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Johann von Meung bis Johanna d'Albret (Bd. 6, Sp. 279 bis 281)
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Artikelverweis Johann von Meung (Jean de Meung), Fortsetzer des »Rosenromans«, s. Meyers Französische Literatur, S. 6.
 
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Johann von Nepomuk, s. Nepomuk.
 
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Johann von Paris, eigentlich »Jean de Paris«, Oper von Meyers Boieldieu (s. d.), beruht inhaltlich auf einem französischen Roman des 15. Jahrh. (»Le Romant de Jehan de Paris«, hrsg. von A. de Montaiglon, Par. 1867), der eine freie Bearbeitung von Beaumanoirs Versroman »Jehan et Blonde« (hrsg. von Suchier in den »Œuvres poétiques de Beaumanoir«, Bd. 2, Par. 1885) ist. Dieser letztere weist durch Vermittelung des französischen Romans »Horn et Rimenhild« (hrsg. von Stengel, Marburg 1883) schließlich auf eine angelsächsische Erzählung zurück.
 
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Johann von Salisbury (spr. ßaolsbörī, Johannes Saresberiensis), engl. Geschichtschreiber des Mittelalters, geb. um 1120 in Salisbury (oder dort erzogen), gest. 25. Okt. wahrscheinlich 1180, studierte in Paris und Chartres unter Abälard und Gilbert und begleitete 1148 Papst Eugen III. nach Italien. 1153 oder 1154 nach England zurückgekehrt, trat er in den Dienst des Erzbischofs von Canterbury. Nach dem Zerwürfnis des Erzbischofs Thomas Becket, dem er sehr nahe stand, mit Heinrich II. flüchtete er nach Frankreich, kehrte erst 1170 mit Becket zurück und beschrieb nach dessen Ermordung sein Leben. Er wurde um 1174 Thesaurar des Kapitels in Exeter, 1176 aber zum Bischof von Chartres erwählt. J. war ein liebenswürdiger, sein gebildeter Prälat, kenntnisreich und aufgeklärt, als Philosoph und Theolog, als Jurist und Historiker von den Zeitgenossen gefeiert. Sein »Metalogicus«, in dem er den toten Formalismus der Scholastik scharf rügt, und sein »Polycraticus«, eine kirchlich-politische Ethik, bezeugen seine auf dem Studium des Altertums begründete Geistesbildung (Auszüge aus beiden hrsg. von R. Pauli in »Monumenta Germaniae historica«, Bd. 27). Seine Briefe sind eine wichtige Quelle für die Geschichte seiner Zeit. Auch die neuerdings aufgefundene »Historia pontificalis« (hrsg. von W. Arndt in »Monumenta Germaniae historica«, Bd. 20), eine Geschichte Papst Eugens III. bis 1152, 1164 abgefaßt, wird ihm mit größter Wahrscheinlichkeit zugeschrieben. Seine Werke sind herausgegeben von Giles (Oxf. 184748, 5 Bde.). Vgl. Reuter, Johannes von S. (Berl. 1842); Schaarschmidt, Joh. Saresberiensis (Leipz. 1862); Demimuid, Jean de Salisbury (Par. 1873); Gennrich, Die Staats- und Kirchenlehre Johanns von Salisbury (Gotha 1894).
 
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Johann von Soest, Dichter, geb. 1448 zu Unna in Westfalen, gest. 1506 in Frankfurt a. M., hieß eigentlich Johann Grumelkut, nannte sich aber nach der Stadt Soest, wo er seine Jugend verbracht hatte. 1471 wurde er Singmeister am kurfürstlichen Hof in Heidelberg. Später praktizierte er als Arzt. Außer kleinern Sachen, namentlich geistlichen Dichtungen, z. B. einem poetischen Beichtspiegel und einer in Reimen abgefaßten Autobiographie, haben wir von ihm eine Bearbeitung des niederländischen, von Heinrich van Aken verfaßten poetischen Romans »Die Kinder von Limburg«, die er für den Kurfürsten Philipp von der Pfalz 1480 verfaßte. Vgl. Pfaff in der »Allgemeinen konservativen Monatsschrift für das christliche Deutschland«, 1887 (Leipz.).
 
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Johann von Viktring (Johannes Victoriensis), mittelalterlicher Geschichtschreiber, Abt des Cistercienserklosters Viktring bei Klagenfurt 13151348, vertrauter Kaplan des Herzogs Heinrich von Kärnten und von dessen Tochter, Margarete Maultasch, dann des Herzogs Albrecht II. von Österreich, verfaßte eine wertvolle Chronik in 6 Büchern: »Liber

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certarum historiarum«, die, Herzog Albrecht II. gewidmet, auf Grund guter Quellen und in einer wohlüberlegten Anordnung die Zeit 12171344 behandelt. Herausgegeben ist sie in Böhmers »Fontes rerum germanicarum«, Bd. 1 (Stuttg. 1843), übersetzt von Friedensburg (Leipz. 1899). Vgl. Fournier, Abt J. (Berl. 1875); Mahrenholtz in den »Forschungen zur deutschen Geschichte«, Bd. 13 (Göttingen 1873) und Zur Kritik von J. von Viktrings »Liber certarum historiarum« (Halle 1878).
 
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Johann von Wesel (eigentlich Johann Ruchrath aus Oberwesel), Theolog, ward 1445 Magister in Erfurt, wo er 145657 Rektor der Universität war. Um 1460 ging er als Prediger nach Mainz, bald darauf nach Worms. Seine noch in Erfurt geschriebene »Disputatio adversus indulgentias« brachte ihn 1479 vor das Ketzergericht in Mainz. Nach einem ihm abgenötigten Widerruf starb J. 1481 im Kerker. Gegen die Abfassung des »Opusculum de auctoritate, officio et potestate pastorum« durch J. werden gute Gründe geltend gemacht. Vgl. O. Clemen, Über Leben und Schriften Johanns von Wesel, in der »Deutschen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft« (1897).
 
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Johanna, Insel, s. Meyers Komoren.
 
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Johanna, die Päpstin (Frau Jutte), war, wie die Sage berichtet, von englischer Herkunft und in Mainz geboren. In jungen Jahren wurde sie von einem Liebhaber in männlicher Kleidung nach Athen gebracht, wo sie sich eine ausgezeichnete Bildung erwarb. Später ging sie nach Rom, unter dem Namen Johannes Anglicus die männliche Rolle fortspielend, hatte zahlreiche Schüler und wurde nach dem Tode Leos IV. (855) als Johann VIII. auf den päpstlichen Stuhl erhoben. Nachdem sie über zwei Jahre regiert hatte, kam sie während eines öffentlichen Aufzugs auf der Straße zwischen dem Amphitheater und der Klemenskirche nieder. Nach einem Bericht starb sie gleich darauf, nach einem andern wurde sie abgesetzt und lebte noch längere Zeit als Büßerin. Auf dem Platz ihrer Niederkunft wurde ein Denkmal errichtet; doch vermieden seitdem die Päpste die Stelle beim Kolosseum, wo der Vorfall stattgehabt hatte. Um indessen für die Zukunft einem ähnlichen Ärgernis vorzubeugen, mußte sich, wie später hinzugefügt wird, fortan jeder Papst vor seiner Weihe auf einen durchbrochenen Stuhl setzen, um sein Geschlecht prüfen zu lassen. Diese Erzählung, die zuerst um die Mitte des 13. Jahrh., freilich in andrer Fassung, in der Chronik des Predigermönches Johannes von Mailly auftritt, der die bei ihm noch namenlose Päpstin um das Jahr 1100 ansetzt, fand Aufnahme in die Chronik des Martin von Troppau und durch diese die weiteste Verbreitung. Sie galt bis in das 17. Jahrh. als historische Wahrheit, bis David Blondel 1649 ihre Ungeschichtlichkeit darlegte. Vier Dinge haben nach Döllinger zur Entstehung der Fabel beigetragen: Der Gebrauch durchbrochener Steinsessel bei der Einsetzung eines neugewählten Papstes, ein Stein mit einer Inschrift, den man für ein Grabdenkmal nahm, eine an demselben Orte gefundene Statue mit Gewändern, die man für weibliche hielt, und die Sitte, bei Prozessionen mit Vermeidung einer auf dem Wege befindlichen engen Straße einen Umweg zu machen (vgl. Döllinger, Die Papstfabeln des Mittelalters, 2. Aufl., Münch. 1890). Die Sage lieferte den Stoff zu einem der ältesten und berühmtesten deutschen Dramen, zu Th. Schernbecks »Ein schön Spiel von Fraw Jutten« (1480, gedruckt Eisleb. 1565); in der Neuzeit dichtete A. v. Arnim ein Schauspiel: »Die Päpstin J.« (1823).
 
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Johanna, 1) Königin von Frankreich, Erbtochter Heinrichs I. von Navarra, geb. 1270, gest. 1305, floh in früher Jugend mit ihrer Mutter Blanka von Artois wegen Parteibewegungen aus Navarra, wurde am Hofe Philipps III. von Frankreich erzogen und vermählte sich 1284 mit dessen Sohn Philipp IV. (dem Schönen), wodurch Navarra mit Frankreich vereinigt wurde. Als 1297 Graf Heinrich III. von Bar, während ihr Gemahl gegen Flandern zog, ihr Heiratsgut, die Champagne, überfiel, zog sie selbst mit einem Heer ihm entgegen, schlug jenen bei Comines und nahm ihn gefangen. Von ihren sieben Kindern wurden die drei ältesten Söhne, Ludwig X., Philipp V. und Karl IV., nacheinander Könige von Frankreich.
   2) J. (Juana) die Wahnsinnige, Königin von Kastilien, geb. 1479 in Toledo, gest. 1554, Tochter Ferdinands des Katholischen und der Isabella von Kastilien, ward 1495 mit Philipp dem Schönen, Sohn Kaiser Maximilians I., vermählt; sie gebar ihm zwei Söhne, Karl V. und Ferdinand, und eine Tochter, Maria. Durch den Tod ihrer ältern Geschwister wurde sie die Erbin Spaniens und nach dem Tode ihrer Mutter 1504 Königin von Kastilien. Schon lange trübsinnig, verfiel sie nach dem Tode Philipps (1506) in unheilbare Geisteskrankheit; teilnahmlos gegen alles außer dem Andenken ihres Gemahls, brachte sie den Rest ihres Lebens auf dem Schloß Tordesillas zu. Vgl. Roesler, J. die Wahnsinnige (Wien 1870); Rodriguez Villa, La reina Doña Juana la Loca (Madr. 1892).
   3) J. I., Königin von Neapel, geb. 1326, gest. 22. Mai 1382, aus dem ältern Hause Anjou, älteste Tochter des Herzogs Karl von Kalabrien, Sohnes des Königs Robert von Neapel, und der Marie von Valois, ward nach dem Tod ihres Vaters (1328) am zügellosen Hof ihres Großvaters Robert erzogen, der sie an den damals siebenjährigen ungarischen Prinzen Andreas vermählte. Nach dem Tode Roberts (1343) bestieg J. den Thron, und als Andreas, mit dem sie in unglücklicher Ehe lebte, ebenfalls die Krönung und Anteil an der Regierung verlangte, wurde er 18. Sept. 1345 von den Anhängern der Königin, wahrscheinlich mit deren Wissen, ermordet. Um dafür Rache zu nehmen, rüstete Andreas' Bruder, König Ludwig von Ungarn, ein Heer und brach Ende 1347 nach Italien auf. J., die sich 20. August 1346 mit ihrem Geliebten, dem Prinzen Ludwig von Tarent, vermählt hatte, floh im Januar 1348 nach der Provence, und das Reich fiel in die Gewalt des Ungarnkönigs, der den Herzog Karl von Durazzo und viele andre wegen der Ermordung seines Bruders hinrichten ließ. Als er aber im Mai 1348 abgezogen war, kehrte J. im August nach Neapel zurück, nachdem sie dem Papst Avignon verkauft und ihn dadurch zu ihrer Lossprechung von aller Schuld am Mord ihres Gemahls bewogen hatte; 1350 schloß auch Ludwig einen Vertrag, kraft dessen J. im Besitz Neapels blieb. Das Land war indessen erschöpft und wurde von Söldnerbanden verwüstet; die Königin und ihr Gemahl waren ohne Ansehen. 1362 starb Ludwig von Tarent, und J. heiratete Jakob von Mallorca, der aber meist in Spanien verweilte und 1374 starb. Da Johannas eigne Kinder inzwischen gestorben waren, bestimmte sie ihre Nichte Margarete, Tochter Karls von Durazzo, zur Nachfolgerin und vermählte sie 1368 mit Karl dem Kleinen von Durazzo, dem Sohne von Margaretes Oheim Ludwig von Gravina. Karl der Kleine stand jedoch

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im Einverständnis mit Ludwig von Ungarn, der von neuem Ansprüche auf Neapel erhob. Um gegen ihn eine Stütze zu erhalten, vermählte sich J. 1376 mit dem tapfern Söldnerführer Otto von Braunschweig und verlieh ihm das Fürstentum Tarent. Als aber Papst Urban VI., den sie durch Anerkennung des Gegenpapstes Clemens VII. gereizt hatte, sie 1380 in den Bann tat und Ludwig von Ungarn und Karl von Durazzo zum Kriege gegen sie ausrief, ernannte. z. den Herzog Ludwig von Anjou, Sohn des Königs Johann des Guten von Frankreich, zu ihrem Erben und bat ihn um Hilfe. Ehe dieser jedoch erscheinen konnte, eroberte Karl von Durazzo 16. Juli 1381 die Hauptstadt, nahm die Königin mit ihrem Gemahl gefangen und ließ sie erdrosseln. So endete diese zwar von Sinnlichkeit und heftigen Leidenschaften durchglühte, aber schöne, geistvolle und hochgebildete Fürstin, eine Schülerin Petrarcas, die von Gelehrten und Dichtern gepriesen wird: eine typische Erscheinung ihres Zeitalters. Vgl. Crivelli, Della prima e della seconda Giovanna, regine di Napoli (Padua 1832); Battaglia, Giovanna I., regina di Napoli (das. 1835); Baddeley, Queen Joanna I. of Naples (Lond. 1892); Scarpetta, Giovanna I. di Napoli (Neapel 1903).
   4) J. II., Königin von Neapel, geb. 1371, gest. 2. Febr. 1435, Tochter Karls des Kleinen von Durazzo, vermählte sich 1389 mit dem Erzherzog Wilhelm von Österreich, kehrte aber nach dessen Tode 1406 an den Hof ihres Bruders Ladislaus nach Neapel zurück und ergab sich hier gleich jenem allen Ausschweisungen. Als Ladislaus 1414 gestorben war, ward J. 6. Aug. zur Königin ausgerufen. Auch als solche setzte sie ihr zügelloses Leben fort, bis sie sich 1415 mit Jakob von Bourbon, Grafen de la Marche, vermählte. Dieser ließ Johannas allmächtigen Günstling, Pandolf Alopo, enthaupten und riß alle Gewalt an sich, machte sich jedoch bei den neapolitanischen Großen bald verhaßt, mußte schon 1417 der königlichen Gewalt entsagen und sich mit dem Fürstentum Tarent begnügen und starb 1438 als Franziskaner. Der Condottiere Sforza, als Großconnetable, und Giovanni de Caraccioli waren jetzt die Günstlinge der Königin. Allein ihre Eifersucht rief neue Wirren hervor. Sforza trat in die Dienste Ludwigs III. von Anjou, der Ansprüche auf Neapel machte und in das Königreich einfiel, während J. den König Alfons V. von Aragonien adoptierte und um Hilfe anrief. Dieser zog 7. Juli 1421 in Neapel ein. Das anmaßende Betragen des Aragoniers, der Caraccioli gefangen nehmen ließ, erregte indes bald das Mißtrauen der Königin, und sie zog sich in das Kastell von Capua zurück, wo er sie belagerte. Durch Sforza befreit, erklärte sie Alfons aller Ansprüche auf Neapel verlustig und nahm 1423 Ludwig III. von Anjou an Sohnes Statt an. durch dessen Waffen die Hauptstadt wieder in ihre Hände kam. Doch behauptete sich Alfons in einem Teile des Reiches, und der Bürgerkrieg dauerte fort. Nach Ludwigs Tode 1434 übertrug J. dessen Ansprüche auf seinen Bruder René von Anjou. Vgl. Crivelli (oben, bei Johanna 3); Faraglia, Storia della regina Giovanna 11. d'Angiò (Lanciano 1904).
 
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Johanna d'Albret (Jeanne d'Albret), geb. 7. Jan. 1528, gest. 9. Juni 1572, einzige Tochter und Erbin Heinrichs II. von Navarra und Béarn, aus dem Hause Albret, das seit 1494 das Königreich Navarra durch Heirat besaß, und Margaretens von Valois, Schwester Franz' I., zeigte, trefflich erzogen, in den schwierigsten Lagen männlichen und kühnen Sinn, regierte segensreich und trat eifrig für ihren reformierten Glauben ein. 1548 vermählte sie sich mit Anton von Bourbon, Herzog von Vendôme, der ihr weder an Charakter noch an Geist ebenbürtig war. Sie gebar ihm 1553 den spätern König Heinrich IV. Durch den Tod ihres Vaters ward sie 1555 nebst ihrem Gemahl Anton, seit dessen Tode 1562 allein Herrscherin des kleinen Königreichs Navarra, das sie mit Kraft und Weisheit regierte, und wo sie die Reformation ein führte. Unter den Hugenotten besaß sie bedeutenden Einfluß und brachte in den Hugenottenkriegen große Opfer. 1572 wegen der beabsichtigten Vermählung ihres Sohnes mit Margarete von Valois an den Hof berufen, starb sie zwei Monate vor der Bartholomäusnacht, angeblich durch Gift, in Paris. Vgl. Freer, Life of Jeanne d'Albret (2. Aufl., Lond. 1861); kleinere Biographien von Pressel (Berl. 1868) und Arndt (Leipz. 1875); de Ruble, Le mariage de Jeanne d'Albret (Par. 1877), Antoine de Bourbon et Jeanne d'Albret (das. 188186, 4 Bde.), Mémoires et poésies de Jeanne d'A. (das. 1894) und J. d'Albret et la guerre civile (das. 1897, Bd. 1).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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