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Intelligénz bis Intendanzkurs (Bd. 6, Sp. 881)
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Artikelverweis Intelligénz (lat.), Verständnis, Einsicht, Erkenntnis, besonders eine solche, die von der sinnlichen Wahrnehmung nicht unmittelbar abhängig oder auf sie beschränkt ist, also die verständige und vernünftige Erkenntnis; dann das Vermögen, eine solche Erkenntnis sich zu erwerben; endlich ein mit diesem Vermögen begabtes Wesen, also der Mensch im Gegensatz zum Tier.
 
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Intelligenzblätter heißen im 18. und vielfach noch im 19. Jahrh. die anfangs meist wöchentlich, später öfter und sogar täglich erscheinenden örtlichen Annoncenblätter. Während die politischen Zeitungen in Deutschland in der Regel keine gewerblichen Inserate (außer Bücheranzeigen) enthielten, sondern sich auf den politischen Nachrichtendienst beschränkten, meist sogar örtliche und binnenländische Angelegenheiten nicht besprachen und nur Nachrichten aus weiter Ferne brachten, deckten die I. das wirtschaftliche und örtliche Nachrichtenbedürfnis, brachten neben den Annoncen die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Posten, die Marktpreise der Lebensmittel, bez. die behördlichen Taxen dafür, land- und hauswirtschaftliche belehrende Artikel, Verhaltungsmaßregeln bei Epidemien etc., Unterhaltendes, sogar »gelehrte Sachen« und lokale Mitteilungen und stellen somit den Vorläufer des örtlichen und des Annoncenteils der modernen Zeitung dar. Unter den Begriff »Zeitung« fallen die I. im 18. Jahrh. nicht; der Nachdruck liegt auf dem zweiten Wortbestandteil, der in dem modernen Tageblatt noch fortlebt, da vielfach die I. den Titel »Wochenblatt« (Krefeld) oder »Tageblatt« (so 1807 das seit 1763 bestehende »Leipziger Intelligenzblatt«) angenommen haben. Der Titel lautet bisweilen auch »Intelligenzzettel« (Duisburg 1727), »Intelligenznachrichten« (Dillenburg, Köln), »Frage- und Anzeigezettel« (Dresden, Breslau) oder »Frage- und Anzeigenachrichten« (Würzburg). Das Intelligenzblatt ist anfangs nur ein Mittel, um den in einem Adreßbureau einlaufenden Angeboten und Nachfragen, die dort öffentlich ausgelegt wurden, eine möglichst große Verbreitung zu verschaffen, und deswegen heißt die Redaktion noch spät: Adreßkontor, Frage- und Nachrichtsamt, Intelligenzamt, Intelligenzbureau, Intelligenzhaus oder Intelligenzkontor. In Paris gab es ein solches Adreßbureau seit 1630, und seit 1633 gab dieses ein Annoncenblatt heraus. In Deutschland schlug der erste von der kursächsischen Regierung in Dresden und Leipzig 1718 gemachte Versuch fehl; das erste deutsche Intelligenzblatt erschien seit 1722 in Frankfurt a. M. In Preußen wurde 1727 das ganze Annoncenblattwesen verstaatlicht und blieb es bis 1850. In andern Städten entstanden I. 1728 in Basel, 1729 in Mannheim, 1730 in Dresden, 1734 in Weimar, 1737 in Breslau, 1745 in Braunschweig, 1756 in Karlsruhe, 1768 in Göttingen etc. Auch gegenwärtig ist der Name für örtliche Anzeigeblätter noch nicht völlig außer Gebrauch, er lebt z. B. noch in Berlin, Frankfurt a. M., Suhl, Stendal, Danzig, Rheinbach, Bergheim (Rheinprovinz), Arnstadt und in Bern. Vgl. Salomon, Geschichte des deutschen Zeitungswesens (Oldenb. 190002, 2 Bde.); Munzinger, Die Entwickelung des Inseratenwesens in den deutschen Zeitungen (Heidelb. 1902).
 
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Intelligenzbureau (Intelligenzkontor), s. Meyers Intelligenzblätter.
 
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Intelligenzĭa (ital.), allegorisch-didaktisches Gedicht in 309 eigenartig gebauten Strophen (nona rima) aus dem Ende des 13. oder dem Anfang des 14. Jahrh., dessen Verfasser vielleicht der Chronist Dino Compagni ist (zuletzt hrsg. von Gellrich, Bresl. 1883). Der poetische Wert des Gedichtes ist nur gering, interessant und wichtig dagegen ist es durch die Mannigfaltigkeit seines Inhalts.
 
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Intelligenzwimpel, in der österreich. Marine der internation. Signalbuchwimpel; s. Meyers Taf. »Flaggen II«.
 
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Intelligībel (lat.), nur durch Denken und intellektuelle Anschauung, nicht auf empirischem Weg erkennbar: z. B. die intelligible Welt, soviel wie übersinnliche Welt, Ideenwelt. Über intelligibeln Charakters. Charakter.
 
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Intemperánz (lat.), Unmäßigkeit.
 
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Intendánt (lat., »Aufseher, Verwalter«), Leiter eines öffentlichen Instituts, namentlich als Hofcharge Titel der Vorsteher von Hoftheatern, fürstlichen Gärten, Schlössern etc. Jetzt heißt auch bei einigen städtischen Theatern der Leiter I. Nur höhern Rang bei gleicher Stellung hat ein Generalintendant. In Frankreich war früher I. Titel der jetzigen Präfekten (vgl. Tocqueville, L'ancien régime et la Révolution, Par. 1856 u. ö.; deutsch, Leipz. 1857 u. 1867; Boyer, Les intendants de l'ancien régime, Par. 1868; Hanotaux, Origines de l'institution des intendants des provinces, das. 1884). Im Heerwesen ist I. der Vorstand einer Intendantur (s. den folgenden Artikel).
 
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Intendantūr, in Verwaltungssachen dem Kriegsministerium, in militärischen Angelegenheiten den betreffenden Truppenkommandeuren unterstellte Behörden zur Bearbeitung des Heereshaushaltes. Deutschland hat Korps- und Divisionsintendanturen. An der Spitze der erstern steht je ein Korpsintendant, dem Intendanturräte,-Assessoren und -Referendare, für den Sekretariatsdienst Sekretäre, Sekretariatsassistenten und Sekretariatsapplikanten unterstehen. Die Korpsintendantur hat 5 (manchmal 6) Abteilungen: Kassen-, Naturalverpflegungs-, Bekleidungs-, Garnisonverwaltungs- und Lazarettabteilung. Im Felde sind dem Generalintendanten die Armeeintendanten der gesondert operierenden Armeen, diesen die Korps- (früher Feld-) und Etappenintendanten mit den ihnen untergebenen Intendanturbehörden unterstellt. Vgl. Siekmann, Taschenkalender für Beamte der Militärverwaltung (Berl., jährlich); v. François, Feldverpflegungsdienst bei den höhern Kommandobehörden (das. 1904). In Österreich hat jedes Korps seine Intendanz, Frankreich hat seine Intendance militaire, in England entspricht unsrer I. ungefähr die Zivilabteilung des War office unter dem Financiel Secretary, in Rußland die Feldverwaltung der Militärtransporte. Vgl. Requisition und Proviant.
 
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Intendánz (Intendantur, lat.), Oberaufsicht, Verwaltung, Amt eines Intendanten (s. d.).
 
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Intendanzkurs und Verpflegsverwalterkurs dienen in Österreich zur Ausbildung von Offizieren etc. zu Intendanturbeamten.

[Bd. 6, Sp. 882]


 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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