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Inion bis Initĭen (Bd. 6, Sp. 838 bis 839)
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Artikelverweis Inion, s. Meyers Schädel.
 
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Iniquität (lat.), Unbilligkeit, Härte.
 
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Inirida, rechter Nebenfluß des dem Orinoko tributären Guaviare, entspringt in den Cerros Yimbi in dem kolumbischen Territorium Caquetá, unter 2°20´ nördl. Br., hat in seinem Oberlauf die Niederlassungen Adarucagua, Guacamaya, Maripari, an seinem Mittellauf Cubaye.
 
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Inishmore (spr. innischmōr), Insel, s. Meyers Araninseln.
 
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Initĭa (lat., Initien), Anfänge, Anfangsgründe.
 
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Initiālen (lat.), Anfangsbuchstaben, besonders über die Textschrift hervorragende oder aus ihr heraustretende, verzierte und farbige (als Buch- oder Kapitelanfang). Als Handschriften und Bücher von Schreibern vervielfältigt wurden, wurde die Hervorhebung der I. aus dem Texte durch Vergrößerung und durch Hinzufügung von Linien und Schnörkeln versucht, woraus sich allmählich ein ornamentales Spiel entwickelte, das im frühen Mittelalter vornehmlich durch irische Mönche einen bestimmten phantastischen Charakter erhielt. Die I. wurden anfangs durch rote Striche (daher die Benennung Miniatur) ausgezeichnet, später durch Auslegung von Goldblättchen gehoben und schließlich in bunten Farben und mit Gold ausgemalt. Zu den Ornamenten traten später Figuren und ganze Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament, die sich auf den Inhalt des betreffenden Kapitels bezogen. Im 14. und 15. Jahrh. wurde mit den I. in Handschriften, die als die Anfänge der Miniaturen- (Buch-) Malerei anzusehen sind, so großer Luxus getrieben, daß man I. findet, die ganze Blattseiten von Foliohandschriften bedecken. Mit der Erfindung der Buchdruckerkunst wurden auch die I. übernommen. Anfangs wurden sie in den gedruckten Text mit der Hand hineingemalt. Später wurden sie in Holzschnitt dargestellt und dann koloriert. Die moderne Buchausstattung hat die I. wieder aufgenommen und verwertet sie mit Vorliebe nach dem Geschmack der Gotik und Renaissancezeit, aus denen sich zahlreiche Vorbilder für figürliche und ornamentale I. in Kupferstich und Holzschnitt erhalten haben. Ihren Höhepunkt erreichte die Initialenmalerei in Italien und Frankreich zu Ende des 15. und im Anfang des 16. Jahrh. S. Tafel Meyers »Ornamente II«, Fig. 36 und 37 (irische I.), Fig. 39,46; Tafel III, Fig. 7,8,16 und 19; Tafel Meyers »Buchschmuck II«, Fig. 24; Tafel III, Fig. 5, u. Tafel Meyers »Pflanzenornamente I«, Fig. 14. Vgl. Shaw, Handbook of mediaeval alphabets and devices (Lond. 1853); Owen Jones, 1001 initial letters (das. 1864); Lamprecht, Initialornamentik des 8.13. Jahrhunderts (Leipz. 1882); Hasselmann, I. aus dem 15.19. Jahrhundert (Münch. 188283); Hrachowina, I., Alphabete und Randleisten verschiedener Kunstepochen (Wien 1883); Faulmann, Die Initiale (das. 1886); Arnold, Sammlung von I. aus Werken vom 11.17. Jahrhundert (2. Aufl., Leipz. 188990); v. Kobell, Kunstvolle Miniaturen und I. aus Handschriften des 4.16. Jahrhunderts (Münch. 1891); Middleton, Illuminated manuscripts in classical and mediaeval times (Cambridge 1892); Labitte, Les manuscrits et l'art de les orner (Par. 1893); »I. von Hans Holbein« (hrsg. von Schneeli u. Heitz, Straßb. 1900).
 
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Initiālzelle (lat.), eine Zelle, die ein bestimmtes Pflanzengewebe durch fortgesetzte Neuteilungen weiterbaut, s. Meyers Vegetationspunkt.
 
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Initiation (lat.), Einweihung, Einführung in eine Wissenschaft etc.
 
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Initiatīvantrag, s. Initiative.
 
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Initiatīve (neulat.), Inangriffnahme einer Handlung, auch das Recht oder Vorrecht dazu. Unter I. der Gesetzgebung (Initiativrecht) versteht man das Recht, Gesetzentwürfe einzubringen. Dies Recht war auch in der konstitutionellen Monarchie nach den ältern Verfassungsurkunden dem Monarchen vorbehalten; dem Landtag war nur gestattet, im Wege der Petition an das Staatsoberhaupt sich mit Gesetzvorschlägen zu befassen. Die neuern deutschen Verfassungen dagegen enthalten regelmäßig das Recht der Volksvertretung zu Gesetzvorschlägen (parlamentarische I.), selbstverständlich unbeschadet des Sanktionsrechts des Monarchen. In manchen Staaten ist das Initiativrecht nachträglich in besondern Verfassungsgesetzen anerkannt worden. So bildet das Initiativrecht des Landtags, und zwar in den Staaten mit Zweikammersystem einer jeden von beiden Kammern, nunmehr die Regel. Nur ausnahmsweise (Hessen, Altenburg, Anhalt, Schwarzburg-Rudolstadt, Reuß ältere Linie) ist die I. ein Vorrecht des Monarchen; doch sind in einzelnen Staaten gewisse Angelegenheiten, so in Bayern bestimmte Titel der Verfassung, in Württemberg Steuern, Aufnahme von Anleihen, Feststellung des Staatshaushaltsetats und außerordentliche, im Etat nicht vorgesehene Ausgaben, der I. des Landtags entzogen. Im Deutschen Reich haben Bundesrat und Reichstag das Recht der I., nicht dagegen der Kaiser als solcher. Anträge von Reichstagsmitgliedern, die Gesetzentwürfe enthalten (Initiativanträge), müssen von mindestens 15 Mitgliedern unterzeichnet sein und bedürfen nach der

[Bd. 6, Sp. 839]


Geschäftsordnung einer dreimaligen Beratung (Lesung). Auch in den außerdeutschen Staaten bildet das Initiativrecht der Kammern die Regel. In England, wo die Minister zugleich Mitglieder des Parlaments sind, besteht der Brauch, daß die Gesetzentwürfe von ihnen in letzterer Eigenschaft eingebracht werden. über Volksinitiativrecht s. d.
 
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Initĭen, s. Initia.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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