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Interjektion bis Interlineār (Bd. 6, Sp. 886 bis 887)
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Artikelverweis Interjektion (lat.), Gefühlswort, ein Laut oder eine Lautgruppe, welche die Gefühle des Schmerzes, der Freude, der Überraschung, der Furcht, der Entschlossenheit etc. ausdrückt, wie ach! a u! Sie gehören zu den ursprünglichsten Bestandteilen aller Sprachen.
 
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Inter jocos et serĭa (lat.), zwischen Scherz und Ernst.
 
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Interkalār (lat.), eingeschaltet; intercalaris annus, Schaltjahr; intercalaris dies, Schalttag.
 
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Interkalarfrüchte, im katholischen Kirchenrecht die Einkünfte erledigter Pfründen von der Erledigung an bis zu ihrer Wiederbesetzung. Diese Zwischenzeitsfrüchte, auf die früher die Bischöfe, ja selbst der Papst unter Umständen Ansprüche erhoben, treten jetzt dem Vermögensstock der Kirche, resp. der Pfründe hinzu, wenn sie nicht, wie z. B. in Baden, Österreich, Württemberg u. a., gewissen allgemeinen Kirchenfonds zugute kommen. Die Kosten der Vakanz werden aus den Interkalarfrüchten vorweg bestritten. In der protestantischen Kirche werden die I. vielfach den Pfarrwitwenkassen überwiesen, soz. B. in Bayern.
 
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Interkalarzinsen, soviel wie Meyers Bauzinsen (s. d.).
 
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Interkolumnĭe (lat., griech. Mesostylon), bei altgriechischen und altrömischen Tempeln der von Achse zu Achse reichende Zwischenraum zwischen je zwei Säulen, dessen Weite durch die Säulendurchmesser bedingt wird.
 
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Interkonfessionell (lat.), auf das Verhältnis der Konfessionen zueinander bezüglich, dasselbe regelnd, z. B. staatliche Gesetze.
 
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Interkostāl (lat.), zwischen den Rippen gelegen; Interkostalneuralgie, Neuralgie im Verlauf der Zwischenrippennerven.
 
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Interkurrént (lat.), dazu-, dazwischenkommend.
 
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Interlaken (v. lat. inter lacus, »Zwischen Seen, Unterseen«), Bezirkshauptort im schweizer. Kanton Bern, 567 m ü. M., am linken Ufer der Aare und an den Linien Därligen-Bönigen (Bödelibahn) und I.-Thun (Thuner See-Bahn), durch einen 2772 m langen Kanal mit dem Thuner See und durch Bergbahnen mit Grindelwald, Lauterbrunnen, Mürren und der Schynigen Platte verbunden, mit (1900) 2987 meist evang. Einwohnern. Der Ort umfaßt zunächst nur die Gebäudegruppe um das ehemalige Augustinerkloster und den südlich davon bis zum Kleinen Rugen liegenden ehemaligen Ort Aarmühle, im weitern Sinn aber das ganze Ufergelände der Aare im Bödeli, das südwärts angrenzende Dorf Matten (1594 Einw.) und das am rechten Flußufer gelegene Stadtchen Unterseen (2610 Einw.). Das milde Klima (mittlere Jahrestemperatur 8,79°, in den Monaten Juli bis September durchschnittlich 1721°), durch die Gebirgswände des Harder und Beatenbergs gegen Nordwinde geschützt und im Sommer durch die Seeluft abgekühlt, das liebliche Tal (Bödeli) und die Lage als Vorhalle der großartigen Hochgebirgswelt machen I. für Brust- und Nervenschwache zuträglich und zum Hauptquartier für die Touristen im Berner Oberland, ja selbst der Schweiz (Zahl der 1901 abgestiegenen Personen 322,345). Mittelpunkt des Fremdenverkehrs ist der Höheweg (mit großartiger Aussicht auf die Jungfrau), eine Allee herrlicher Nußbäume, an der sich eine Straße von palastartigen Hotels hinzieht. Die schönsten Ausflüge, die von I. aus gemacht werden, gehen nach der Heimwehfluh, zum Hohbühl, auf die Schynige Platte, auf den Abendberg etc. oder weiter in die Zweigtäler der Lütschine, das gletscherreiche Grindelwald und das durch 20 Wasserfälle geschmückte enge Lauterbrunnen, oder

[Bd. 6, Sp. 887]


auch nach dem nördlich vom Thuner See gelegenen Kurort St. Beatenberg (1148 m), dem Faulhorn, Gießbach, Brienz, Brienzer Rothorn, Meiringen, dem Brünig und höher in das Oberhasli (s. Meyers Hasletal), über die Grimsel zum Rhonegletscher etc. Die ganze, m der Saison außerordentlich belebte, mit Ortschaften (Unterseen, I., Matten, Bönigen, Gsteig, Wilderswil, Mülinen) besäte, wohl angebaute Ebene des Bödeli, rings von Gebirgen eingerahmt, bildet einen Talkessel der von See zu See eilenden Aare, der von Lauterbrunnen die Lütschine (jetzt in den Brienzer See geleitet) zuströmt. Neben dem Fremdenverkehr sind als Erwerbsquellen zu nennen die Holzschnitzerei und die Parkettfabrikation. I. war im Mittelalter der Sitz eines um 1130 gestifteten Augustinerklosters, das 1528 einging; das daneben entstandene Frauenkloster war schon 1484 aufgehoben. Eine Molkenkuranstalt entstand schon vor 100 Jahren. Vgl. Meyer-Ahrens, I. als klimatischer und Molkenkurort (Bern 1869); Gelpke, I. in historischer, klimatischer und ästhetischer Beziehung (das. 1870); Delachaux, Der klimatische Luftkurort I. (Interlaken 1885); »I. und Umgebungen« (Zür. 1896).
 
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Interlineār (lat.), zwischen den Zeilen geschrieben oder gedruckt; Interlinearversion, eine zwischen den Zeilen des Urtextes befindliche wörtlich genaue Übersetzung; auch soviel wie Interpolation.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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