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Inkonvenābel bis Inkrustātstein (Bd. 6, Sp. 842 bis 843)
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Artikelverweis Inkonvenābel (franz., inkonvenient, lat.), unpassend, ungelegen, unschicklich; Inkonvenienz, Übel- oder Mißstand, Unschicklichkeit.
 
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Inkonvertībel (lat.), unwandelbar, unbekehrbar; unkonvertierbar (vom Zinsfuß der Staatspapiere etc.).
 
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Inkonzinn etc., das Gegenteil von Konzinn etc. (s. d.).
 
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Inkorporation (neulat., »Einverleibung«), in der Pharmazie Vermischung weicher oder flüssiger Substanzen mit trocknen oder festen zu einer pflaster-, pillen- oder pastenartigen Masse. In der Theologie soviel wie Meyers Menschwerdung (s. d.). Im Rechtswesen die Einverleibung, Vereinigung eines Gebiets, Staates, eines Kreises, einer Gemeinde oder eines sonstigen politischen Gemeinwesens mit einem andern Ganzen, wodurch der inkorporierte Teil die rechtliche Natur des Ganzen annimmt. Im katholischen Kirchenrecht versteht man unter I. (incorporatio, unio) die Vereinigung einer Pfarrstelle und ihrer Einkünfte mit einem Kloster, einem Stift oder einer sonstigen geistlichen Korporation. Mit dieser I. wurde im Mittelalter viel Mißbrauch getrieben, so daß sie schließlich verboten ward; doch ist die Frage, ob eine Pfarrstelle inkorporiert worden ist oder nicht, für die kirchliche Baulast und für die Besetzung inkorporierter Stellen von Wichtigkeit. Man unterscheidet dabei zwischen incorporatio quoad temporalia, bei der das Kloster die Pfründe erhielt, dafür aber einen Vikar für die Stelle dem Bischof zu präsentieren und denselben zu besolden hatte, incorporatio pleno jure oder quoad temporalia et spiritualia, wenn das Kloster selbst zur Pfarrei wurde und der Klosterpfarrer vom Bischof nur zu bestätigen war und ist, und incorporatio plenissima oder plenissimo jure, bei der die bischöfliche Jurisdiktion über die inkorporierte Pfarrei völlig ausgeschlossen ist.
 
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Inkorporieren (lat.), eine Meyers Inkorporation (s. d.) vornehmen. Inkorporierende Sprachen, soviel wie einverleibende Sprachen (s. Polysynthetisch).
 
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Inkorrékt (lat.), nicht korrekt (s. d.), unrichtig, unberichtigt; Inkorrektheit, Fehlerhaftigkeit etc.
 
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Inkorrigībel (lat.), unverbesserlich.
 
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Inkrement (lat.), Zuwachs, bes. in der Mathematik der Betrag, um den eine Größe zunimmt oder wächst; das Gegenteil ist Dekrement, Abnahme.
 
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Inkriminieren (neulat.), eines Verbrechens beschuldigen; Inkrimination, Anschuldigung.
 
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Inkrustation (lat.), das krustenartige Überziehen, Überrinden eines Körpers mit einer mineralischen Kruste; die Form des inkrustierten Körpers bleibt, wenn die bedeckende Rinde nicht zu dick wird, oft deutlich sichtbar (vgl. Petrefakten und Pseudomorphosen).

[Bd. 6, Sp. 843]


Das krustenbildende Material ist sehr verschiedenartig: Opal, Chalcedon, Gips, Schwefel, Schwefelmetalle, Eisenoxyd etc., besonders häufig aber Kalkspat und Aragonit; vgl. Sinter und Quelle. In der Kunst die Bekleidung von Gegenständen aus minderwertigen Stoffen mit edlern Materialien (seinen Marmorsorten, Glas, Elfenbein, Perlmutter, Schildpatt, Glasflüssen, Metallen etc.) zur Hervorbringung farbiger Wirkungen. In der Baukunst insbes. die namentlich in Italien geübte Bekleidung von Wandflächen oder ganzen Fassaden mit verschiedenfarbigen Marmorplatten.
 
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Inkrustātstein (Zementstein), eine Steinmasse, zu deren Herstellung zerkleinerte Bruchstücke des nachzuahmenden Gesteins mit einem Bindemittel aus einem feingemahlenen Mineral und einem in Wasser löslichen Salz (Geheimnis der Erfinder) gemischt werden. Der I. wird als Putz auf Mauerwerk gebracht oder in Formen zu Werk- u. Ornamentstücken gepreßt.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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