Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Jeysulmere bis Jhelam (Bd. 6, Sp. 253 bis 254)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Jeysulmere, ind. Staat, s. Meyers Dschaisalmir.
 
Artikelverweis 
Jez, Theodor, Pseudonym, s. Miłkowski.
 
Artikelverweis 
Jezd (Jesd), Hauptstadt der kleinen persischen Provinz J., liegt (z. T. in Ruinen) an der großen Straße Teheran-Kirman in einer von Hügeln umschlossenen Sandebene, 1333 m hoch, besteht aus zwei durch Mauern getrennten Teilen. Die betriebsamen Einwohner, 4050,000, darunter 1000 Juden, fertigen die besten persischen Seidenzeuge, Baumwollwaren, Süßigkeiten, Schuhe, Teppiche u. a. J. ist ein wichtiger Zentralpunkt des Karawanenhandels. In der Umgegend wird viel Töpferei betrieben und das beste persische Opium erzeugt. Den Parsen (in Stadt und Umgegend ca. 6500) ist nur für jeden Hausvater eine eigne heilige Feuerstätte gestattet. Die Schönheit der Frauen von J. ist in ganz Persien sprichwörtlich.
 
Artikelverweis 
Jezero (bosnisch soviel wie See), Markt in Bosnien, Kreis Trawnik, westlich von Jajce, am rechten Plivaufer und der Westseite des obern Plivasees, mit 600 meist mohammed. Einwohnern. Am 7. Aug. 1878 siegten hier die österreich-ungarischen Okkupationstruppen über bosnische Insurgenten.
 
Artikelverweis 
Jezîd (Jesid), Name mehrerer Kalifen aus dem Geschlechte der Meyers Omaijaden (s. d.). J. J., Sohn Moâwijas, bekannt als Gegner Meyers Husseins (s. d.).
 
Artikelverweis 
Jeziden (Jesiden), eine wohl nicht ganz 100,000 Köpfe starke religiöse Sekte, die in den türkischen Provinzen Aleppo, Mosul, im mittlern Kurdistan, im Sindschârgebirge, endlich im russischen Gouv. Eriwan zerstreut in Dörfern lebt. Ihre merkwürdige Religion ist ein verworrenes Gemisch von persischem Dualismus, Mohammedanismus und Christentum, verbunden mit einer eigentümlichen Verehrung des als

[Bd. 6, Sp. 254]


Vogel auf einem Leuchter dargestellten gefallenen Engels Melek Taus (daher auch der Name Teufelanbeter), der sich später mit Gott wieder vereinigen wird. Der Name »Jezidis« geht vielleicht auf das persisch-kurdische Jezd (Gott) zurück, wird aber von ihnen selbst von dem omaijadischen Kalifen Jezîd J. (s. d.) abgeleitet. Die J. scheinen mit den Kurden verwandt zu sein, auch ihre Sprache ist großenteils kurdisch. Sie gelten als tapfer, aber auch als hinterlistig und räuberisch. Ihrer Religion wegen haben sie im letzten Jahrhundert allerlei blutige Verfolgungen seitens der türkischen Behörden zu erdulden gehabt. Vgl. v. Oppenheim, Vom Mittelmeer zum Persischen Golf, Bd. 2 (Berl. 1900), wo S. 147 s. die wichtigere Literatur über die J. zusammengestellt ist.
 
Artikelverweis 
Jezierna, Marktflecken in Galizien, Bezirksh. Zloczów, an der Staatsbahnlinie Lemberg-Podwoloczyska, mit Branntweinbrennerei und (1900) 6115 (polnischen und ruthen.) Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Jezirah (hebr., »Schöpfung«), nach der Kabbala (s. d.) die dritte, aus keiner vorhanden gewesenen Materie gebildete Welt, die Welt der denkenden Substanzen; dann ein die kabbalistische Literatur eröffnendes, dem 8. oder 9. Jahrh. angehöriges, sehr geschätztes Buch (»Sefer jezira«, soviel wie »Buch von der Schöpfung«) in 6 Kapiteln, das die Grundidee: »die 10 Zahlen (sefirot) und die 22 Buchstaben (die sogen. 32 Bahnen der Weisheit) seien der Grund aller Dinge«, verarbeitet. Traditionen schreiben es dem Patriarchen Abraham oder dem Mischnalehrer Akiba zu. Ob das im Talmud erwähnte »Buch J.« mit dem jetzt vorhandenen identisch ist, ist nicht erwiesen. Bald nach seiner Entstehung ward das Buch J. philosophisch kommentiert von Saadja Gaon, Isak Israeli, Juda Halevi u. a. Herausgegeben ward es Mantua 1562, lateinisch übersetzt und erläutert von Rittangel (Amsterdam 1642); hebräisch und deutsch von v. Meyer (Leipz. 1830), von Goldschmidt (Frankf. a. M. 1894); englisch von J. Kalisch (New York 1877). Einen hebräischen Kommentar zum Buch J. von Jehuda ben Barsilai aus Barcelona (Anfang des 12. Jahrh.) gab Halberstam (Berl. 1885) heraus. Vgl. Bischoff, Die Kabbalah (Leipz. 1903).
 
Artikelverweis 
Jezupol, Marktflecken in Galizien, Bezirksh. Stanislau, an der Bystrzyca und der Staatsbahnlinie Lemberg-Czernowitz gelegen, mit einem Dominikanerkloster und (1900) 3788 ruthenischen und poln. Einwohnern.
 
Artikelverweis 
Jhansi, ostind. Bezirk und Stadt, s. Meyers Dschansi.
 
Artikelverweis 
Jhelam, indischer Fluß, s. Meyers Dschelam.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer