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In medĭas res bis Innenbords (Bd. 6, Sp. 844)
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Artikelverweis In medĭas res (lat.), »mitten in die Dinge hinein«, Zitat aus Horaz' »Ars poetica« (148), wo Homer gerühmt wird, weil er nicht ab ovo (vom Uranfang an, vgl. Ab ovo) beginne, sondern ohne weitere Einleitung gleich mitten in die Ereignisse versetze.
 
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In medĭo (lat.), in der Mitte.
 
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In memorĭam (lat.), zum Andenken.
 
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In mora (lat.), im Verzug (s. Meyers Verzug).
 
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Inn (engl.), Gast-, Wirtshaus; Inn-keeper (spr. -kihp'r), Gastwirt. Früher bedeutete I. (wie franz. Hôtel) auch Amtsgebäude, Lehranstalt etc., daher Inns ot Meyers Court (s. d.).
 
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Inn (lat. Aenus), rechter Nebenfluß der Donau, zugleich einer der bedeutendsten Alpenflüsse, entspringt 2480 m ü. M. aus einem kleinen See am Piz Longhino, nördlich vom Malojapaß im schweizerischen Kanton Graubünden, bildet in der obersten Talstufe die Seen von Sils, Silvaplana, Campfer und St. Moriz und durchfließt in einer Länge von 91 km und in einer Seehöhe von 18111019 m das Längstal des Ober- und Unterengadin (s. Meyers Engadin). Bei Martinsbruck verläßt der Fluß die Schweiz, tritt durch die 8 km lange Schlucht von Finstermünz nach Tirol über und durchfließt 22 km unterhalb Finstermünz ein kurzes, nördlich und nordwestlich gerichtetes Quertal, an dessen Ausgang er bei Landeck, 813 m ü. M., die Rosanna (mit der Trisanna) aufnimmt und sein östlich und nordöstlich gerichtetes unteres Längental betritt, das bis Kufstein reicht und in zwei Hälften zerfällt: das engere, hoch liegende Oberinntal bis Zirl, und das weitere Unterinntal, mit sanften Gehängen, weit geöffneten Nebentälern und ebener, fruchtbarer Talsohle (vgl. Greinz, Eine Wanderung durch das Unterinntal, Stuttg. 1902). Der Fluß hat auf dieser Strecke (von Landeck an) sein stärkstes Gefälle, 3,5 m auf 1 km. Er empfängt namentlich auf der rechten Seite starke Alpenbäche, wie Ötztaler Ache, Sill, Ziller etc., und wird bis zur Stadt Hall zum Flößen, von Hall abwärts zur Schiffahrt benutzt. Bei Kufstein (487 m ü. M.) durchbricht der I. die Nordtiroler Kalkalpen in einem zweiten Quertal nach N., empfängt nach dem Austritt aus demselben links die Mangfall (aus dem Tegernsee) und betritt unterhalb Rosenheim (449 m) die bayrische Hochebene, die er in nordöstlicher Hauptrichtung durchfließt. Das Bett ist breit und inselreich und von hohen Ufern eingeschlossen; die Hauptzuflüsse auf dieser letzten Strecke sind die Alz (aus dem Chiemsee) und die Salzach. Der I. mündet bei Passau (287 m ü. M., mit 274 m Breite) in die Donau, die er an Wasserreichtum übertrifft. Seine Länge beträgt 510 km und kommt derjenigen der Donau bis zur I.-Mündung ungefähr gleich. Dagegen ist der I. wegen seines starken Gefälles für die Schiffahrt weniger geeignet. S. Karte »Tirol etc.«
   Das nach dem I. benannte Innviertel, früher einer der vier Kreise Oberösterreichs, umfaßt das Gebiet zwischen Donau, I. und Salzach, wurde im Frieden von Teschen 1779 von Bayern an Österreich abgetreten, kam durch den Wiener Frieden (1809) wieder an Bayern, 1816 aber definitiv an Österreich zurück. Vgl. Meindl, Die Vereinigung des Innviertels mit Österreich (Linz 1879).
 
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Inn, Bezirk im schweizer. Kanton Graubünden, umfaßt den Unterengadin und sein Nebental Samnaun, wird vom Inn durchflossen und enthält 1010,7 qkm mit (1900) 6284 meist rätoromanischen und überwiegend reform. Einwohnern; er zerfällt in drei Kreise.
 
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In natūra (lat.), »in Natur«, leibhaftig, wirklich, z. B. Getreide i. n. liefern, d. h. wirkliches Getreide, nicht den Geldeswert dafür geben.
 
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In necessarĭis unĭtas, in dubĭis libertas, in omnibus caritas! (lat., »in notwendigen Dingen Einheit, in zweifelhaften Freiheit, in allen Liebe!«), eine irrtümlich dem Augustinus zugeschriebene, häufig zitierte Formel, steht zuerst, freilich in etwas anderm Wortlaut, am Schluß eines 1628 in Frankfurt a. O. herausgekommenen Traktates von Gregorius Francke, Professor der Theologie und der griechischen Sprache daselbst (gest. 1651; vgl. seine Lebensbeschreibung in der »Allgemeinen deutschen Biographie«, Bd. 7, S. 236).
 
Artikelverweis 
Innenblatt (Entoderm), s. Meyers Entwickelungsgeschichte, S. 845.
 
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Innenbords (binnenbords), innerhalb des Schiffes.

[Bd. 6, Sp. 845]


 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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