. Sterl. den Nahrungssorgen, wofür er sich durch zwei Flugschriften mit konservativer Tendenz: »The false alarm« (1770) u. »Taxation no tyranny« (1775, gegen die Amerikaner), dankbar erwies. In diese Zeit fällt auch seine Ausgabe Shakespeares (1765, 8 Bde.), an der besonders die Vorrede bedeutsam ist. Seine Charakteristik des Shakespeareschen Dramas verrät zwar den damals herrschenden französischen Einfluß, namentlich die Achtung vor den drei Einheiten und die auch von Diderot geteilte Ansicht von der moralisierenden Tendenz des Schauspiels; doch durchbricht er anderseits mit Kühnheit die steifen Grundsätze der pseudoklassischen Tragödie. Während J. in den Alten die »Kunst« repräsentiert sieht, erblickt er in Shakespeare, ähnlich wie Milton, den Dichter der »Natur«, verzeiht ihm von diesem Standpunkt aus allerlei »Regellosigkeiten« und wagt es sogar, die Shakespearesche Mischung des Tragischen und Komischen zu verteidigen. Die Frucht einer Reise nach Schottland und den Hebriden (1773) war seine »Journey to the Western Isles of Scotland« (1775), worin er die Echtheit des »Ossian« von Macpherson bekämpfte. Bereits 70 Jahre alt, schrieb er noch für eine Sammlung der englischen Dichter seit Milton deren Biographien (»The lives of the most eminent English poets«, Lond. 177981 u. ö.; deutsch von Blankenburg, Altenb. 1781, 2 Bde.). J. war ein ernster und origineller Biograph, während er für die Poesie zu kritisch veranlagt war und nach dem Geschmack seiner Zeit zuviel auf geistreiche Aussprüche gab. Seine Verse sind korrekt und fließend, aber kalt; sein Trauerspiel »Irene« ist nur ein Werk des Verstandes; auch sein politisch-lehrhafter Roman »History of Rasselas, prince of Abyssinia« (1759; deutsch unter andern von Bärmann, Hamb. 1843,2 Bdchn.), ein Vorbote der Romantik, ist mehr tüchtig als reizend. Doch kommt bei ihm außer seinen Schriften fast noch mehr seine Persönlichkeit in Betracht: seine redliche Derbheit, die sich besonders dem leichtlebigen Oliver Goldsmith gegenüber zu einer väterlichen Fürsorge entwickelte; sein fester Hausverstand, der dem literarischen Stande zu Achtung verhalf; die Charakterhaftigkeit seiner Äußerungen, die sein Bewunderer Boswell treulich ausgezeichnet hat. Johnsons sämtliche Werke wurden herausgegeben von Hawkins (Lond. 1787, 13 Bde.), Murphy (das. 1796, 11 Bde.; neue Aufl. 1876), am vollständigsten von H. Pearson Walesby (Oxf. 1825, 11 Bde.); seine Briefe wurden erstmalig von Birkbeck Hill gesammelt (»Letters«, 1892, 2 Bde.), der auch eine Auswahl seiner »Essays« besorgte (1889, 2 Bde.). Vgl. Boswell, Life of J. (beste Ausgaben von H. Morley, 1884, 5 Bde., und von Birkbeck Hill, 1887, 6 Bde.); Croker, Johnsoniana (cm. 1836); die kleinere Biographie von Leslie Stephen (1878); Hill, Wit and wisdom of J. (1887); Th. Seccombe, The age of J. (1900).
   2) William, einer der Gründer des spätern Staates New York, geb. 1715 zu Smithtown in Irland, gest. 11. Juli 1774 in Johnstown (New York), ging nach Amerika, wo sein Oheim Landbesitzer war, sing, nachdem er sich mit einer Deutschen verheiratet hatte, als Farmer und Dorfkrämer an, ging dann zum Pelzhandel über und trat mit den Rothäuten in so innigen Verkehr, daß er ihre Sitten und Gewohnheiten genau kennen lernte und es verstand, sie in dem Kriege mit den Franzosen auf die Seite der Engländer zu bringen. Als Superintendent of Indian affairs gelang es ihm, eine große Versammlung indianischer Völkerschaften nach Albany zu berufen, und als der Krieg zwischen England und Frankreich entbrannte, focht J. an der Spitze seiner indianischen Verbündeten, verlor 1758 in der Schlacht am Lake George ein Bein, erhielt für seine Dienste von der britischen Regierung den Baronetstitel und schloß 1768 den Vertrag zu Stanwix ab, durch den das Gebiet im S. und O. des Ohio, des Susquehanna und des Unadilla endgültig der Besiedelung durch die Weißen eröffnet wurde. Begraben liegt er in der nach ihm benannten Stadt Johnstown. Vgl. Griffis, Sir William J. and the six nations (New York 1891).
   3) Andrew, der 17. Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, geb. 29. Dez. 1808 in Raleigh (Nordcarolina), gest. 31. Juli 1875 in Carter's Station (Tennessee), wuchs in großer Dürftigkeit auf, erlernte das Schneiderhandwerk und ließ sich 1826 zu Greenville in Tennessee nieder. Erst von seiner Frau empfing er Unterricht im Lesen und Schreiben. Doch nahm er bald lebhaften Anteil an der Politik, ward entschiedener Anhänger Jacksons, und so gelang es ihm, seit 1835 mehrmals als Abgeordneter zur Legislatur von Tennessee und 1843 in den Kongreß gesendet zu werden, dem er bis 1853 angehörte. Von 185357 war er Gouverneur von Tennessee und ward 1857 Mitglied des Senats. Bei dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1861 war J., obwohl Anhänger der demokratischen Partei, der einzige südstaatliche Senator, der sich entschieden für die Aufrechthaltung der Union erklärte. Auch bot er alles auf, um den Anschluß Tennessees an die Südstaaten zu verhindern. Dafür ernannte ihn Lincoln im Frühjahr 1862 zum Militärgouverneur des Staates, und die republikanische Partei wählte ihn 1864 zum Vizepräsidenten. Wenige Monate darauf hob ihn Lincolns Ermordung 14. April 1865 auf den Präsidentenstuhl. Anfangs verfuhr er streng gegen die unterworfenen Demokraten, bald aber bekundete er durch Amnestieerlasse für frühere Rebellen eine veränderte Politik. Gegen die wichtigsten Beschlüsse des Kongresses, wie namentlich gegen die Rekonstruktionsbill und das die volle politische Berechtigung der schwarzen Bevölkerung aussprechende Gesetz, legte er sein Veto ein, das indessen durch die Zweidrittelmajorität des Kongresses unwirksam wurde. Die Konflikte zwischen ihm und dem Kongreß wurden aber immer erbitterter, so daß J. endlich 13. März 1868 als Angeklagter vor die Schranken des Senats gestellt wurde. Doch fehlten 26. Mai an der zu seiner Verurteilung erforderlichen Zweidrittelmajorität drei Stimmen. Da er überdies der politischen Korruption schamlos Vorschub leistete, so trat er, als 4. März 1869 sein Präsidium endete, seiner Volkstümlichkeit gänzlich verlustig, ins Privatleben zurück; erst im Januar 1875 ward er wieder von Tennessee als Senator nach Washington geschickt. Die Reden Johnsons wurden von Moore herausgegeben (Boston 1865). Vgl. Savage, Life and state papers of Andrew J. (New York 1865); Foster, Life and speeches of A. J. (das. 1867); Schucht, Andrew J. und die Kämpfe seiner Zeit (Leipz. 1879); Stoddard, Lifes of Lincoln and Andrew J. (New York 1889); Hughes, General J. (das. 1893); Dewitt, The impeachment and trial of Andrew J. (Lond. 1903).
   4) Eastman, amerikan. Maler, geb. 29. Juli 1824 in Lowell (Maine), ging, nachdem er sich bereits als Bildniszeichner betätigt, 1849 nach Düsseldorf, wo er sich auf der Kunstakademie zwei Jahre lang zum

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Genremaler ausbildete. Nach Reisen durch Italien und Frankreich war er vier Jahre im Haag tätig, wo seine ersten bedeutenden Bilder: der Kartenspieler und der Savoyardenknabe, entstanden. 1856 in die Heimat zurückgekehrt, ließ er sich in New York nieder und malte dort vornehmlich Bilder aus dem häuslichen Leben und dem der Neger, die durch Stich und Lithographie weite Verbreitung fanden. Die hervorragendsten davon sind: die alte Heimat in Kentucky, Sonntagsmorgen beim Farmer, die Kindheit Abraham Lincolns, die alte Postkutsche, der verwundete Tambour, Milton diktiert seiner Tochter, der Dorfschmied und ein Glas mit dem Squire. 1860 wurde er Mitglied der Nationalakademie.
 
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Johnson und Barland-Pulver, rauchloses Schießpulver aus Nitrozellulose, einem salpetersauren Salz und Kohle, bisweilen durch Kampfer gelatinisiert, dient in England als Jagdpulver.
 
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Johnst., bei Tiernamen Abkürzung für Georg Johnston (spr. dschonnst'n), geb. 1798, gest. 3. Juli 1855 als Arzt in Berwick on Tweed; schrieb: »History of British sponges and lithophytes« (1842); »History of British zoophytes« (2. Aufl. 1847, 2 Bde.); »Introduction to conchology« (1850; deutsch von Bronn, Stuttg. 1854); »Natural history of the eastern borders« (1. Teil: »Botany«, 1854).
 
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Johnston (spr. dschonnst'n, Cornwallis), Koralleneiland, südwestlich von der Hawaïgruppe, unter 17° nördl. Br. und 168°40' westl. L., 2 qkm groß, mit Ankerplatz in der Lagune und Guanolagern, weshalb die Insel 1859 von Hawaï, dann von Amerikanern aus San Francisco, aber 1892 von den Engländern in Besitz genommen wurde.
 
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Johnston (spr. dschonnst'n), 1) James, Chemiker, geb. 1796 in Paisley, Schüler von Berzelius, war seit 1833 Professor in Durham, wo er 18. Sept. 1855 starb. Er schrieb: »Lectures on agricultural chemistry and geology« (1842, 2 Bde.; 17. Aufl. von Cameron und Aikman, 1894); »Contributions to scientific agriculture« (1849); »Treatise on experimental agriculture« (1849); »Notes on North America« (1851, 2 Bde.); »Chemistry of common life« (1854 u. ö.; mehrfach deutsch, zuletzt von Dornblüth, 2. Aufl., Stuttg. 1887).
   2) Albert Sidney, General der Konföderierten von Nordamerika, geb. 3. Febr. 1803 in Washington (Kentucky), gest. 6. April 1862 bei Pittsburg Landing, trat 1826 als Leutnant in das Heer, diente im mexikanischen Kriege, wurde 1849 Kriegszahlmeister und 1855 Oberst eines Reiterregiments, an dessen Spitze er 1857 gegen die Mormonen ausrückte und 1. April 1858 in die Stadt der Heiligen am Salzsee einzog. Beim Ausbruch des Bürgerkrieges ging er als Brigadegeneral zu den Südstaaten über. Nachdem er bei Bull-Run mitgefochten, wurde er nach Tennessee entsendet, um die dortigen Freischaren zu organisieren, ward aber bei Fort Donelson geschlagen und hinter den Tennessee zurückgeworfen. Nachdem ihm Beauregard zu Hilfe gekommen, erfolgte die Schlacht von Shiloh, in der J. getötet wurde. Vgl. W. Johnston, Life of general Albert Sidney J. (New York 1879).
   3) Alexander Keith, engl. Kartograph, geb. 28. Dez. 1804 in Kirkhill bei Edinburg, gest. 9. Juli 1871 zu Ben Rhyding in Schottland, besuchte, für das medizinische Fach bestimmt, die Edinburger Hochschule, wendete sich aber bald der Geographie zu, erlernte die Kupferstecherkunst und die modernen Hauptsprachen und bereiste fast alle Länder Europas sowie Ägypten und Palästina. Nach der Rückkehr begann er seine kartographischen Unternehmungen mit der Herausgabe seines »National atlas« (1843), der mehrere Auflagen erlebte. Seine Forschungen hauptsächlich auf Humboldt und Ritter gründend, gab er 1848 einen »Physical atlas of natural phenomena« heraus, von dem 1850 ein Auszug und 1856 eine erweiterte Ausgabe erschien. Es folgten sein vielverbreitetes »Dictionary of geography« (1855, mehrfach aufgelegt); »Atlas of the historical geography of Europe« und »Chart of the geographical distribution of health and disease« (1852); der vorzügliche »Royal Atlas of modern geography« (1855; neue Ausg. 1896, 56 Karten), sein zweites Hauptwerk; »Atlas of the United States of North America« (1857) und eine Reihe von Schulatlanten und Wandkarten, die zum Teil zahlreiche Auflagen erlebten.
   4) Joseph Eccleston, General der Konföderierten in Nordamerika, geb. 3. Febr. 1807 in Cherry Grove (Virginia), gest. 21. März 1891 in Washington, war General Scotts Adjutant im Seminolenkrieg, befehligte im mexikanischen Krieg ein Regiment freiwilliger Voltigeurs und avancierte 1860 zum Generalquartiermeister. Im April 1861 schloß er sich den Südstaaten an und ward 1862 zum Oberbefehlshaber der Truppen in Virginia ernannt, aber bei Seven Pines 31. Mai 1862 schwer verwundet. 1863 versuchte er vergebens Vicksburg zu entsetzen und ward 14. Mai bei Jackson zurückgeschlagen. 186364 führte er die Armee von Tennessee, wurde aber Schritt für Schritt durch halb Georgia gedrängt. Dieser dreimonatige Rückzug gilt als ein Meisterwerk der Feldherrenkunst. Als Sherman 1864 den kühnen Marsch durch Georgia antrat, stellte sich J. ihm bei Resaca, Allatoona Paß und Kenesaw entgegen, wurde aber überall zurückgedrängt und mußte sich nach Atlanta zurückziehen, wo er im Juli das Kommando an General Hood abgeben mußte. Erst im Februar 1865 wurde er wieder an die Spitze der Reste der konföderierten Truppen in Südcarolina gestellt und kämpfte geschickt und hartnäckig gegen Sherman. Nach Lees Übergabe streckte er 27. April bei Durham's Station mit 27,000 Mann die Waffen und erhielt für sich und seine Truppen eine ehrenvolle und vorteilhafte Kapitulation. Er lebte seitdem in Savannah und benutzte seinen Einfluß dazu, den Wiederanschluß an die Union zu fördern. J. schrieb: »Narrative of military operations conducted by him during the war between the States« (New York 1874). Vgl. Johnson, A memoir of life and public service of Joseph E. J. (Baltimore 1891).
   5) Alexander Keith, engl. Geograph und Reisender, Sohn von J. 3), geb. 24. Nov. 1844 in Edinburg, gest. 28. Juni 1879 in Afrika, unternahm 1874 bis 1875 eine Forschungsreise nach Paraguay und wurde 1878 von der Londoner Geographischen Gesellschaft mit einer Expedition nach dem Nyassa- und Tanganjikasee betraut. Von Sansibar aus besuchte er erst Usambara, brach dann 14. Mai 1879 von Dar es Salam auf, starb aber schon in Berobero, etwa 200 km landeinwärts, während sein Begleiter Joseph Meyers Thomson (s. d.) die Expedition zu Ende führte. J. schrieb: »The surface zones of the globe« (Edinb. 1870); den Band »Afrika« für Stanfords »Compendium of geography and travel« (Lond. 1878); »Physical, historical, political and descriptive geography« (5. Aufl. 1896). Seine Biographie befindet sich in Thomsons Reisewerk (1881).
   6) Sir Harry Hamilton, engl. Afrikareisender, geb. 12. Juni 1858 in Kennington bei London, unternahm

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1876 aus Gesundheitsrücksichten eine Reise nach Spanien, Portugal und den Balearen, auf der er neben der Malerei sprachliche und zoologische Studien trieb. 1879 bereiste er Nordafrika, 1882 begleitete er Lord Mayo nach Mossamedes und in das Ovamboland und ging dann den Kongo bis Bolobo aufwärts. 1884 besuchte er den Kilimandscharo. 188588 machte er als englischer Vizekonsul Forschungen im Kamerungebiet, bestieg zweimal den Kamerunberg und befuhr den Rio del Rey. 1889 zum Konsul für das portugiesische Ostafrika ernannt, machte er eine Reise nach dem Nyassa-, Rikwa- und Tanganjikasee. 1891 ging er als Generalkonsul nach Britisch-Zentralafrika, wo er die Sklavenjäger am Nyassasee bekämpfte. 1897 wurde er Generalkonsul in Tunis, und 18991901 war er Gouverneur von Uganda. Er schrieb: »The River Congo from its mouth to Bolobo« (1884, neue Ausg. 1895); »The Kilima-Njaro expedition« (1886; deutsch, Leipz. 1886); »Livingstone and the exploration of Central Africa« (1891); »British Central Africa« (1897, 2. Aufl. 1899); »History of the colonisation of Africa by allen races« (1899; deutsch, Heidelb. 1902); »The Uganda Protectorate« (1903, 2 Bde.; neue Ausg. 1904); »The Nile quest: Record of the exploration of the Nile« (1903). Nach seinen eignen Zeichnungen veröffentlichte er das Bilderwerk »British mammals« (1903, 16 Tafeln).
   7) Georg, Naturforscher, s. Johnst.
 
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Johnstone (spr. dschonnst'n), Fabrikstadt in Renfrewshire (Schottland), am Cart, 5 km südwestlich von Paisley, mit Flachs- und Baumwollindustrie, Maschinenbau und (1901) 10,502 Einw. Dabei Kohlengruben.
 
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Johnstonpresse, eine in ihrem Bau den Münzpressen ähnliche, von dem Engländer Johnston erfundene Presse zum Druck von Tiefgravierungen in Kupfer und Stahl, angeblich mit einer Leistungsfähigkeit von 810,000 Drucken im Tage, bei einem Druckformat von 85: 112 mm. Sie wird von der Maschinenbaugesellschaft Örlikon bei Zürich gebaut.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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