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Internationale Allianz der sozialistischen Demokratie bis Internationales Institut der Statistik (Bd. 6, Sp. 888 bis 890)
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Artikelverweis Internationale Allianz der sozialistischen Demokratie, s. Meyers Internationale.

[Bd. 6, Sp. 889]



 
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Internationale Arbeiterkongresse, Vereinigungen von Vertretern sozialistischer Arbeiterparteien aller Länder. Den Anstoß zu diesen Kongressen gab nach dem Untergang der Meyers Internationale (s. d.) die Zentenarfeier der französischen Revolution. In den Tagen vom 14.20. Juli 1889 wurde der erste Kongreß zu Paris in Gegenwart von 391 Delegierten aus Frankreich, Deutschland, England, Österreich, Belgien, Holland, Rußland etc. abgehalten. Weitere Kongresse fanden 1891 in Brüssel, 1893 in Zürich, 1895 in London, 1900 in Paris statt. Die Vertreter anarchistischer Gruppen waren seit 1891 von den Kongressen ausgeschlossen. Die internationalen Arbeiterkongresse stellten sich auf den Standpunkt des Klassenkampfes und erklärten sich für Vereinigung der Arbeiter der ganzen Erde zwecks Bekämpfung der kapitalistischen Herrschaft und Erlangung der politischen Macht. Im einzelnen forderten sie insbes. eine internationale Arbeiterschutzgesetzgebung, Vergesellschaftung des Eigentums, Beseitigung des Sweatingsystems, Einführung des Achtstundentags. Auf dem letzten Kongreß wurde die Errichtung eines ständigen Bureaus der sozialistischen Internationale beschlossen, das auch 1901 in Brüssel ins Leben trat. Die Verhandlungen der internationalen Arbeiterkongresse sind im Druck erschienen. Außer diesen allgemeinen Kongressen sind auch internationale Kongresse einzelner Berufszweige, insbes. der Bergarbeiter, abgehalten worden.
 
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Internationale Bohrgesellschaft, Aktiengesellschaft zur Ausführung von Tiefbohrungen nach dem Rakyschen System, hat ihren Sitz in Erkelenz an der Bahnlinie Düsseldorf-Aachen, wo ein großes Fabrikwesen zur Herstellung von Tiefbohrapparaten und den erforderlichen Utensilien zum eignen Bedarf der Gesellschaft entstanden ist. Die Aktien befinden sich nur in den Händen des Generaldirektors Raky und des Schaaffhausenschen Bankvereins. Die Gesamtbohrleistung betrug 1897: 8688 m, 1903: 61,458 m. Die Gesellschaft bohrte bisher auch für Lohn, arbeitete aber hauptsächlich auf eigne Rechnung zur Erlangung von Mutungen im Bergfreien. Sie sicherte sich einen großen Steinkohlenfelderbesitz in Westfalen, am Niederrhein, im Revier Düren-Aachen und in Lothringen und gewann auch Beteiligung an Steinkohlenfeldern in Frankreich und Belgien. Außerdem besitzt sie noch größere Komplexe von durch Mutungen gesicherten Kalisalzfeldern und Erdölterrains und ist an der Ausnutzung solcher im In- und Ausland beteiligt. In Frankreich und Österreich-Ungarn arbeitet je eine Tochtergesellschaft.
 
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Internationale Bureaus. Außer den in Bern befindlichen internationalen Bureaus (s. Meyers Artikel »Bern«, S. 709) bestehen noch weitere und zwar: 1) das internationale Bureau für Gewichte und Maße (Bureau international des poids et mesures, scientifique et permanent) zur Sicherung der Einheitlichkeit der metrischen Gewichte und Maße, errichtet in Paris auf Grund des Staatsvertrags vom 20. Mai 1875 und in Wirksamkeit seit 1876. 2) Das Zentralbureau der internationalen Gesellschaft für Geodäsie (Bureau central de l'Association géodésique internationale), gegründet 1864 in Anlehnung an das preußische geodätische Institut zu Berlin zwecks Vereinheitlichung und Unterstützung der geodätischen Arbeiten in den beteiligten Staaten, insbes. der europäischen Gradmessung; es wurde 1886 neu organisiert (s. Meyers Gradmessungen, S. 207). 3) Die zwei Bureaus in Sansibar und Brüssel zur Unterdrückung des afrikanischen Sklavenhandels (s. Meyers Sklaverei). 4) Das Bureau der internationalen Union für Veröffentlichung der Zolltarife (Union internationale pour la publication des tarifs douaniers), errichtet in Brüssel gemäß Staatsvertrag vom 5. Juli 1890 und in Tätigkeit seit 2. April 1891. Vgl. Poinsard, Les unions et ententes internationales (2. Aufl., Bern 1901).
 
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Internationale Erziehungsmittel. Der immer reger gewordene und noch werdende Weltverkehr hat den Gedanken nahe gelegt, auch für Erziehung und Bildung der Jugend, die allerdings in der Hauptsache stets national und patriotisch bleiben muß, internationale Beziehungen fruchtbar zu machen. In den Grenzgebieten mehrerer Nationen und in mehrsprachigen Staaten, wie Schweiz, Belgien etc., kam dies Interesse in engern Kreisen schon immer zur Geltung. Neuerdings ist besonders aus Frankreich die Anregung gegeben, derartige Bestrebungen zu verallgemeinern und planvoll zu gestalten. Besonders drei Wege sind zu dem Zweck empfohlen und bearbeitet worden. Der wirksamste, um Kindern die Kenntnis fremder Sprache und Sitte anzueignen, ist der Austausch der Kinder zwischen zwei Familien verschiedener Nationalität. Um diesen an pair, d. h. ohne Kostgeld von beiden Seiten und unter moralischer Bürgschaft, zu vermitteln, hat Toni Matthieu in Paris (Boulevard de Magenta 36) neuerdings einen Verein begründet, der darauf rechnet, daß entsprechende Zentralstellen auch in Deutschland, Großbritannien etc. entstehen und mit ihm zusammenarbeiten werden. Daneben kommen internationale Schülerreisen und internationaler Schülerbriefwechsel in Betracht (s. die Artikel »Schülerbriefwechsel« und »Schülerreisen«). Vgl. Fried, Internationale Erziehungsmittel (»Illustrierte Zeitung« vom 6. Aug. 1904, Nr. 3136).
 
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Internationale Gerichte, im weitern Sinne Gerichte zur Entscheidung von Streitigkeiten, an denen mehrere Nationen beteiligt sind; derartige i. G. werden gewöhnlich von Fall zu Fall zusammenberufen und durch die Wahl der beteiligten Nationen bestimmt. Der bekannte Zwischenfall von Hull (im Herbst 1904), wo russische Schiffe auf die englische Fischerflotte feuerten, ist z. B. einem derartigen internationalen Gericht zur Entscheidung unterbreitet worden. Gewöhnlich versteht man unter i. G. die (weil aus Europäern und Ägyptern zusammengesetzt) »gemischten« Gerichte erster und zweiter Instanz, die in Ägypten auf Grund völkerrechtlicher Vereinbarungen aus den Jahren 1874 und 1875 teilweise an Stelle der Konsulargerichte der verschiedenen Staaten geschaffen worden sind. Derartige i. G. erster Instanz sind in Alexandria, Kairo und Zagazik, das einzige Gericht zweiter Instanz ist der sogen. Appellhof in Alexandria. Das gesamte Personal wird von der ägyptischen Regierung angestellt, jedoch, soweit Nichtägypter in Frage sind, erst nach Anhörung der Justizminister der beteiligten Staaten. Sie urteilen namens des Chedive und als ägyptische Behörden in Zivilsachen zwischen Europäern und Ägyptern (einschließlich des Chedive und seiner Regierung), zwischen Europäern verschiedener Nationalität und über Ansprüche von Nichtägyptern auf in Ägypten gelegene Immobilien, sodann in Strafsachen über Übertretungen sowie ferner über Verbrechen und Vergehen, die gegen die gemischten Gerichte selbst oder ihre Mitglieder oder von den letztern in Ausübung oder bezüglich der Ausübung ihres Amtes begangen werden. Zugrunde zu legen

[Bd. 6, Sp. 890]


sind diesen Entscheidungen die eigens hierfür verfaßten Gesetzbücher. Vgl. Hagens, Die ägyptische Justizreform (1883); s. auch Meyers Ägypten, S. 189 f.
 
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Internationale Kommissionen, s. Meyers Untersuchungskommissionen.
 
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Internationale kriminalistische Vereinigung, s. Meyers Kriminalistische Vereinigung.
 
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Internationaler Verband zum Schutze des gewerblichen Eigentums, s. Meyers Fabrik- und Handelszeichen, S. 256.
 
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Internationales Arbeitsamt, s. Meyers Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz.
 
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Internationales Institut der Statistik (Internationales statistisches Institut), s. Meyers Statistik.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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