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Inokkupation bis In parenthesi (Bd. 6, Sp. 854)
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Artikelverweis Inokkupation (neulat.), Unbeschäftigtheit.
 
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Inokulation (lat.), soviel wie Impfung (s. Meyers Veredelung); inokulieren, einäugeln, einimpfen.
 
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Inopportūn (lat.), ungelegen, unbequem; daher Inopportunität, Ungelegenheit.
 
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In optĭma forma (lat.), »in bester Form«, wie sich's gehört.
 
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In originăli (lat.), im Original, in der Urschrift.
 
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Inosīnsäure C10H14N4O11, findet sich im Fleischsaft, ist amorph, schmeckt fleischbrühartig, löst sich leicht in Wasser, nicht in Alkohol und Äther, zersetzt sich beim Erhitzen und bei längerm Kochen der Lösung und bildet Salze, von denen die der Alkalien im Wasser löslich und kristallisierbar sind.
 
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Inosīt (Hexahydrohexaoxybenzol) C6H6 (OH)6 ist in einer optisch inaktiven und zwei aktiven Modifikationen bekannt. Erstere, Phaseomannit (Muskel-, Fleischzucker, Dambose), findet sich in den glatten und quergestreiften Muskeln, besonders im Herzmuskel, in der Lunge, Milz, Leber, in den Nieren, im Gehirn, Harn (besonders bei Diabetes und Brightscher Krankheit), aber auch in grünen Bohnen, in den unreifen Erbsen und Linsen, im Kopfkohl, in Kartoffelsprossen, in Spargelkraut und Spargelbeeren, in Weinlaub, Eschenblättern, Pilzen etc. Er bildet farb- und geruchlose, an der Luft verwitternde Kristalle mit 2H2O, schmeckt süß, ist leicht löslich in Wasser, nicht in Alkohol und Äther, schmilzt wasserfrei bei 225°, ist nicht flüchtig, nicht gärungsfähig, wird durch Kochen mit verdünnten Säuren und Alkalien nicht verändert, gibt mit faulendem Käse und Kreide Paramilchsäure, Propionsäure und Buttersäure, mit Jodwasserstoffsäure bei 170° Benzol und Dijodphenol, mit Salpetersäure Di- und Tetraoxychinon und Rhodizonsäure. Rechts drehender I. entsteht aus Pinit und Jodwasserstoffsäure, schmilzt bei 247°, links drehender I. aus Quebrachit und Jodwasserstoffsäure, schmilzt bei 238°.
 
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Inosurīe, Abart der Zuckerharnruhr, bei welcher der Harn nicht Traubenzucker, sondern Inosit enthält.
 
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Inouye, Kaoru, Graf, japan. Staatsmann, früher als Inouye Bunda bekannt, geb. 1835 in Chôshû als Sohn eines Samurai, ging 1861 mit Meyers Itô (s. d.) nach England. Nach ihrer Rückkehr suchten beide 1864 vor Shimonoseki zwischen dem Chôshû-Clan und der feindlichen, aus französischen, holländischen, amerikanischen und englischen Schiffen bestehenden Flotte zu vermitteln, doch ohne Erfolg. 1865 schlug er das gegen Chôshû geschickte Heer des Bakufu (der Shôgunatsregierung) und eroberte die Provinz Iwaki. Er begleitete 1875 Kuroda nach Korea, wurde 1878 an Stelle des ermordeten Okubo Minister der öffentlichen Arbeiten, 1880 Minister des Äußern, 1885 in den Grafenstand erhoben und im April 1888 Minister des Ackerbaues, im August 1892 der des Innern. Als der Krieg mit China 1894 ausbrach, wurde er zum Gesandten in Korea ernannt und war bis August 1895 tatsächlicher Regent dieses Landes. Nachdem sein Nachfolger, Vicomte Miura, sich im Oktober 1895 an dem Staatsstreich zur Ermordung der Königin beteiligt hatte, kehrte I. zwar auf kurze Zeit nach Söul zurück, verzichtete aber auf jedes weitere Eingreifen in die verworrenen Verhältnisse der Halbinsel. Seitdem widmete er sich der Förderung des wirtschaftlichen Aufschwunges Japans, meist als Privatmann; nur von Januar bis Juni 1898 war er Finanzminister im Kabinett seines alten Gefährten, des Marquis Itô. I. gehört zu den Genro, d. h. »ursprünglichen Staatsmännern«, den intimsten Ratgebern des Kaisers. Sein Adoptivsohn Katsunoske I., geb. 1861 in Yamaguchi, ist seit 1898 japanischer Gesandter in Berlin.
 
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Inowrazlaw (Inowraclaw), Kreisstadt im preuß. Regbez. Bromberg, auf einer Anhöhe in der fruchtbarsten Gegend der Provinz Posen (Kujavien), Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Posen-Schönsee, Rogasen-I., I.-Bromberg und I.-Kruschwitz, 89 m ü. M., hat eine katholische und eine evang. Kirche, Kirchenruine (Marienkirche, Ende des 11. Jahrh. erbaut), Synagoge, Gymnasium, Amtsgericht, Hauptzollamt, Reichsbanknebenstelle, Steinsalzwerk (mit einer jährlichen Produktion von 1/2 Mill. dz Rohsalz), ein Solbad mit Kurhaus, Kinderheilanstalt, Wasserheilanstalt, eine königliche Saline, eine bedeutende chemische Fabrik, eine große Dampfmühle, eine Zichorienfabrik, ein Holzsägewerk, drei Maschinenfabriken, Dampfziegeleien, Dampfbrotbäckerei, Vieh- und Luxuspferdemärkte und (1900) mit der Garnison (ein Infanterieregiment Nr. 140 und eine Abteilung Feldartillerie Nr. 53) 26,141 Einw., davon 8830 Evangelische und 1389 Juden. I. wird zuerst 1185 urkundlich erwähnt (Novum Wladislaw), erhielt 1240 das Magdeburger Recht und kam 1772 an Preußen. Der Name ist die polonisierte Form des deutschen Ortsnamens »Jungbreslau« und wurde 1904 durch den neuen deutschen Ortsnamen Hohensalza ersetzt.
 
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In parenthesi (lat.), nebenbei.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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