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In salvo bis Insekten (Bd. 6, Sp. 857 bis 859)
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Artikelverweis In salvo (lat.), in Sicherheit, geborgen.
 
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Insanĭa (lat.), Irrsinn, Geistesstörung.
 
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Insasse, ansässiger Einwohner eines Ortes, s. Meyers Gemeindebeisassen.
 
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Insatiabel (lat., auch insaturabel), unersättlich.
 
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Insatz, ehedem in Frankfurt a. M. Bezeichnung für Hypothek (s. d.); daher Insatzklage, Bezeichnung für die hypothekarische Klage.
 
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Inschallah (arab. in schâ allâh, »wenn Allah es will«), bei den Muslimen Ausdruck der Ergebung in Gottes Fügung. Es gilt als Pflicht, diesen Ausdruck bei allem, was in der Zukunft liegt, zu verlautbaren, weil es Koran 18, 23 heißt: »Sag auch von keinem Ding: ich will es morgen tun, als nur, wenn's Gottes Wille ist«.
 
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Inschan, Gebirge am linken Ufer des mittlern Hwangho, in der südlichen Mongolei, zwischen 108 und 112° östl. L., 3040 km breit, bis 1530 m hoch, im westlichen Teil Muni Ula, im östlichen Syrunbulykgebirge genannt, 1872 von Przewalskij bereist.
 
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Inschriften (griech. Epigraphái, lat. Inscriptiones) dienten bei den alten Völkern, besonders Griechen und Römern, nicht nur als Aufschriften, um Bestimmung oder Herkunft eines Gegenstandes genauer zu bezeichnen, sondern auch in vielen Fällen, wo heute ein Schriftstück durch die öffentlichen Blätter zur allgemeinen Kenntnis gebracht wird, wie Gesetze, Verordnungen, völkerrechtliche Verträge u. a., oder wo wir ein Schriftstück in Archiven oder Kanzleien, beim Rechtsanwalt etc. niederlegen, kurz, wo es sich um öffentliche Bekanntmachung und urkundliche Aufbewahrung handelte, verwendeten die Alten I. auf Stein oder Bronze, bisweilen auch auf Holz. Der Grund lag einerseits in den im Verhältnis zu unsrer Zeit nur mangelhaften Mitteln weiterer Publizierung überhaupt, anderseits in dem Charakter des antiken Lebens, dessen Schwerpunkt in der Öffentlichkeit lag; dazu kam in Einzelfällen ein öffentliches Selbstbewußtsein, das manchen an sich unwichtigen Akten Bedeutung über Gebühr verlieh. Die griechischen und römischen I. sind bei ihrer großen, stetig wachsenden Zahl so vielseitig im Inhalt und erstrecken sich auf so mannigfaltige Lebensverhältnisse, daß es kein Gebiet der Altertumswissenschaft gibt, das nicht aus ihnen Licht erhielte. Für manche Gebiete, namentlich Entwickelungsgeschichte der Schrift und Kenntnis der Dialekte, bilden sie geradezu die wichtigste, z. T. sogar einzige Quelle. Eine summarische Übersicht der Hauptklassen mag dies deutlich machen.
   Die Urkunden zerfallen in staatliche und private. Zu den staatlichen gehören Verträge, Volks- und Senatsbeschlüsse, Erlasse oder Berichte einzelner Beamten oder Behörden. Von der ersten Art sind z. B. eine Bronzetafel aus Olympia, die im elischen Dialekt den auf 100 Jahre zwischen Elis und Heräa wahrscheinlich im 6. Jahrh. v. Chr. geschlossenen Bundesvertrag enthält, und die Tabula Bantina, gleichfalls aus Bronze, mit einem Vertrag zwischen Rom und der oskischen Gemeinde Bantia in Apulien in lateinischer und oskischer Sprache. Zur öffentlichen Ausstellung bestimmte Volksbeschlüsse oder Gesetze, in Marmor und Bronze, griechische und lateinische, sind in Menge erhalten, so die wichtige Inschrift mit dem Stadtrecht von Gortyn (j. d.) auf Kreta (etwa 400 v. Chr.), die Stadtrechte römischer Gemeinden m Spanien sowie die zahlreichen tabulae honestae missionis, für den einzelnen Soldaten auf Bronzetäfelchen ausgestellte Auszüge aus dem Gesetz, mit dem der Kaiser den Entlassenen Vergünstigungen verlieh. Auch Senatsbeschlüsse, von souveränen wie unterworfenen Gemeinden, haben wir in großer Anzahl; meist handelt es sich um Verleihung des Bürgerrechts oder sonstige Ehrungen einzelner. Unter den Kundgebungen von Staatsbeamten seien für Attika die Rechnungslegungen der Beamten erwähnt, die reiches Material für athenische Staatsaltertümer liefern, so die Marineurkunden, die Tributlisten, aus denen sich die Höhe der Beiträge ergibt, welche die Bundesgenossen nach Athen zu zahlen hatten, die Rechnungslegung der Kommission für den Bau der Propyläen. Unter den lateinischen I. ist eine der wichtigsten das sogen. Monumentum Ancyranum, eine an den Wänden eines Tempels zu Ankyra in Kleinasien (s. Angora) erhaltene Kopie des von Augustus an seinem Mausoleum in Rom angebrachten Rechenschaftsberichts über seine Regierung. Zu staatlichen Urkunden zählen ferner die Verzeichnisse von Beamten aller Art (wie die durch historische Wichtigkeit ausgezeichneten sogen. Fasti Capitolini, das unter Augustus hergestellte Verzeichnis der römischen Oberbeamten seit Beginn der Republik), von Priestern und Priesterinnen etc. und ihre Sitzungsprotokolle, die Acta der Arvalbrüder (s. d.). Die Privaturkunden sind so mannigfacher Art, daß hier in Kürze ein Bild von dieser Klasse von I. zu geben, nicht möglich ist. Wir erwähnen z. B. die zahlreichen Freilassungsurkunden auf den Fundamenten des Tempels zu Delphi, die Beschlüsse von Privatkorporationen, womit diese verdiente Mitglieder durch Ehrendekrete auszeichneten, die aus italischen Städten erhaltenen Verzeichnisse von Grundstücken mit den auf Anlaß der milden Stiftungen Trajans für Waisen darauf gegen Erbzins angelegten Kapitalien. Auch Testamente, Schenkungen, Kauf- und Mietskontrakte finden sich unter dieser Klasse. Hierher gehören ferner die mancherlei öffentlichen und privaten Bekanntmachungen, wie z. B. die auf Schauspiele bezüglichen und die Dipinti zu Pompeji, mit Farbe geschriebene Ankündigungen auf den Straßenwänden der Häuser, großenteils Wahlprogramme, und andres mehr. Ebenso mannigfach ist die zweite Hauptabteilung der I. im engern Sinne oder Aufschriften, die Weih-, Ehren- und Grabinschriften. Die ersten sind für sakrale Altertümer, für Kenntnis der religiösen Seite des antiken Lebens wie für Mythologie eine wichtige Quelle. Die Ehreninschriften sind großenteils Aufschriften auf Sockeln von Ehrenstatuen, für römische Geschichte und Staatsrecht besonders von Wichtigkeit, da darauf die Laufbahn des Geehrten, d. h. die verwalteten Ämter, in chronologischer Reihenfolge ausgeführt werden. Die bei weitem zahlreichste Klasse sind die oft metrischen Grabinschriften, die trotz ihrer Einfachheit, da sie oft nur Namen und Heimat des Toten nennen, doch von den Verhältnissen der Bevölkerung, z. B. ihrer Mischung, ihrer Dichtigkeit, dem Grade ihres Wohlstandes, ein treues Bild geben. Dazu kommen die Aufschriften auf Grenzsteinen, Meilensäulen, Maßen und Gewichten sowie endlich die Stempel, namentlich von Ziegeln. Endlich gehört hierher noch die große Masse inschriftlicher Vermerke, wie sie unberufene Hände zu allen Zeiten an vielbesuchten Orten als Andenken zurücklassen, z. B. die zahlreichen

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auf der Memnonssäule oder die Inschrift von Abu Simbal in Nubien aus dem 7. Jahrh. v. Chr., die ein griechischer Söldnerführer auf den Beinen eines Kolosses eingekratzt hat. Schließlich noch die sogen. Graffiti, die Wandkritzeleien der Häuser in Pompeji, des mannigfaltigsten Inhalts (Wahlagitationen, Liebesgrüße, Karikaturen mit spottenden Bemerkungen).
   Die Verbreitung der I. nach Zeit und Ort hängt eng mit der Entwickelung des antiken Lebens zusammen; daher auch die griechischen I. an Alter den lateinischen weit voraus sind. Zu den ältesten bekannten griechischen gehören neben der oben erwähnten von Abu Simbal auf den Inseln Thera (Santorin) und Melos (Milo) gefundene, die vielleicht noch älter sind. Die griechischen I. der ältesten Zeit sind noch in epichorischer Schrift, d. h. in dem ortsüblichen Alphabet, geschrieben und zeigen in der altertümlichen Gestaltung der Buchstaben, teilweise auch in der Schreibung der Zeilen von rechts nach links oder abwechselnd nach rechts und nach links noch deutlich die Entlehnung der Schrift von den Phönikern. Von den römischen I. reichen nur wenige über das 3. Jahrh. v. Chr. hinaus. Zu den ältesten gehören die der Scipionengrabmäler. Abwärts könnte eine Zeitgrenze zwischen Altertum und Mittelalter für griechische wie lateinische nur willkürlich angesetzt werden. Die geographische Verbreitung entspricht in ihrer größern oder geringern Dichtigkeit im ganzen der Bedeutung, welche die einzelnen Länder und Städte in politischer Hinsicht und im Handelsverkehr früher oder später eingenommen haben. Für die griechischen I. ist demgemäß das eigentliche Griechenland Mittelpunkt. Hier ist wiederum Attika durch die zahlreichsten und wichtigsten von Solons Zeit an vertreten. Lateinische I. im eigentlichen Griechenland sind selten. In Asien, abgesehen von den altgriechischen Kolonien an der Küste, wie überhaupt in den erst durch Alexander d. Gr. hellenischem Einfluß erschlossenen Ländern, finden sich griechische I. auch erst seit dieser Zeit, daneben ebenfalls wenig lateinische, doch im Westen und Norden überwiegen diese. Auch Sizilien hat neben ziemlich vielen griechischen wenig lateinische; in Süditalien stellt sich das Verhältnis schon anders. Im übrigen Italien sind natürlich lateinische I. häufig, griechische nur vereinzelt, mit Ausnahme von Rom und Umgebung, die, wie sie an lateinischen I. unglaublich reich sind, auch eine große Zahl griechischer haben, aber fast nur aus der Zeit der Herrschaft Roms über Griechenland. In den übrigen römischen Ländern, Nordafrika, Spanien, Frankreich, England, den Rhein- und Donauprovinzen, sind griechische I. selten. Die verschiedene Menge der lateinischen entspricht der größern oder geringern Romanisierung, wie z. B. Britannien fast nur I. von römischem Militär aufzuweisen hat.
   Sammlung und wissenschaftliche Verwertung der griechischen I. hat schon im Altertum stattgefunden. Bereits Aristoteles erkannte die Wichtigkeit der I. über die dramatischen Aufführungen für die Literaturgeschichte, wie denn seine »Didascaliae« ganz auf solchen beruhten. Namentlich in alexandrinischer Zeit wurden für verschiedene Zwecke Sammlungen angelegt. Für die lateinischen I. dagegen ist aus dem Altertum mehr als gelegentliche Benutzung nicht bekannt. Die ältesten handschriftlichen Sammlungen gehören der karolingischen Zeit an, so die 80 I. aus Rom enthaltende des Anonymus von Einsiedeln (um 800), die Mailänder Sylloge palatina christlicher Epigramme. Nach langer Pause folgen die stadtrömischen Sammlungen des bekannten Cola di Rienzi (um 1344), des Humanisten Poggio (1380 bis 1459) und die auf Reisen im Orient, in Griechenland, Dalmatien und Italien zusammengebrachten griechischen und lateinischen I. des Kaufmanns Cyriacus von Ancona (13911457). Groß ist die Zahl epigraphischer Sammler, die im 15. und 16. Jahrh., namentlich in Italien und Deutschland, teils umfassende, teils lokale Sammlungen veranstalteten, so die stadtrömische des Francesco degli Albertini, gewöhnlich mit dem Namen des Buchdruckers Mazochi bezeichnet (1521). Die erste systematische Sammlung der lateinischen I. großen Stils gab Martin Smetius (Antwerp. 1588). Leider fällt in die gleiche Zeit das Treiben systematischer Fälscher, wie namentlich des Pirro Ligorio aus Neapel (gest. 1583), der Tausende von I. gefälscht hat, deren Unechtheit erst erheblich später erkannt wurde. Während die Zahl der lateinischen I. stetig zunahm, war der Gewinn für die griechischen zunächst bei weitem geringer, weil in den alten Hellenenländern wenig geistiges Leben mehr herrschte und unter der Türkenherrschaft Fremden meist der Zutritt verschlossen war. Erst die sich allmählich ausbildenden diplomatischen Beziehungen erschlossen auch diese Länder Forschern und gelehrten Reisenden (etwa seit dem 16. Jahrh.), und von da an datiert eine Reihe Sammlungen griechischer I. Was auf dem Gebiete der lateinischen Epigraphie Ligorio, das leistete auf dem der griechischen der Abbé Michael Fourmont (gest. 1745) in schamlosen Fälschungen. Den Gedanken, das bisherige Material an lateinischen wie griechischen I. zum ersten Corpus inscriptionum zu vereinigen, faßte J. J. Scaliger und ließ ihn durch Gruter ausführen (»Inscriptiones antiquae totius orbis romani«, Heidelb. 1603). Es folgten bis Ende des 18. Jahrh. noch elf größere Sammlungen, von Doni, Gudius, Reinesius, Spohn, Fabretti, Gori, Muratori, der eine neue Zusammenfassung versuchte (»Novus thesaurus veterum inscriptionum«, Mail. 173542, 4 Bde.), Maffei, Passionei, Oderici, Donat. Der Masse der falschen, schlecht überlieferten und interpolierten I. gegenüber forderte zuerst Scipione Maffei (16751755) Zurückgehen auf die Originale und Ausschluß alles Verdächtigen. Die von ihm für die lateinischen I. begonnene systematische Kritik setzten dann fort Gaetano Marini (17421815) und Bart. Borghesi (17811860) und seine Nachfolger und schufen so der Epigraphik sichern Boden.
   Für die griechischen I. wurde der eigentliche Schöpfer und Begründer der epigraphischen Disziplin A. Böckh (s. d. 2). Auf seine Veranlassung unternahm die Berliner Akademie der Wissenschaften die Herausgabe sämtlicher erreichbaren griechischen I. in dem »Corpus inscriptionum graecarum«. Die Bearbeitung des 4 Bände umfassenden Werkes (Berl. 182877) besorgte Böckh anfangs allein, später I. Franz, E. Curtius und A. Kirchhoff. Die gewaltige Zunahme des inschriftlichen Materials im Laufe der Zeit veranlaßte eine neue Sammlung. Dieses großartige Unternehmen, an dem sich seit 1903 auch die französische Akademie beteiligt, umfaßt bis jetzt: »Corpus inscriptionum atticarum« (von Kirchhoff, Köhler und Dittenberger, 4 Bde., Berl. 187396, nebst Appendix, Defixionum tabellae Atticae von Wünsch, 1897); »Inscriptiones Graecae antiquissimae praeter atticas in Attica repertas« (von Röhl, 2. Aufl. 1898); »Inscriptiones graecae Siciliae et Italiae etc.« (von Kaibel, 1890); »Inscriptiones Graeciae septentrionalis« (3 Bde., von Dittenberger,

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189297); »Inscriptiones graecae insularum Maris Aegaei« (von Hiller v. Gärtringen und Paton, Lfgn. 15,18951903); »Inscriptiones Peloponnesi et insularum vicinarum« (1. Bd. von Fränckel, 1902). Parallel mit dem Berliner »Corpus« läuft die von Newton und Hicks veröffentlichte »Collection of ancient greek inscriptions in the British Museum« (Oxford 1874). Die zahlreichen Einzelsammlungen entziehen sich hier der Erwähnung, zumal sie nach und nach in das Berliner »Corpus« übergehen. Außerdem kommen für die griechischen I. noch zahlreiche Zeitschriften in Betracht, namentlich die vom Kaiserlich deutschen archäologischen Institut herausgegebenen »Mitteilungen« und das »Bulletin de correspondance hellénique« der Ecole française d'Athènes. Eine für Studienzwecke ausgezeichnete Auswahl bietet Dittenbergers »Sylloge inscriptionum graecarum« (2. Aufl., Leipz. 18981901, 3 Bde.; Supplement 1903 ff.). Eine Sammlung der griechischen Dialektinschriften gibt Collitz heraus (Götting. 1884 ff.).
   Ebenso hat die Berliner Akademie ein »Corpus inscriptionum latinarum« begründet. Die Seele des Unternehmens war Th. Mommsen, der den Plan entworfen, die Bearbeitung geleitet und z. T. selbst ausgeführt hat. Zugrunde gelegt ist gleichfalls die geographische Einteilung. Erschienen sind bis jetzt: Bd. I (Berl. 1863, 2. Aufl. 1893), die I. aus der Zeit der Republik, von Mommsen (dazu ein von Ritschl 1862 herausgegebener Tafelband mit den Denkmälern in Faksimiles); II (1869), Spanien, von E. Hübner (1. Supplement 1892); III (1873), Asien, griechische und Donauprovinzen, von Mommsen, Hirschfeld, Domaszewski (Supplemente 18891902); IV (1871), Wandinschriften von Pompeji, Herculaneum und Stabiä, von Zangemeister (Supplement 1898); V (187277, 2 Tle.), Oberitalien, von Mommsen; VI (187694, 5 Tle.), I. der Stadt Rom, von Bormann, Henzen, Hülsen und de Rossi; VII (1873), England, von Hübner; VIII (1881, 2 Tle.), Afrika, von Wilmanns (Supplement von Cagnat und Schmidt, 189194); IX u. X (1883), süditalische Landschaften, Sizilien und Sardinien, von Mommsen; XI (2 Bde., 1888), Mittelitalien, von Bormann; XII (18881901), Südfrankreich (Gallia Narbonensis), von Hirschfeld; XIII (18991901), Gallien und Germanien, von Hirschfeld und Zangemeister; XIV (1887), Altlatium, von Dessau; XV (2 Tle., 189199), stadtrömische I. auf allerlei Gerät (sogen. instrumentum domesticum), von Dressel. Eine Ergänzung des Werkes bilden »Exempla scripturae epigraphicae latinae a Caesaris dictatoris morte ad aetatem Iustiniani« von Hübner (Berl. 1885), Schriftproben von ca. 1200 I. mit Kommentar. Den Zwecken des »Corpus« dient die »Ephemeris epigraphica« (Berl. 1872 ff.). Die lateinischen christlichen I. des Altertums sind gesammelt für Rom von de Rossi (Rom 185788, 2 Bde.), für Frankreich von Le Blant (Par. 185665, 2 Bde.), für Spanien (Berl. 1871, Supplement 1900) und Britannien (das. 1876) von Hübner, für die Rheinlande von F. X. Kraus (Freiburg 189093, 2 Tle.). Zur Einführung in das Studium der lateinischen I. bestimmt ist die Sammlung von Wilmanns (»Exempla inscriptionum latinarum«, Berl. 1873, 2 Bde.). Das inschriftliche Material für die italischen Dialekt inschriften enthalten die Werke von Aufrecht und Kirchhoff (»Die umbrischen Sprachdenkmäler«, Berl. 1849 bis 1851, 2 Bde.), Mommsen (»Die unteritalischen Dialekte«, Leipz. 1850), Fabretti (»Corpus inscriptionum Italicarum antiquioris aevi«, Turin 1867), Zvetaieff (»Sylloge inscriptionum Oscarum«, Petersburg 1878, »Inscriptiones Italiae mediae dialecticae«, Leipz 1884, und »Inscriptiones Italiae inferioris dialecticae«, Moskau 1886); Pauli-Danielsson (»Corpus inscriptionum etruscarum«, Bd. 1, Leipz. 1902). Vgl. Larfeld, Griechische Epigraphik, und Hübner, Römische Epigraphik, in I. v. Müllers »Handbuch der klassischen Altertumswissenschaft«, Bd. 1 (2. Aufl., Münch. 1891); Larfeld, Handbuch der griechischen Epigraphik (bisher nur Bd. 2, Leipz. 18981902). Von der Akademie der Wissenschaften zu Paris herausgegeben, erscheint seit 1881 auch ein »Corpus inscriptionum semiticarum«. Über die altpersischen Keilinschriften in Asien s. Meyers Keilschrift; die hieroglyphischen I. in Ägypten s. Hieroglyphen.
 
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In Schutz nehmen, s. Meyers Wechsel.
 
Artikelverweis 
Insectivŏra (lat., »Insektenfresser«), Ordnung der Säugetiere (s. Meyers Insektenfresser); auch eine Abteilung der Meyers Handflügler (s. d.); ferner soviel wie Insektenfressende Pflanzen.
 
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Insekten (Kerbtiere, Kerfe, Hexapoden, Insecta, Hexapoda; hierzu Tafel Meyers »Körperteile der Insekten I und II« mit Erklärungsblatt), die oberste Klasse der Meyers Gliederfüßer (s. d.), luftatmende Tiere, deren Körper in der Regel deutlich in Kopf, Brust und Hinterleib gesondert ist und drei Bein-sowie meist auch zwei Flügelpaare hat (Tafel I, Fig. 3). Der Kopf trägt auf der Oberseite Augen und Fühler, auf der Unterseite die Kauwerkzeuge. Die Fühler (Fühlhörner, Antennen) sind gegliedert, aber in Form und Größe sehr verschieden (s. Abbildung bei »Antennen«). Den Mund (Textfig. 14, S. 860) umgeben die Kauwerkzeuge, nämlich die unpaare Oberlippe, die ihn von vorn her bedeckt, und drei Paar seitlich bewegliche Kiefer, die beiden Oberkiefer (Mandibel), Unterkiefer (Maxilla) und die aus der Verschmelzung von zwei Kiefern hervorgegangene Unterlippe (zweites oder hinteres Maxillenpaar), die den Mund von hinten deckt (Tafel I, Fig. 2). Die meist sehr kräftigen Oberkiefer entbehren des Tasters, während die übrigen Kiefer je einen solchen (Kiefer-, resp. Lippentaster) tragen. Diese Grundform der Freßwerkzeuge gilt für die beißenden und kauenden I. (besonders Geradflügler und Käfer), bei den stechenden, saugenden und leckenden ist sie stark abgeändert. Bei den Hautflüglern sind Unterkiefer und Unterlippe zum Auflecken von Flüssigkeiten sehr verlängert; bei den Schmetterlingen legen sich die Unterkiefer zu einem Rüssel zusammen, während die übrigen Teile verkümmern; bei den Zwei- und Halbflüglern sind die Kiefer zu Stechorganen, die Unterlippe dagegen zu einem Saugrüssel umgewandelt (Fig. 14), durch dessen seinen Kanal der Speichel in die Wunde fließt, während durch einen weitern Kanal die Nährflüssigkeit aus der Wunde aufgesaugt wird. Der Brustabschnitt (Thorax) besteht aus drei Segmenten, dem Pro-, Mefo- und Metathorax, doch schließt sich dem letztern mitunter noch der erste Hinterleibsring fest an (Tafel I, Fig. 3). An den Beinen, von denen jeder Brustring ein Paar trägt, und die je nach ihrer Verwendung als Lauf-, Schwimm-, Grab- etc. Werkzeuge verschiedene Gestalt zeigen, unterscheidet man fünf Abschnitte, nämlich Hüfte, Schenkelring, Schenkel, Schienbein und Fuß; letzterer endet mit Krallen, Klauen, Haftlappen etc. (Tafel I, Fig. 1). Die nur dem ausgebildeten Insekt zukommenden Flügel stehen am Rücken des Mefo-, resp. Metathorax als Vorder-, resp. Hinterflügel. Vielfach ist

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nur ein Paar gut entwickelt, das andre bleibt klein oder geht verloren, was übrigens auch mit beiden Flügeln der Fall sein kann (Aptera) und zwar in beiden Geschlechtern (Wanzen, Läuse u. a.) oder nur in einem von beiden (Blattläuse, manche Schmetterlinge u. a.). Nur die apterogenen (apterygoten) I. (s. Apterogenea) besitzen niemals Flügel. Vorder- u. Hinterflügel arbeiten beim Flug zusammen, wozu besondere Hakenvorrichtungen an ihnen vorhanden sein können, auch wird bei manchen I. nur ein Paar verwendet, u. die Vorderflügel schützen als Deckflügel (Elytra) die Hinterflügel. Entsprechend ihrer Entstehung als Hautfalten bestehen die Flügel aus zwei eng aneinander liegenden Platten, die außen mit Härchen od. Schuppen (bei Schmetterlingen) bedeckt sein können. Zwischen den Platten verlaufen Tracheen und zeichnen sich auf der Oberfläche als sogen. Rippen oder Adern ab, deren Anordnung von den Systematikern zur Unterscheidung der Gattungen und Arten benutzt wird. Bei den Fliegen und Mücken, den sogen. Zweiflüglern, sind die Hinterflügel in kleine, gestielte Bläschen, die Schwingkölbchen oder Halteren (s. d.), umgewandelt, die mit Hautsinnes organen reich ausgestattet und offenbar für die Orientierung beim Flug und als Gleichgewichtsorgane von Bedeutung sind. Der gliedmaßenlose Hinterleib (Abdomen) besteht aus höchstens zehn Segmenten (Ringen), die sich aus einer Rücken- und Bauchplatte sowie aus Seitenplatten zusammensetzen. Alle diese Teile sind durch weiche, dehnbare Gelenkhäute verbunden, so daß der Hinterleib einer starken Ausdehnung (z. B. beim Weibchen in der Periode der Eierproduktion) fähig ist. Die hintern Körperringe tragen häufig Anhänge um den After oder die Geschlechtsöffnung, die als Legescheiden, Legebohrer, Giftstachel (Textfig. 5 und Fig. 1 bei »Bienen«, S. 836), Afterzangen etc. dienen. Der After liegt am Ende des letzten Ringes, die Geschlechtsöffnung einige Ringe mehr nach vorn an der Bauchseite. Die Haut der I. besteht aus einer Zellenlage und der von ihr abgeschiedenen Chitinschicht, die dünn und weich bleiben, aber auch sehr dick und fest werden kann. Die Färbung der Haut ist äußerst mannigfaltig und hängt vom Chitin oder der Zellenschicht ab, häufig liegt ihr kein Farbstoff, sondern eine Interferenz des Lichtes zugrunde (z. B. bei den Prachtkäfern). Der Darmkanal (Textfig. 5) beginnt mit der zwischen den Mundteilen liegenden Mundhöhle, in welche die oft recht umfangreichen Speicheldrüsen münden; daran schließt sich Schlund und Speiseröhre, welch letztere in der Brust liegt und sich zu einem Kropfe erweitern kann. Hierauf kann ein wie der übrige Vorderdarm mit Chitin ausgekleideter u. mit festen Leisten und Zähnen besetzter Kaumagen und sodann ebenfalls im Hinterleib der eigentliche Magen (Chylusmagen) folgen und auf ihn der mehr oder weniger scharf abgesetzte Darm (Tafel I, Fig. 6 u. 10). An der Grenze von Magen und Darm münden in letztern eine Anzahl (zwei oder mehr, selbst Hunderte) langer, fadenförmiger Blindschläuche, die sogen. Meyers Malpighischen Gefäße (s. d.), die harnartige Stoffe absondern und also den Nieren entsprechen (Textfig. 5 und Tafel I, Fig. 6). Am After sind oft noch besondere Drüsen vorhanden, deren ätzendes oder übelriechendes Sekret ebensowohl wie der Kot als Verteidigungswaffe dient. In der Haut sondern Wachsdrüsen Sekrete ab, die z. B. bei Zikaden den Leib mit flockigem Wachs (Puder) einhüllen. Ferner sind hier noch die Spinndrüsen zu nennen, zwei lange, im Hinterleib liegende Blindschläuche, die durch Umwandlung eines Speicheldrüsenpaares entstanden und vor allem bei den Larven, zumal der Schmetterlinge, stark entwickelt sind. Ihr Ausführungsgang mündet auf der Unterlippe; sie sondern ein an der Luft zu einem Faden gerinnendes Sekret ab, das in Form von Geweben und Hüllen den Larven und besonders den Puppen zum Schutz dient (s. unten). Bei Wanzen finden sich in Brust oder Hinterleib eigentümliche

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Stinkdrüsen vor. Endlich besitzen viele Weibchen von Hautflüglern im Hinterleib Giftdrüsen (Textfig. 5), deren in einer besondern Blase aufbewahrter Saft durch Muskeldruck in den Giftstachel entleert und so in die Stichwunde gebracht werden kann. Das von dem Herzbeutel (Pericardium) umgebene Herz (Rückengefäß) liegt im Hinterleib auf der Rückenseite nahe der Haut, ist durch Quereinschnürungen in Kammern geteilt und verlängert sich nach vorn in die bis zum Kopf reichende Aorta (Tafel I, Fig. 4 u. 10). Das meist farblose Blut (mit Blutkörperchen) strömt durch seitliche Öffnungen in die Kammern ein, wird durch Zusammenziehung des Herzens in die Aorta getrieben, ergießt sich dann frei in den Leibesraum und strömt von da in den Lücken zwischen den Organen wieder zum Herzen. Diese Vereinfachung des Kreislaufs erklärt sich aus der Form und Anordnung der Atmungswerkzeuge, die sich als luftführende, durch einen Spiralfaden gestützte Chilinröhren, Tracheen (s. d.), an und in allen Organen verzweigen und ihren Luftbedarf durch Spalten in der Körperhaut (Atemlöcher, Stigmen) erhalten (Tafel I, Fig. 6,7 u. 9). Die Stigmen liegen auf der Grenze zweier Körperringe, fehlen aber am Kopf; der Thorax besitzt meist zwei, das Abdomen höchstens acht Paare. Wasserbewohnende Larven von Käfern, Fliegen etc. haben aber oft nur zwei Stigmen am Ende des Hinterleibes oder auch gar keine (sogen. geschlossenes Tracheensystem); in letzterm Fall gelangt die im Wasser enthaltene Luft in die Tracheen entweder durch besondere blattartige oder fadenförmige Kiemen (Tracheenkiemen, Tafel I, Fig. 5 u. 8), oder durch den Darm, oder endlich durch die gesamte Haut. Gute Flieger haben an den Tracheen besondere kleine Säcke (Tracheenblasen), die vor dem Flug voll Luft gepumpt werden (Tafel I, Fig. 6). Der Fettkörper (corpus adiposum) findet sich besonders reichlich während der Larvenzeit zwischen den Eingeweiden vor und besteht aus fetthaltigen Zellen, an denen sich zahlreiche, überaus seine Tracheen verästeln. Er ist in erster Linie ein Reservestoffbehälter, der bei der weitern Entwickelung zur Ausbildung der Organe verwendet wird. In ihrem Bau schließen sich dem Fettkörper die Leuchtorgane der Leuchtkäfer an, paarige, zarte Platten an der Bauchfläche des Thorax oder Abdomens, die teils aus blassen, eiweißreichen, teils aus körnchenreichen, harnsäurehaltigen Zellen bestehen, zwischen denen sich Tracheen und Nerven in äußerst reichen Verzweigungen ausbreiten.
   Das Nervensystem (Textfig. 6 u. Tafel I, Fig. 4,6 u. 10) besteht aus Gehirn und Bauchstrang. Letzterer setzt sich bei sehr vielen Larven und manchen ausgebildeten I. aus einer Kette von Ganglien (im Thorax drei, im Hinterleib bis zu acht) zusammen, von denen jedes das ihm zugehörige Körpersegmentsamt Anhängen (Beinen etc.) versorgt. Bei vielen I. verschmelzen die Hinterleibsganglien miteinander und auch mit den drei Brustganglien, so daß im stärksten Fall der Verkürzung der Bauchkette nur eine einzige Nervenmasse in der Brust existiert. Das Gehirn liegt im Kopf und ist besonders in seinem obern Stück (dem Oberschlundganglion) stark ausgebildet, am vollkommensten bei den seelisch am höchsten stehenden Hautflüglern; es entsendet die Sinnesnerven und scheint der Sitz der seelischen Tätigkeiten zu sein. Das untere Stück (Unterschlundganglion) versorgt die Mundteile mit Nerven und scheint die Bewegungen zu regeln. Außerdem entspringt vom Gehirn das System der Schlundnerven (mit dem Stirnganglion), und in der Nähe eines Ganglions der Bauchkette zweigt sich ein zusammenhängender Nervenstrang ab, ähnlich dem Sympathikus der Wirbeltiere. Augen besitzen fast alle I., und zwar zusammengesetzte oder Netzaugen und einfache Punktaugen oder Ocellen (s. Tafel Meyers »Auge I«, Fig. 35). Letztere stehen meist zu dreien auf dem Scheitel (Scheitelaugen, z. B. Textfig. 2). Die beiden nur selten fehlenden oder durch einfache Augen ersetzten Netzaugen, auch wegen der aus vielen einzelnen Flächen (Facetten) bestehenden Hornhaut facettierte Augen genannt, liegen an beiden Seiten der Stirn und breiten sich nicht selten über einen großen Teil des Kopfes aus; sie haben oft mehrere tausend Facetten, die ebensoviel Einzelaugen entsprechen. Diese entwerfen nicht ein Bild des ganzen Gegenstandes auf der Netzhaut, sondern wirken bei der Entwerfung des Bildes zusammen, das sich so mosaikartig aus vielen Punkten zusammensetzt (vgl. Auge, Bd. 1, S. 104). Bewegungen nehmen die I. besser wahr als Formen. Die Punktaugen dienen wohl zum Sehen in nächster Nähe. Als Hörwerkzeuge besitzen manche Heuschrecken am Hinterleib oder an den Schienen der Vorderbeine besonders umgewandelte, mit Nerven- und Resonnanzapparat versehene Hautstellen und ähnliche, aber einfachere Apparate (Chordotonalorgane) kommen auch bei andern I. vor (Tafel II, Fig. 28). Der Tastsinn wird vorzugsweise durch die Fühler, die Taster der Mundteile und die Tarsenglieder der Beine, aber auch durch Anhänge der gesamten Haut, z. B. die Tastborsten am Körper zarter Insektenlarven, vermittelt (Tafel II, Fig. 1). Riechwerkzeuge kommen, wie es scheint, allgemein vor und haben ihren Sitz auf der Oberfläche der Fühler meist in besondern Grübchen. Zahlreiche I. erzeugen willkürlich Laute, und zwar meist durch Reiben von Körperteilen aneinander, z. B. der Schenkel an den Flügeln oder des einen Flügels am andern (Henschrecken, Tafel II, Fig. 3,4 u. 7) oder der Hinterleibsringe an den Flügeldecken (Käfer) etc. Eine Art Trommel haben die Männchen mancher Zikaden am Anfang des Hinterleibes; Maikäfer, Bienen, Fliegen u. a. besitzen in den Stigmen dünnhäutige Zungen, die beim Flug vibrieren und zusammen mit dem Eigenton der schwirrenden Flügel das Summen hervorbringen. Die Fortpflanzung der I. ist zweigeschlechtlich. Die männlichen und weiblichen Organe werden schon im

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Embryo angelegt, entwickeln sich jedoch erst in der letzten Periode des Larvenlebens oder im Puppenzustand und treten fast immer nur bei dem vollendeten Insekt in Funktion, wenn sie nicht (wie bei den meisten weiblichen Individuen der gesellig lebenden I.) überhaupt unausgebildet bleiben. Männchen und Weibchen unterscheiden sich auch äußerlich: gewöhnlich sind erstere schlanker, mit vollkommenern Sinnesorganen, größern Fühlern, schönerer Färbung versehen und bewegen sich leichter und schneller. Bisweilen bleiben die Weibchen flügellos und larvenähnlich, doch kann auch das Verhältnis umgekehrt sein. Hode und Eierstock sind fast immer paar, aber in sehr wechselnder Form und Zahl vorhanden (Tafel II, Fig. 9 u. 10). Samen und Eier gelangen in die paaren Samen-, resp. Eileiter und werden entweder (nur bei den Eintagsfliegen) direkt nach außen entleert, so daß also für jedes Geschlecht ein Paar Öffnungen vorhanden sind, oder treten in einen unpaaren Gang und von da aus in das gleichfalls unpaare Begattungsorgan (Rute, resp. Scheide) ein. Daran finden sich noch Drüsen zur Produktion verschiedener Sekrete. Am weiblichen Apparat ist häufig ein Behältnis für den aufgenommenen Samen (receptaculum seminis) vorhanden, in dem derselbe oft jahrelang lebendig und tauglich bleibt. So wird z. B. die Bienenkönigin nur einmal begattet, obwohl sie monate- und jahrelang befruchtete Eier hervorbringt. Die Eier werden bei ihrem Durchgang durch den Eileiter befruchtet, indem aus jenem Behälter ein wenig Same austritt. Bei zahlreichen I. entwickeln sich aber auch unbefruchtete Eier teils zufällig, teils regelmäßig und oft sogar mehrere Generationen hindurch. So findet sich Parthenogenese gesetzmäßig bei Schmetterlingen und Blattläusen, Bienen, Wespen, Gall- und Blattwespen. Aus den unbefruchteten Eiern entstehen im allgemeinen beide Geschlechter; bei den in Tierstaaten lebenden Hymenopteren (Bienen etc.), wie es scheint, jedoch nur Männchen. Bei den Blattläusen u. a. folgt auf eine oder mehrere solcher eingeschlechtlichen Generationen (während der also nur Weibchen vorhanden sind) stets eine zweigeschlechtliche Generation mit Männchen und Weibchen (s. Meyers Generationswechsel). Von einigen Mücken (Cecidomyia, Miastor) sind bereits die Larven fortpflanzungsfähig, indem sich in ihrem Innern junge Larven auf Kosten des Fettkörpers und der zerfallenden Organe der Mutterlarve entwickeln. Nur wenige I. gebären lebendige Junge, die übrigen legen die Eier (vgl. Tafel Meyers »Eier« [Bd. 5, S. 418], Fig. 1316) ab. Die Entwickelung des Embryos währt je nach der Temperatur verschieden lange. Am Hinterleib der Embryonen treten Anlagen von Gliedmaßen auf, ein Hinweis auf die Abstammung der I. von Tieren, die wie die Tausendfüßer an allen Segmenten Gliedmaßen trugen.
   Die dem Ei entschlüpfende Larve wandelt sich meist erst durch viele Häutungen und Metamorphosen in die Form des geschlechtsreifen Tieres (Imago) um (Tafel II, Fig. 1120). Dieser Übergang vollzieht sich bei der sogen. unvollkommenen Metamorphose (ametabole, bez. hemimetabole I.: Apterogenea, Halbflügler, Geradflügler) allmählich; auch bleibt dabei das Tier beweglich, frißt, erhält mit zunehmender Größe Flügelstummel etc. Die Larve besitzt dabei entweder schon annähernd die gleiche Lebensweise wie das vollendete Insekt, oder weicht auch hierin wesentlich ab und lebt, wie z. B. die Larven der Eintagsfliegen und Libellen, im Wasser. Bei der vollkommenen Metamorphose (metabole, bez. holometabole I.) verwandelt sich dagegen die Larve zunächst in eine ruhende, keine Nahrung aufnehmende Puppe (Chrysalide, Chrysalis), aus der nach mancherlei Umformungen der innern Organe das geflügelte Insekt (Imago) ausschlüpft. Die Larven dieser I. weichen in Gestalt, Lebensweise und Ernährungsart sehr stark von den Geschlechtstieren ab; auch besitzen sie häufig Gliedmaßen an Körperteilen, an denen solche später fehlen. Wurmförmige Larven ohne Gliedmaßen und auch wohl ohne besondern Kopf heißen Maden, solche mit deutlichem Kopf und Thorax sowie mit drei Paar Füßen an letzterm Raupen; diese haben häufig auch am Hinterleib Fußstummel (Bauchbeine, Bauchfüße. Afterfüße, Nachschieber, Tafel II, Fig. 15). Die Larven nehmen reichliche Nahrung auf, die als Reservematerial besonders im Fettkörper niedergelegt wird. Nach mehrfachen Häutungen, von denen auch die Haut des Vorder- und Hinterdarms betroffen wird, verpuppen sie sich, verfertigen oft mit ihren Spinndrüsen über oder unter der Erde ein schützendes Gespinst (Kokon), worin sie unter Abstreifung der Haut zur Puppe werden. Bei dieser liegen die äußern Körperteile des geflügelten Insekts entweder frei (pupae liberae), oder unter der hornigen Puppenhaut (pupae obtectae), oder selbst noch unter der letzten Larvenhaut (pupae coarctatae, Tafel II, Fig. 1320). Nach Beendigung der Puppenzeit arbeitet sich die Imago aus der Hülle hervor, breitet durch Blutdruck und lebhaftes Einatmen von Luft die Flügel etc. aus, die alsbald völlig erhärten, entläßt den in der frühern Periode angesammelten Harn und ist nun zur Fortpflanzung bereit. Bezüglich der Rolle der I. in der Natur kommt zunächst ihr Verhältnis zu den Pflanzen in Betracht. Da sie sich größtenteils von solchen nähren, treten sie als Schädlinge der Pflanzen auf. Manche I. bevorzugen bestimmte Pflanzenarten oder nähren sich überhaupt nur von diesen, während andre ihre Nahrung von ganz verschiedenen Pflanzen beziehen. Von den Wurzeln der Pflanzen nähren sich in den meisten Fällen nur die Larven, so die der Schnell- und Blatthornkäfer (Engerling der Maikäfer), wie auch die mancher Lauf- und Rüsselkäfer, die dadurch alle oftmals große Verheerungen anrichten. Auch die Larven mancher Fliegen und Schmetterlinge nähren sich von Pflanzenwurzeln, doch bevorzugen die meisten Larven die oberirdischen Teile. Einzelne Raupen und Fliegenmaden leben in Pflanzenstengeln, wohin das Insekt seine Eier ablegte, so die Hessenfliege in Weizenhalme; besonders berüchtigt aber sind in dieser Beziehung die Käferlarven, speziell die der Borkenkäfer, die den ernährenden Bast zerstören und denen oft ganze Wälder zum Opfer fallen. Zumeist sind es die grünen Blätter und jungen Triebe der Pflanzen, die den I. zur Nahrung dienen, und hier kann man außer Blattwespenlarven, Schmetterlingsraupen, Käfern und Geradflüglern so ziemlich Vertreter aller Insektenordnungen anführen, besonders gefährlich aber werden den Pflanzen die in großen Scharen auftretenden I., wie Heuschreckenschwärme, Termiten und Blattschneiderameisen. Gallwespen u. a. erregen an Blättern, Blattknospen und andern Pflanzenteilen Gallen und anderweitige Erkrankungen (s. Meyers Gallen), Larven der Rüsselkäfer richten in den Körnern der Hülsenfrüchte und des Getreides oft große Zerstörungen an, wie dies übrigens auch eine Schmetterlingsraupe, nämlich die der Kornmotte, tun kann;

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desgleichen finden sich Raupen, sogen. Obstmaden, in unsern Früchten (vgl. die Artikel »Forstinsekten, Gartenschädlinge, Landwirtschaftliche Schädlinge«). Großen Nutzen haben die Pflanzen durch die I., die als Übertrager des Pollens bei deren Befruchtung eine äußerst wichtige Rolle spielen. Viele Pflanzen kommen bei aller Gunst des Klimas und des Bodens in gewissen Gegenden nicht fort, weil dort die I. fehlen, die in der Heimat der Pflanze die Befruchtung besorgen. Pflanzen und I. haben sich für diese Verhältnisse gegenseitig angepaßt, und so sind für gewisse Pflanzenarten ganz bestimmte Insektenarten als Befruchter nachzuweisen (Weiteres s. Meyers Blütenbestäubung). Manche I. schützen auch gewisse Pflanzen vor ihren Feinden, wie die Ameisen, welche die Imbaubabäume (Cecropien) Südamerikas vor den Angriffen der Blattschneiderameisen bewahren.
   Das Verhältnis der I. zu den Tieren besteht vielfach darin, daß sie diesen zur Nahrung dienen, doch kommen hierbei die niedern Tiere so gut wie gar nicht in Betracht, erst die Spinnen nähren sich von I. Ganz besonders aber führen die I. unter sich einen sehr lebhaften Krieg, denn die Räuber unter ihnen suchen ihre Beute mit Vorliebe unter den pflanzenfressenden I., so die Raubkäfer und manche Hautflügler, verschmähen aber auch andre Tiere, wie Würmer und Weichtiere, nicht. Schlupfwespen legen ihre Eier ins Innere andrer I., z. B. der Schmetterlingsraupen, ab, von deren Körpersubstanz sich dann die Larven nähren. Hierdurch werden manche I., besonders Schlupfwespen, nützlich, indem sie schädliche I. vertilgen. Gewisse I., wie die zuzeiten in großen Schwärmen auftretenden Eintagsfliegen, aber auch deren Larven, wie die der Libellen und Mücken, dienen den Fischen zur Nahrung. Einen wesentlichen Bestandteil der Nahrung bilden aber die I. besonders für die auf dem Lande lebenden Amphibien, desgleichen für die Reptilien und Vögel; sogar unter den Säugetieren finden sich Insektenfresser, so die ganze diesen Namen führende Ordnung, außerdem noch Gürteltiere, Schuppentiere, Ameisenfresser und manche Affen. Für den Kulturmenschen kommen die I. als Nahrungsmittel nur indirekt, nämlich ihres Honigs wegen, in Betracht, während allerdings manche wilde Völkerschaften Heuschrecken und Ameisen direkt als Nahrungs- oder Genußmittel verwenden. Gewisse I., wie die Spanische Fliege, der Maiwurm, manche Ameisen wurden oder werden noch als Arzneimittel benutzt; andre, wie die Kochenille-Schildlaus, ganz besonders aber die Seidenraupe, sind dem Menschen von großem Nutzen. Indirekt nützlich erweisen sich die I. auch dadurch, daß sie verwesende Substanzen vertilgen und wohl auch, wie die sogen. Totengräber, faulende Tierkörper unter den Erdboden versenken. Schädlich werden die I. Menschen und Tieren auch als Parasiten, von denen Flöhe, Wanzen, Läuse und auch gelegentlich Fliegenlarven in Betracht kommen. Als Parasiten treten I. bei Säugetieren und Vögeln, als Larven auch bei manchen wirbellosen Tieren auf, und zwar liefern die Ordnungen der Halbflügler, Zweiflügler, Hautflügler, Fächerflügler, Flöhe und Pelzfresser vor allen Dingen die Parasiten.
   Die I. stehen in ihren seelischen Lebensäußerungen auf hoher Stufe, wie aus den Handlungen hervorgeht, die bei den Vereinigungen zahlreicher Individuen zu gemeinsamem Wirken in sogen. Tierstaaten (Bienen, Ameisen, Termiten) mit ausgeprägter Arbeitsteilung besonders auffällig werden (s. Meyers Ameisen und Bienen). Die Zahl der bekannten Arten beträgt mehr als 200,000, diejenige der wirklich vorhandenen wird aber auf eine Million geschätzt. Sie finden sich über die ganze Erde bis zu den äußersten Grenzen der Vegetation verbreitet; nach den Polen zu nimmt die Artenzahl sowie Größe und Farbenpracht der Individuen ab, die Zahl der letztern dagegen vielleicht zu. Bedingt wird die Verbreitung besonders auch von der Pflanzenwelt. Manche Arten verbreiten sich weit durch Wanderungen, die sie einzeln oder scharenweise unternehmen; andre sind durch Kolonialwaren, lebende Pflanzen oder Tiere (als Parasiten) verschleppt, auch direkt, wie die Bienen übergesiedelt worden. Fossil finden sich I. bereits im mittlern Silur; im Devon kommen zahlreiche I. vor, anscheinend besonders Geradflügler, die Libelle von Solnhofen, und in der Steinkohlenzeit erreichten sie schon eine große Mannigfaltigkeit, freilich scheinen die höhern Formen, wie Zweiflügler, Käfer, Schmetterlinge und Hautflügler, damals noch gefehlt zu haben. Diese treten dann im Tertiär auf (Aphis, Monophlebus, Phryganea, Vanessa sowie Neorinopsis auf Tafel Meyers »Tertiärformation II«), z. B. auch unsrer Honigbiene sehr nahestehende Arten. Besonders gut erhalten und von lebenden Arten nur schwer zu unterscheiden sind die im Bernstein vorkommenden I.
   [Insekten als Krankheitsüberträger.] Die Annahme, daß Mücken und Stechfliegen, die auf Aas gesessen haben, durch ihren Stich Blutvergiftungen erzeugen, ist wenig begründet, vielmehr kommen schwere F. lie von Blutvergiftung infolge von Insektenstichen meist dadurch zustande, daß die I. vorher kranke Tiere oder Menschen gestochen und sich dabei mit den Infektionserregern beladen haben, die sie dann beim Stechen gesunder Menschen auf diese übertragen. Gefährlicher ist die Regenbremse (Blinde Fliege), die auch an Aas, Exkrementen etc. saugen, allein tatsächlich hat doch von vielen Bremsenstichen nur selten einer üble Folgen. Am Körper der Stubenfliegen haften Cholera- und Typhusbazillen lange Zeit und werden von Ort zu Ort verschleppt. Die Tiere nehmen durch ihre Saug- und Freßwerkzeuge, durch Füße und Leib die Bakterien aus tierischen und menschlichen Abfallstoffen, aus Exkrementen etc. auf und übertragen die Keime auf unsre Nahrungsmittel, wo dann eine starke Vermehrung der pathogenen Bakterien stattfinden kann. Auch bei der Übertragung der Pest spielen die Fliegen eine Rolle. Bei den Pestepidemien in Bombay und in Hongkong wurden wiederholt tote Fliegen gefunden, an deren Körpern virulente Pestbazillen nachgewiesen werden konnten. Laboratoriumsversuche zeigten, daß Fliegen mehrere Tage am Leben bleiben, nachdem sie pestinfizierte Nahrung zu sich genommen haben, und sie können daher eine Rolle bei der Weiterverbreitung der Pest spielen, wenn sie in Nahrungsmittel hineinfallen oder ihre Exkremente darauf entleeren. Auch Milzbrand kann durch Fliegen übertragen werden, ebenso wahrscheinlich die ägyptische Augenentzündung. Flöhe, die auf pestkranken Ratten gefunden wurden, enthielten in ihrem Innern Pestbazillen. Die Flöhe überfallen die pestkranken Ratten und verlassen dieselben einige Stunden nach dem Tode wieder, um vorübergehend auf andre Tiere oder den Menschen überzuspringen. Doch gehen die Pestbazillen im Innern der Flöhe offenbar bald zugrunde, so daß die Infektionsgefahr keine allzu große ist. Dasselbe gilt für Wanzen. Ameisen wurden bei Pestepidemien wiederholt als Träger von Pestbazillen gefunden. Wurden Ameisen (Monomorium vastator), die von pestkranken Ratten gefressen hatten,

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auf Mäuse gesetzt, so starben diese an Pest. Die Ameisen können also, nachdem sie durch Anfressen von an Pest gestorbenen Ratten oder auch Menschen das Gift in sich aufgenommen haben, wohl die Pest verbreiten. Ganz ähnlich ist dies auch bei Milzbrand möglich. Wanzen übertragen das Rückfallfieber, das wohl durch ein Protozoon erzeugt wird. Gewisse blutsaugende I., die Moskitos (besonders Anopheles claviger), übermitteln die Malaria, Anopheles- und Culex-Arten die Filarienkrankheiten (Elefantiasis, Lymphskrotum und Hämatochylurie), Stegomyia-Arten das Gelbfieber. Auch bei verschiedenen andern Krankheiten, die durch Blutparasiten bedingt sind, erfolgt die Übertragung durch blutsaugende I. Die in den Tropen häufige Tierkrankheit, die Tsetse- oder Naganakrankheit, die gleichfalls durch einen Blutparasiten (Trypanosoma) erzeugt wird, wird durch die Tsetsefliege (Glossina morsitans) verbreitet. Die Fliegen infizieren sich beim Saugen an kranken Tieren und übertragen dann den Parasiten auf gesunde Tiere. Trypanosomen erzeugen auch die Surrakrankheit, die wohl durch eine Stechfliegen- (Stomoxys-) Art, und die Schlafkrankheit, die durch Glossina palpalis verbreitet wird. Zecken übertragen das Texasfieber, Küstenfieber und die Hämatonurie der Rinder, als deren Erreger Pirosomen gelten. Vgl. Martini, I. als Krankheitsüberträger (Berl. 1904).
   [Einteilung.] Die von Linné nach den Flugorganen vorgenommene Einteilung der I. hat sich seitdem sehr geändert, indem man jetzt möglich st die natürliche Verwandtschaft berücksichtigt. Die ursprünglichsten I. zeigen niemals eine Spur von Flügeln und werden als Apterogenea (Apterygota) den Pterogenea (Pterygota) gegenübergestellt. Im übrigen wird besonders der Bau der Mundwerkzeuge, der Flügel und des übrigen Körpers, wie auch die Entwickelungsweise bei Vornahme der Einteilung berücksichtigt. Danach unterscheidet man:
   1) Flügellose (Apterogenea, Apterygota).
   2) Falschnetzflügler (Archiptera, Pseudoneuroptera).
   3) Geradflügler (Orthoptera).
   4) Netzflügler (Neuroptera, hierher die frühere Ordnung der Fächerflügler [Strepsiptera]).
   5) Käfer (Coleoptera).
   6) Halbflügler (Hemiptera, Rhynchota, Schnabelkerfe).
   7) Zweiflügler (Diptera).
   8) Flöhe (Aphaniptera).
   9) Schmetterlinge (Lepidoptera).
   10) Hautflügler (Hymenoptera). Näheres über diese Ordnungen s. in den sie betreffenden Artikeln.
   [Literatur.] Swammerdam, Bijbel der natuure, of historie der I. (Leiden 173738); Réaumur, Mémoires pour servir à l'histoire des Insectes (Par. 173442, 6 Bde.); Bonnet, Traité d'insectologie (das. 1745, 2 Bde.); Rösel v. Rosenhof, Insektenbelustigungen (Nürnb. 174655), nebst Kleemanns Beiträgen (179295, mit trefflichen Abbildungen); de Geer, Mémoires pour servir à!'histoire des Insectes (Stockh. 175278, 8 Bde.); Lyonet, Traité anatomique de la Chenille qui ronge le bois de saule (Haag 1760); Fabricius, Philosophia entomologica (Kopenh. 1778), Genera Insectorum (1777) und Entomologia systematica, emendata et aucta (179296, 4 Bde.; Supplement 179899); Latreille, Histoire naturelle des Crustacés et des Insectes (Par. 180205, 14 Bde.); Kirby und Spence, Introduction to entomology (6. Aufl., Lond. 182842, 4 Bde.; deutsch von Oken, Stuttg. 182333, 4 Bde.); Burmeister, Handbuch der Entomologie (Berl. 183255, 5 Bde.), Savigny, Mémoires sur les animaux sans vertébres (Par. 1816); Straus-Dürkheim, Considérations générales sur l'anatomie comparée des animaux articulés (Straßb. 1828, Anatomie des Maikäfers); Lacordaire, Introduction à l'étude de l'entomologie (Par. 183438, 2 Bde.); Westwood, Introduction to the modern classification of insects (Lond. 183940, 2 Bde.); Palmén, Zur Morphologie des Tracheensystems (Leipz. 1877); Stein, Die weiblichen Geschlechtsorgane der Käfer (Berl. 1847); Landois, Ton- und Stimmapparate der I. (Leipz. 1867); Brauer, Systematisch-zoologische Studien (Wien 1885); Scudder, Fossile I. (in Zittels »Handbuch der Paläontologie«, Münch. 1885); Brongniart, Recherches pour servir à l'histoire des Insectes fossiles des temps primaires (Par. 1895); Lubbock, Die Sinne und das geistige Leben der Tiere, insbesondere der I. (deutsch, Leipz. 1889); Taschenberg, Die I. (Bd. 9 von »Brehms Tierleben«, 3. Aufl., das. 1892) und Praktische Insektenkunde (Brem. 187880, 5 Tle.); Graber, Die I. (Münch. 187779); Hoffer, Praxis der Insektenkunde (Wien 1892); Schlechtendal und Wünsche, Die I. (Leipz. 1879); Kolbe, Einführung in die Kenntnis der I. (Berl. 188993); Packard, Textbook of Entomology (New York 1898); Plateau, Recherches expérimentales sur la vision chez les Arthropodes (Brüssel 1888); Wasmann, Die psychischen Fähigkeiten der Ameisen (Stuttg. 1899) und Instinkt und Intelligenz im Tierreich (2. Aufl., Freiburg 1899); Fabre, Souvenirs entomologiques. Etudes sur l'instinct et les mœurs des insectes (bisher 9 Bde., Par. 18791905); Hagen, Bibliotheca entomologica (Leipz. 186263, 2 Bde.); Weiteres in den Artikeln »Forstinsekten, Landwirtschaftliche Schädlinge und Pflanzenkrankheiten«. Zeitschriften: »Zeitschrift für Entomologie« (Bresl., seit 1847); »Illustrierte Zeitschrift für Entomologie« (Neudamm 1896 ff., seit 1905 fortgesetzt als »Zeitschrift für wissenschaftliche Insektenbiologie«, Stuttg.); »Entomologische Zeitschrift« (Berl., seit 1884); »Berliner entomologische Zeitschrift« (das., seit 1857); »Stettiner entomologische Zeitung« (das., seit 1840); »Wiener entomologische Zeitung« (das., seit 1882); »Insektenbörse« (Leipz., seit 1884).

 

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Artikel 71 bis 80 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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