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Johannisminne bis Johanniswürmchen (Bd. 6, Sp. 286)
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Artikelverweis Johannisminne, s. Meyers Johannisweihe.
 
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Johannisnacht, s. Meyers Johannisfest.
 
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Johannisorden, verschiedene Orden, Brüderschaften, Kongregationen etc., die meist den Apostel Johannes zum Schutzpatron wählten. Der geistliche Ritterorden von St. Johannes dem Täufer und St. Thomas wurde um 1205 in St.-Jean-d'Acre von Kreuzrittern zum Schutz der Pilger und zur Bekämpfung der Ungläubigen gestiftet, breitete sich über Italien und Spanien aus und machte sich durch Kämpfe gegen die Mauren berühmt. Nachdem der Orden seinen Sitz in Palästina verloren hatte, wurde er den Johannitern einverleibt; nur in Spanien lebte noch ein Zweig als St. Thomasorden fort.
 
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Johannissegen, s. Meyers Johannisweihe.
 
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Johannistag, s. Meyers Johannisfest.
 
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Johannistänzer, s. Meyers Tanzwut.
 
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Johannisthal, Dorf im preuß. Regbez. Potsdam, Kreis Teltow. mit Station Niederschöneweide-J. Knotenpunkt der Linien Berlin-Königswusterhausen und Niederschöneweide-J.-Spindlersfeld, hat Denkmäler Friedrichs d. Gr. und des Kaisers Wilhelm I., einen Park und (1900) 2685 Einw. Die Kolonie J. wurde 1753 von Friedrich d. Gr. angelegt.
 
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Johannistrieb, ein neuer Austrieb der Bäume im Sommer (Prolepsis). Dann auch bildliche Bezeichnung für Liebesneigungen, die, über die Zeit der Jugend hinaus, noch im spätern Alter erwachen. In Frankreich hat man dafür die Bezeichnung: été de la Saint-Martin, ebenso in Italien: estate di S. Martino.
 
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Johannistrunk, s. Meyers Johannisweihe.
 
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Johannisweihe, der Gedächtnistag Johannis des Evangelisten (27. Dezember), an dem man in den katholischen Kirchen Wein (Johannistrunk) zu weihen pflegt, der vor Vergiftung und andrer Gefahr schützen soll, weil jener Heilige den ihm von den Heiden dargereichten Giftbecher, aus dem in den Darstellungen eine Schlange aufzüngelt, ohne allen Schaden geleert haben soll. Dieser geweihte Wein wird auch zum Abschiedstrunk vor Reisen, zum Versöhnungstrunk und als Hochzeitstrank für die Brautleute aufbewahrt, weshalb er auch Johannissegen oder Johannisliebe (Johannisminne) heißt. Dieser, wie ein im evangelischen Süddeutschland (24. Juni) getrunkener Johannisbecher erinnern an die den alten germanischen Göttern und Göttinnen dargebrachten Gedächtnis- oder Minnetränke (s. Meyers Gesundheittrinken). Vgl. Zingerle, Johannissegen und Gertrudenminne (Wien 1852).
 
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Johanniswürmchen (Glühwürmchen, Lampyris Geoffr.), Gattung der Weichkäfer (Malacodermata), Käfer mit kugeligen, großen, zusammenstoßenden Augen, kurzen Fühlern, halbkreisförmigem Thorax, dünnen, biegsamen Flügeldecken beim Männchen,

[Bd. 6, Sp. 287]


die Weibchen ohne Flügeldecken und Hinterflügel, larvenähnlich. Von den etwa 20 europäischen Arten ist L. splendidula L. (kleines J.) 9 mm lang, graubraun. mit zwei glasartigen Fensterflecken auf dem Halsschild, beim weißgelben Weibchen mit zwei Läppchen hinter dem Halsschild. Die wurmförmige Larve hat sechs gespreizte Beine, einen sehr kleinen Kopf und am letzten Hinterleibsring eine Art von vorstreckbarem Trichter, den das Tier als aufsaugendes Werkzeug benutzt, um sich von dem Schleim der Schnecken, die ihm zur Nahrung dienen, zu reinigen. L. noctiluca L. (großes J.), 11 mm lang, hell pechbraun, ohne Fensterflecke, das Weibchen ohne Flügelstümpfe. Diese Art findet sich besonders in Westeuropa und Süddeutschland, an buschigen Orten in der Nähe von Wasser; das Männchen fliegt leuchtend an warmen Sommerabenden um Johannis und sucht das Weibchen, das leuchtend im Grase sitzt. Nach der Begattung erlischt das Leuchtvermögen. Das Weibchen legt seine gelben Eier an die Ei de, die bald auskriechenden, nur schwach leuchtenden Larven überwintern und verpuppen sich wenige Wochen vor der Schwärmzeit. Vgl. die Abbildung und Artikel »Leuchtkäfer«.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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