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Jodschwefel bis Jodviolett (Bd. 6, Sp. 264)
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Artikelverweis Jodschwefel, soviel wie Schwefeljodid.
 
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Jodsilber, soviel wie Silberjodid.
 
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Jodsilber, Mineral, soviel wie Jodit.
 
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Jodstärke, Mischung von 60 Teilen Stärkemehl mit 1 Teil Jod, das man zum Zweck besserer Verteilung in 12 Teilen Alkohol gelöst hat. J. bildet ein dunkelviolettes Pulver und ist zur medizinischen Benutzung empfohlen worden. Jod färbt Stärkemehl intensiv blau, und diese Färbung dient als empfindliches Reagens; sie verschwindet beim Erhitzen, kommt aber beim Erkalten wieder zum Vorschein, wenn das Jod nicht völlig verflüchtigt wurde; auch Sonnenlicht, Chlor, starke Basen zerstören die Färbung, und manche indifferente Salze verhindern oder verzögern ihr Auftreten. J. ist jedenfalls eine sehr lose chemische Verbindung und vielleicht nur ein Gemenge.
 
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Jodstickstoff. Verbindungen von Jod mit Stickstoff (und Wasserstoff) entstehen bei Einwirkung von Jod auf Ammoniak. Sie explodieren nach dem Trocknen auf die geringste Veranlassung sehr heftig. Auf Platten oder Saiten, die Töne mit mehr als 60 Schwingungen geben, explodiert J. beim Anstreichen derselben. Unter kaltem Wasser zersetzt er sich langsam, aber vollständig unter Bildung von Ammoniumjodid, Ammoniumjodat und Stickstoff; in direktem Licht erfolgt die Zersetzung zuletzt gewöhnlich unter Explosion. In siedendem Wasser verpufft er. Schwefelwasserstoff zersetzt ihn unter Bildung von Jodammonium, auch Chlor, Bromwasser und Mineralsäuren lösen ihn unter Zersetzung. Triazojodid N3J entsteht beim Schütteln ätherischer Jodlösung mit in Wasser suspendiertem Stickstoffsilber N3Ag als hellgelber Körper, riecht stechend, löst sich leicht in Äther und Wasser und explodiert sehr leicht.
 
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Jodtinktur (Tinctura Jodi), Lösung von 1 Teil Jod in 10 Teilen Weingeist, wird mit der Zeit sauer, indem sich Jodwasserstoffsäure bildet. Die farblose J. (Tinctura Jodi decolorata) ist eine Lösung von 10 Teilen Jod und 10 Teilen unterschwefligsaurem Natron in 10 Teilen Wasser, 16 Teilen alkoholischer Ammoniakflüssigkeit und 75 Teilen Spiritus. Beide Präparate werden medizinisch benutzt.
 
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Jodüre, s. Meyers Jodmetalle.
 
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Jodute (Tiodute, Ziojodute), nordisches Göttersymbol, Heerzeichen und Schlachtruf, wahrscheinlich der schon von den Schriftstellern der Alten erwähnte Schwertpfahl der germanischen Stämme, in Gestalt eines mit dem Griff nach oben gekehrten Schwertes. Jodut und Jedut war Feldgeschrei der Bremer und Friesen, und im lübeckschen und wismarischen Stadtrecht wurden unbefugte nächtliche Joduterufe mit Strafe bedroht. Vgl. Petersen, Zioter (Zeter) und Tiodute, der Gott des Krieges und des Rechts bei den Deutschen (in den »Forschungen zur deutschen Geschichte«, Bd. 6, Götting. 1866).
 
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Jodvasogēn, s. Vasogen.
 
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Jodvergiftung (Jodismus), die Erscheinungen, die bei übermäßigem Gebrauch von Jod und Jodpräparaten, besonders in Fabriken bei der Beschäftigung mit Jodverbindungen, vorkommen. Bei der selten vorkommenden akuten J. entsteht Magen- und Darmentzündung, Harnverhaltung, Kopfschmerz und schneller Kräfteverfall, zuweilen Nierenentzündung. Bei der medizinischen Verwendung des Jods ist die chronische J. oft nicht zu vermeiden, ihre Hauptsymptome sind Schnupfen (Jodschnupfen), Kopfschmerz und Hautpusteln (Jodexanthem, Jodacne); nebenher kommen viele unbestimmte Erscheinungen vor; außerdem beobachtet man zuweilen Schwund der Schilddrüse, der weiblichen Brustdrüsen und der Hoden. Die Behandlung erheischt sofortige Unterbrechung der Jodzufuhr und allgemeine Kräftigung des Körpers; die Vergiftungserscheinungen pflegen sich dann rasch zu verlieren.
 
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Jodviolett, s. Meyers Hofmanns Violett.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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