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Installieren bis Instigieren (Bd. 6, Sp. 872 bis 873)
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Artikelverweis Installieren (mittellat.), einweisen, einrichten.
 
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Instánt (lat.), Bittsteller, Ansucher.
 
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Instanz (lat., von instare, »bei etwas bestehen«, eine Sache betreiben), ursprünglich Antrag, dann in der Rechtssprache das durch einen Antrag veranlaßte Verfahren oder eine bestimmte Stufe desselben. In diesem Sinne spricht man heute noch von dem Instanzenzug oder Rechtszug, von erster I., zweiter I., Berufungsinstanz etc. Absolutio ab instantia oder Entbindung von der Klage nannte man früher diejenige Meyers Abweisung der Klage (s. d.), die deren Wiederholung nicht im Wege stand. (Vgl. Einrede,Entbindung von der Klage und Gerichtsverfassung.) Übrigens wird der Ausdruck »Instanzen« auch von andern Behörden gebraucht, die zueinander im Verhältnis der Über- und Unterordnung stehen, nicht bloß von den Gerichtsbehörden, so im militärischen Schriftenverkehr Waffeninstanz, d. h. die Reihenfolge der Behörden einer Waffe, Verwaltungsinstanz etc. In der Rhetorik und Logik bezeichnet I. ein Beispiel oder einen Fall, den man zur Bestätigung oder zur Widerlegung eines Schlusses (einer Induktion),

[Bd. 6, Sp. 873]


einer zu weiten oder zu engen Erklärung etc. anführt (s. Meyers Induktion).
 
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Instanzenzug, s. Meyers Instanz und Meyers Zuständigkeit.
 
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In stătu qŭo (lat.), im gegenwärtigen Zustand; vgl. Status quo.
 
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Instaurieren (lat.), wieder instand setzen, wieder ausrichten; Instauration, Wiederherstellung.
 
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Inste (eigentlich Insate, niederd., auch Instmann), Insasse; Einlieger, Mietswohner; s. Meyers Instleute.
 
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Inster, soviel wie Gekröse.
 
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Inster, Fluß im preuß. Regbez. Gumbinnen, entspringt nordöstlich von Pillkallen, fließt in südwestlicher Richtung und vereinigt sich 2 km unterhalb Insterburg mit der Angerapp. Der durch diese Vereinigung gebildete Fluß führt den Namen Meyers Pregel (s. d.). Die I. ist 75 km lang.
 
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Insterburg, Stadt (Stadtkreis) im preuß. Regbez. Gumbinnen, an der Angerapp, die sich 2 km unterhalb der Stadt mit der Inster zum Pregel vereinigt (aber schon in I. allgemein Pregel genannt wird), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Königsberg-Eydtkuhnen, Osterode-Memel und Allenstein-I. sowie mehrerer Kleinbahnen, hat 4 evang. Kirchen, von denen die Hauptkirche mit schönen Holzschnitzereien und Deckengemälden geschmückt ist, eine kath. Kirche, eine Kirche der apostolischen Gemeinde, ein Bethaus der Baptisten, Synagoge, einen schönen Stadtpark mit dem Kriegerdenkmal und einem Denkmal des Oberbürgermeisters Korn und (1900) mit der Garnison (2 Bat. Infanterie Nr. 45,4 Eskadrons Ulanen Nr. 12, ein Feldartilleriereg. Nr. 37 u. eine Abteilung Feldartillerie Nr. 1) 27,787 Einw., davon 788 Katholiken und 350 Juden. Die Industrie beschäftigt sich mit Flachsspinnerei, Maschinen-, Ofen-, Kunststein-, Zementrohr- und Schuhwarenfabrikation, Knochen und Gipsmüllerei, Gerberei, Bierbrauerei etc. Bedeutend ist auch die Pferdezucht, für die hier das litauische Landgestüt besteht. Alljährlich finden zwei große Pferderennen statt. Der Handel, unterstützt durch eine Handelskammer und eine Reichsbankstelle (Umsatz 1903: 370,1 Mill. Mk.), ist besonders lebhaft in Landesprodukten und Pferden. I. hat ein Gymnasium (mit Realgymnasium), dessen Aula mit Freskomalereien von E. Neide geschmückt ist, Präparandenanstalt, eine Altertumsgesellschaft mit reichhaltigem Museum, einen landwirtschaftlichen Zentralverein für Litauen und Masuren mit Versuchsstation, eine Provinzialstrafanstalt und ist Sitz eines Landgerichts, des Landratsamtes für den Landkreis I., einer Spezialkommission, der Handwerkerkammer für den Regbez. Gumbinnen und den Kreis Memel sowie des Stabes der 2. Division, der 2. Kavallerie- und der 2. Feldartilleriebrigade. Die städtischen Behörden zählen 8 Magistratsmitglieder und 36 Stadtverordnete. 2 km von I. liegt die Domäne Georgenburg mit einem interessanten Ordensschloß und einem Landgestüt. Zum Landgerichtsbezirk I. gehören die sechs Amtsgerichte zu: Darkehmen, Goldap, Gumbinnen, I., Pillkallen und Stallupönen. Die ehemalige »Burg an der Inster« wurde 1337 angelegt und war zunächst Sitz eines Komturs, wurde 1374 in eine Pflege u. 1525 in ein Hauptamt umgewandelt. Der dabei entstandene Ort erhielt 1583 Stadtrechte. 1690 ward I. durch eine große Feuersbrunst heimgesucht. Vgl. Hennig, Topographisch-historische Beschreibung der Stadt I. (Königsb. 1794); Töws, Kurze Chronik der Stadt I. (das. 1883); »Urkunden zur Geschichte des ehemaligen Hauptamtes I.« (Insterb. 189597, 3 Hefte).
 
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Instigieren (lat.), anreizen, anstiften, aufhetzen; instigante diabolo, auf Anreizung des Teufels; Justigation, Anreizung, Aufhetzung.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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