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Johanna d'Arc bis Johannes der Priester (Bd. 6, Sp. 281 bis 283)
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Artikelverweis Johanna d'Arc, s. Meyers Jeanne d'Arc.
 
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Johanna von Anjou, s. Meyers Johanna 3) und 4).
 
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Johannes (Johann, hebr. Jehochanán [»Gottesgabe«], griech. Ioannes), 1) J. der Täufer, eine von der christlichen Sage schon früh mit Vorliebe erfaßte und in möglichst nahe Beziehung zu Jesus von Nazareth gebrachte, nichtsdestoweniger aber wahrhaft geschichtliche Gestalt. Er trat in der Wüste Juda und am untern Jordan als Asket und Prophet auf, sammelte Jünger um sich und verkündigte die Nähe des von den alten Propheten geweissagten Reiches Gottes, aber so, daß er als Vorbedingung für dessen Kommen Buße und Bekehrung forderte und der Verpflichtung dazu durch das Symbol der Wassertaufe im Jordan Ausdruck gab. Auch auf Jesus Meyers Christus (s. d.) übte J. einen tiefgehenden Einfluß aus, wie ihn jener denn auch geradezu für seinen Vorläufer erklärte, in dessen tragischem Ende er die Weissagung des eignen Geschickes erkannte (Matth. 17,11 f.; Mark. 9,12 f.). Dieses Ende bringen die Evangelien mit der Geschichte der Herodias (s. d.) in Verbindung. Anders berichtet Josephus (Antiqu. XVIII, 5,2) den Hergang, indem er als Motiv der Enthauptung des J. auf der Bergfestung Machärus (spätestens 34 n. Chr.) die Furcht vor der durch seine Reichspredigt hervorgerufenen Volksbewegung angibt, welch letztere leicht zu einer Umwälzung hätte führen können. Vgl. Köhler, Johannes der Täufer (Halle 1884).
   2) J. der Apostel, einer der Vertrauten Jesu, Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome, Bruder des ältern Jakobus, trieb das Gewerbe seines Vaters am See Genezareth und gehörte zu den Erstberufenen in Jesu Nachfolgeschaft. Die synoptischen Evangelien schildern ihn und seinen Bruder als heftige. ehrgeizige, sogar zur Gewalttat neigende »Donnerskinder«, während das seinen Namen tragende vierte Evangelium in ihm den sanften und treuen Lieblingsjünger sieht, der selbst beim Tode Jesu in dessen Nähe ausharrt und von dem sterbenden Meister die Weisung empfängt, sich der Mutter desselben als Sohn anzunehmen. In der Urgemeinde hat er als eine der »Säulen«, der Autoritäten der judenchristlichen Richtung, eine führende Stellung eingenommen. Daß er mit seinem Bruder Jakobus von Juden getötet wurde, läßt sich aus Mark. 10,19 in Verbindung mit einer bestimmten Angabe bei Papias (s. d.) von Hierapolis wahrscheinlich machen. Der spätern

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kirchlichen Überlieferung zufolge soll er nach Kleinasien übergesiedelt sein und von Ephesos aus eine oberhirtliche Tätigkeit entfaltet haben. Daß er unter Domitian auf die Insel Patmos verwiesen worden und unter Nerva zurückgekehrt sei, beruht auf Offenb. 1,9 und hängt zusammen mit der Annahme, daß der Verfasser der Apokalypse mit dem Jünger Jesu identisch sei. Aber sowohl diese Annahme wie überhaupt die Tradition von dem ephesinischen Aufenthalt eines Zwölfapostels haben in neuer Zeit starke Anfechtung erfahren, und man will in der judenchristlichen Autorität, die nach den Zeiten des Apostels Paulus in Ephesos unter dem Namen J. auftritt und wahrscheinlich in der Apokalypse sich bezeugt, sogar einen andern J. finden, den der gegen 150 schreibende Papias den Presbyter J. nennt. Dann wären auf diesen J. auch die kirchlichen Zeugnisse zu beziehen, denen zufolge J. zu Ephesos als der letzte der Apostel während der Regierung Trajans eines natürlichen Todes gestorben sein soll. Im Verlauf der zweiten Hälfte des 2. Jahrh. verdichtet sich diese Form der Johannislegende, und die spätere Kirche hat sie noch mehr ausgeschmückt. In der katholischen Kirche ist der 27. Dezember sein Gedächtnistag. Den Namen des Apostels J., als des Verfassers, tragen in unserm neutestamentlichen Kanon ein Evangelium, drei Briefe und eine prophetische Schrift, die Apokalypse oder Offenbarung des J.
   Das Evangelium des Johannes unterscheidet sich wesentlich von den drei ältern Evangelien. Es gibt in großen Zügen einerseits ein Gemälde des Widerstreits der Welt gegen die in dem menschgewordenen Gottessohn geoffenbarte Wahrheit, anderseits ein Bild der innern Beseligung der Auserwählten, die sich ihm als dem Lichte des Lebens hingeben. Nicht Taten und Aussprüche, vom Gedächtnis bewahrt, sind dem Verfasser die Hauptsache, sondern Ideen, von der Spekulation erzeugt, vom Gefühl empfangen und als Glaube geboren. Soll J. dieses Buch überhaupt geschrieben haben, so müßte es erst gegen Ende seines Lebens in Ephesos geschehen sein, woselbst eine Berührung mit der alexandrinischen Spekulation, wie sie die Ausführung über den Logos (s. d.) im Anfang des Evangeliums voraussetzt, denkbar wäre. Freilich weisen innere Zeitspuren das Werk in das 2. Jahrh., vielleicht schon in die Blütezeit der Gnosis. Aus den zahlreichen Kommentaren verdienen Hervorhebung die von Lücke (3. Aufl., Bonn 1840, 1843, 1856, 3 Tle.), Tholuck (7. Aufl., Gotha 1857), Meyer (8. Aufl. von Weiß, Götting. 1893), De Wette (5. Aufl. von Brückner, Leipz. 1863), Hengstenberg (2. Aufl., Berl. 1867 bis 1870, 3 Bde.), Ewald (Götting. 1862, 2 Bde.), Luthardt (2. Aufl., Nürnb. 1875), Keil (Leipz. 1881), Westcott (Lond. 1882), Schanz (Tübing. 1889), Godet (3. Ausg., Neuchâtel 188185, 3 Bde.; deutsch, 3. Aufl., Hannov. 189092), Wahle (Gotha 1888), Bugge (deutsch, Stuttg. 1894) und H. Holtzmann (2. Aufl., Freiburg 1893). Vgl. außerdem Thoma, Die Genesis des Johannesevangeliums (Berl. 1882); O. Holtzmann, Das Johannesevangelium (Darmst. 1887); Baldensperger, Der Prolog des vierten Evangeliums (Freib. 1898); Wrede, Charakter und Tendenz des Johannesevangeliums (Tübing. 1903); Schwartz, Über den Tod der Söhne Zebedäi (Berl. 1904). S. auch Evangelium und Jesus Christus (besonders S. 247).
   Von den Briefen des J. ist der erste der bei weitem bedeutendere. Derselbe bildet ein untrennbares Seitenstück zu dem Johanneischen Evangelium und führt insonderheit die praktische Seite der dort niedergelegten Ideen aus. Er knüpft weit mehr als das Evangelium an die Verhältnisse der Wirklichkeit an und bekämpft namentlich die antinomistische Gnosis, aber der Grundgedanke ist auch hier die Realität des im Fleisch erschienenen Heils und die durch die Gemeinschaft des Glaubens und der Heiligung bedingte Liebe der Gläubigen untereinander. Die zweite und dritte Epistel sind kleine Handschreiben mit vieldeutigen Adressen. Ihr Verfasser nennt sich Presbyter, was auf die Hypothese vom Presbyter J. zurückweist.
   Die Offenbarung des J. (Apokalypse) entstand nach herkömmlicher Ansicht, als die Nähe der über Jerusalem hereinbrechenden Katastrophe und die blutige Christenverfolgung unter Nero in den Gemütern, besonders der ehemaligen Juden, die ganz Farbenglut der messianischen Hoffnungen wieder erweckten und man zuversichtlich einer in der nächsten Zukunft eintretenden allgemeinen Umwälzung entgegensah, die mit der Läuterung Jerusalems und mit Roms Untergang beginnen und mit Christi Wiederkunft, der Auferstehung der Toten und mit dem Weltgericht endigen sollte. Kleidet der Verfasser dieie Erwartungen auch in Visionen nach Art der alttestamentlichen Propheten, namentlich Da niels, ein und entlehnt von denselben seine Farben, Symbole und Bilder, so bleibt ihm doch das Verdienst der Vereinigung verschiedener Elemente zu einem Ganzen und einer gewissen Virtuosität in der symmetrischen Anordnung der Bilder und in der stufenmäßigen Entwickelung der Szenen. Als poetisches Werk hat diese Apokalypse alle Eigenschaften morgenländischer Dichtung. Der brennende Hauch des Ostens belebt ihre Bilder, eine üppige Phantasie opferte die Schönheit der Kühnheit, und das Menschlich-Ansprechende weicht dem Gigantisch-Abstoßenden. Das Buch ist frühestens zwei Jahre vor der Zerstörung Jerusalems geschrieben und setzt die Sage von dem aus dem Tode zum Leben zurückgekehrten Nero voraus. Dagegen paßt die vorausgesetzte Verfolgung der Christen wegen verweigerten Kaiserkultus eher in die Zeit Domitians, in welche die alte Kirche sie verlegte, während neuere Kritiker die doppelten Zeitspuren benutzen, um eine schichtenweise Entstehung des Ganzen auf jüdischer Grundlage wahrscheinlich zu machen. Der Verfasser nennt sich J., und die Überlieferung sieht in diesem den Apostel J., während andre den sogen. Presbyter als den Begründer der judaistisch-apokalyptischen Reaktion gegen die Paulinische Fortbildung der kleinasiatischen Gemeinden darstellen. Sprachliche und sachliche Gründe verbieten, dies Werk und das sogen. Evangelium des J. Einem Verfasser zuzuschreiben. Kommentare schrieben neuerdings Ewald (Götting. 1862), De Wette (3. Aufl. von Möller, Leipz. 1862), Düsterdieck (3. Aufl., Götting. 1877; neubearbeitet von Bousset, das. 1896), Hengstenberg (2. Aufl., Berl. 1862), Bleek (das. 1862), Volkmar (Zürich 1862), Kliefoth (Leipz. 1874), Bisping (Münster 1876), Spitta (Halle 1889), H. Holtzmann (2. Aufl., Freiburg 1893). Vgl. außerdem E. Vischer, Die Offenbarung Johannis eine jüdische Apokalypse in christlicher Bearbeitung (Leipz. 1886); J. Weiß, Die Offenbarung des J. (Götting. 1904). S. Chiliasmus und Apokalyptik.
 
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Johannes, Kaiser von Byzanz: 1) J. I. Tzimiskes, geb. um 925 in Armenien, kämpfte siegreich gegen die Araber, ermordete 11. Dez. 969 den Kaiser Nikephoros Phokas auf Anstiften der Kaiserin Theophano, die er darauf nach der Insel Prote verbannte, und nahm selbst vom Thron Besitz. Er regierte mild,

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gerecht und kraftvoll, besiegte den russischen Fürsten Swätoslaw, der das zerrüttete Bulgarenreich zu erobern suchte, machte selbst die Bulgaren untertänig und setzte ebenso glücklich die Eroberungen seines Vorgängers in Syrien und Armenien fort. Mit dem deutschen Kaiser Otto I. schloß er Frieden und sandte die Prinzessin Theophano als Gattin für dessen Sohn, Otto II. (972). Er starb schon 976, angeblich vergiftet.
   2) J. II. Komnenos, genannt Kalojohannes, Sohn des Alexios I. Komnenos, regierte von 11181143. Er kämpfte mit Glück gegen die Feinde des Reiches, namentlich gegen den Sultan von Ikonion und gegen die Petschenegen, bestätigte 1126 den Venezianern, mit denen er vorher in Krieg geraten, die von seinem Vater verliehenen Freiheiten, unterwarf 1137 auch Kilikien, nötigte den Fürsten Raimund von Antiochia, ihm den Lehnseid zu leisten, und beteiligte sich darauf an den Kämpfen in Syrien gegen den Sultan Zenki. Er starb 8. April 1143.
   3) J. III. Dukas Vatatzes, Schwiegersohn und Nachfolger des Theodor I. Laskaris in Nicäa, 1222 bis 1254, eroberte den größten Teil von Thrakien und Mazedonien, namentlich 1246 Thessalonich, nötigte auch den Despoten Michael von Epirus zur Anerkennung seiner Oberhoheit und bereitete so die Wiederherstellung des byzantinischen Kaisertums vor.
   4) J. IV. Laskaris wurde nach seines Vaters Theodor II. Tode 1258 in unmündigem Alter zum Kaiser von Nicäa erhoben, kam aber 1:. 59 in die Gewalt des Michael Paläologos, der ihn 1261 beseitigte.
   5) J. V. Paläologos, Sohn des Andronikos III. Paläologos, geb. 1332, bestieg 1341 unter der Vormundschaft seiner Mutter Anna den Thron, mußte 1347 Johannes Kantakuzenos zum Mitkaiser annehmen und kam erst nach dessen Sturz 1355 wirklich zur Regierung. Er suchte im Abendland vergeblich Hilfe gegen die Türken, wurde 1376 von seinem Sohn Andronikos gestürzt, erlangte aber 1379 mit Hilfe des türkischen Sultans Murad, dem er sich zur Tributzahlung verpflichten mußte, die Herrschaft wieder und regierte bis zu seinem Tode 1391.
   6) J. VI. Kantakuzenos, Feldherr und Staatsmann im Dienste der Kaiser Andronikos II. und Andronikos III., ließ sich nach des letztern Tod 1311 gegen dessen Sohn Johannes V. zum Kaiser ausrufen, gewann in dem darauf ausbrechenden Bürgerkriege schließlich mit Hilfe der Türken die Oberhand und nötigte 1347 den jungen Kaiser, den er mit seiner Tochter vermählte (eine zweite Tochter gab er dem türkischen Sultan Urchan zur Gemahlin), ihn zum Mitkaiser anzunehmen. Doch kam es bald zu einem neuen Bürgerkrieg, er zog sich 1355 in ein Kloster zurück und starb 1383. J. schrieb eine Geschichte seiner Zeit 132056 (hrsg. von Schopen in dem »Corpus scriptorum historiae byzantinae«, 3 Bde., Bonn 182832) und unter dem Namen Christodulos zahlreiche theologische Streitschriften. Vgl. Parisot, Cantacuzène, homme d'État et historien (Par. 1845), und die von Johannes Komnenos 1699 veröffentlichte Biographie (hrsg. von Loparev, St. Petersburg 1888).
   7) J. VII. Paläologos, Sohn Andronikos' IV., wurde von diesem, als er sich 1376 gegen seinen Vater Johannes V. empörte, zum Mitkaiser ernannt, entthronte dann 1390 seinen Großvater, wurde aber selbst noch in demselben Jahre von seinem Oheim Manuel gestürzt.
   8) J. VIII. Paläologos folgte 1425 seinem Vater Manuel bei dessen Abdankung. Gegen die Türken, die immer weiter vordrangen, suchte er Hilfe im Abendland und betrieb zu diesem Zweck die Vereinigung der morgen- und abendländischen Kirche. Er reiste selbst 1437 nach Italien und wohnte dem Konzil, das Papst Eugen IV. zuerst 1438 in Ferrara abhielt und 1439 nach Florenz verlegte, bei; dort wurde wirklich die Union abgeschlossen. J. kehrte 1440 nach Konstantinopel zurück, war aber bei dem Widerwillen des Volkes außerstande, die Union durchzuführen, und starb 1448.
 
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Johannes, Kaiser von Abessinien, geb. um 1832, gest. 9. März 1889, hieß eigentlich Kasai (Kassai) und ward vom Fürsten Gobesié von Lasta und Godscham zum Gouverneur von Tigré ernannt; 1867 aber erklärte er sich zum unabhängigen Fürsten von Tigré. Als 1868 die Engländer ihre Expedition gegen Meyers Theodor (s. d.) von Abessinien unternahmen, knüpfte Kasai Unterhandlungen mit Napier an; dieser beschenkte ihn bei seinem Abzug aus Abessinien (1. Juni 1868) mit Geschützen, Gewehren und Munition. Nachdem Kasai 14. Juli 1871 Gobesié, den Herrn über Südabessinien. bei Adua besiegt hatte, ließ er sich 21. Jan. 1872 in Axum zum Kaiser (Negus Negesti, »König der Könige«) von Äthiopien krönen und nahm dabei den Namen J. an. Nachdem er 187576 die Angriffe der Ägypter zurückgeschlagen hatte, unterwarf er 1879 auch Menelik von Schoa und 1880 Ras Adal von Godscham. Seitdem herrschte er über ganz Abessinien. Den Italienern brachte sein Feldherr Ras Alula 26. Jan. 1887 bei Dogali (Saati) eine Niederlage bei. Dann zog er gegen die Mahdisten in Galabat und fiel in der Schlacht bei Metemmeh. Sein von ihm zum Nachfolger ernannter Neffe Mangascha wurde von Meyers Menelik (s. d.) verdrängt.
 
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Johannes a Lasko, s. Meyers Laski.
 
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Johannes Bekkos, Patriarch von Konstantinopel, trat auf dem 14. allgemeinen Konzil zu Lyon 1274 für die Union zwischen Griechen und Lateinern ein, die er als Patriarch von 127582 in Wort und Schrift eifrig gefördert hat. 1283 abgesetzt, starb er 1293 im Kerker.
 
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Johannes Chrysorrhoas, aus Damaskus, deshalb gewöhnlich J. Damascenus genannt, Sohn eines Beamten bei einem sarazenischen Fürsten, verteidigte im Bilderstreit die Bilderverehrung gegen Leo den Isaurier und Konstantin Kopronymos. Auch hat er zuerst in der morgenländischen Kirche die Dogmatik als ein Ganzes systematisch dargestellt, und diese seine Darlegung des orthodoxen Glaubens in vier Büchern (»Quellen der Gnosis«) hat in der griechischen Kirche ein klassisches Ansehen gewonnen. Er starb vor 754 als Mönch im Kloster des heiligen Sabas bei Jerusalem. Die beste Ausgabe seiner griechischen Werke ist von Lequien (Par. 1712, 2 Bde.). Vgl. Laugen, J. von Damaskus (Gotha 1879); Holl, Die Sacra parallela des Johannes Damascenus (Leipz. 1897); Ermoni, Saint Jean Damascéne (Par. 1904); K. Dyobuniotes, J. der Damascener (griech., Athen 1903).
 
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Johannes Chrysostomos, s. Chrysostomos 1).
 
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Johannes Damascenus, s. Meyers Johannes Chrysorrhoas.
 
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Johannes der Priester, nach der Legende christlicher Fürst eines Reiches im östlichen Asien im 12. Jahrh., auch Indorum rex genannt; von ihm werden durch mittelalterliche Chronisten Briefe, die wahrscheinlich apokryph sind, mitgeteilt. Doch wird er auch nach Ostafrika und Äthiopien versetzt, wo ihn später die Portugiesen aufsuchten. Endlich befestigte

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sich die Ansicht, daß Abessinien das Reich J.' sei: noch im 17. Jahrh. hieß es Regnum Presbyteri Johannis. Die Sage, die zu vielen Entdeckungsfahrten Anlaß gab, bezieht sich (nach Oppert, Der Priester J. in Sage und Geschichte, 2. Aufl., Berl. 1870) auf das Reich Karakitai (der schwarzen Kitan), das kurz nach 1125 von dem aus Nordchina vertriebenen Stamm der Kitan unter Yiě lü Ta shi in der Großen Bocharei (Kaschgar) gegründet wurde. Der letzte Abkömmling Yiě lü Ta shis wurde 1201 von dem Naiman-Mongolen Kutschluk (Kushlek) gestürzt, der seinerseits Dschengis-Chan erlag. Die Karakitaier waren wahrscheinlich nestorianische Christen; den Titel ihres Fürsten, Kurchan (Volkschan), verwechselte man mit dem syrischen Juchan (»Johann«). Doch ist diese Deutung angefochten und die indische Heimat und die Echtheit der Briefe des priesterlichen Fürsten verteidigt worden. Vgl. Zarncke, Der Priester J. (Leipz. 187679, 2 Tle.).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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