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Ingrainfarben bis Inguiomērus (Bd. 6, Sp. 834 bis 835)
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Artikelverweis Ingrainfarben (engl., spr. in-grēn-), s. Meyers Farbstoffe, S. 329.
 
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Ingram, I. Kells, engl. Nationalökonom und Philolog, geb. 7. Juli 1823 in der Grafschaft Donegal (Irland), studierte in Dublin, wurde daselbst 1846 Fellow, 1852 Professor der englischen Literatur, 1866 Professor der griechischen Sprache und 1879 Bibliothekar. Er schrieb: »The present position and prospects of political economy« (1878; deutsch von H. v. Scheel, Jena 1879); »History of political economy« (Sonderdruck aus der Encyclopaedia Britannica, 1888; deutsch von Roschlau, Tübing. 1890) und »History of slavery and serfdom« (desgl., 1895; deutsch von L. Katscher, Dresd. 1895); »Outlines ot history of religion« (1900); »Human nature and morals, according to A. Comte« (1901), auch einen Band »Sonnets and other poems« (1900); außerdem viele Arbeiten über englische Literatur und griechische und lateinische Etymologie.
 
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Ingredĭens (lat., Ingredienz), Zutat, Bestandteil einer Mischung (besonders einer Arznei).
 
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Ingremĭation (neulat.), die Aufnahme in eine Körperschaft (gremium), besonders geistliche.

[Bd. 6, Sp. 835]



 
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Ingres (spr änggr'), Jean Auguste Dominique, franz. Maler, geb. 29. Aug. 1780 in Montauban, gest. 13. Jan. 1867 in Paris, kam 1796 in das Atelier Davids, wo er schon 1801 den römischen Preis errang. Er konnte jedoch erst 1806 nach Rom gehen, wo er bis 1820 blieb. Nachdem er sich noch vier Jahre in Florenz aufgehalten, kehrte er nach Paris zurück, wo er 1826 Mitglied des Instituts wurde. Ohne von der Davidschen Richtung, deren energievollster Vertreter er war, abzuweichen, hatte er in Italien seine Studien vornehmlich auf Raffael und die antiken Wand- und Vasenmalereien gerichtet, die seinen Stil beeinflußten und ihn in seiner Abneigung gegen die Farbe bestärkten. 1834 zu H. Vernets Nachfolger im Direktorium der französischen Akademie in Rom ernannt, hielt er sich hier abermals bis 1841 auf und lebte seitdem in Paris. Seine vorzüglichsten Bilder sind: Bonaparte als Erster Konsul (1804); Napoleon auf dem Thron (1806, im Invalidenhotel zu Paris); Ödipus und die Sphinx (Louvre, Hauptwerk); Vergil, dem Augustus und der Octavia die Äneide vorlesend; Pietro Aretino und Karls V. Abgesandter, mit dem Gegenstück: Pietro Aretino und Tintoretto; Don Pedro von Toledo, den Degen Heinrichs IV. küssend; eine Odaliske (1814, im Louvre); Philipp V. und der Marschall von Berwick; Heinrich IV. und seine Kinder, mit dem Gegenstück: der Tod Leonardo da Vincis; Angelika und Rüdiger (1819, im Louvre); Christus, dem Petrus die Himmelsschlüssel übergebend (im Louvre); Gelübde Ludwigs XIII. (Kathedrale in Montauban); Homers Apotheose (Deckengemälde, im Louvre); die Marter des heil. Symphorian (1834, Kathedrale in Autun); die Madonna mit der Hostie; Stratonike (Hauptwerk); Cherubini und die Muse (1842, im Louvre); die Geburt der Venus; Jesus unter den Schriftgelehrten (1853, Museum in Montauban); die Quelle, eine nackte weibliche Figur, begonnen 1814, vollendet erst 1856 (im Louvre, epochemachend für die Darstellung des Nackten in der französischen Malerei). Hierzu kommen noch 25 lebensgroße Heiligenfiguren, kolorierte Kartons für die Glasmalereien der heil. Ferdinandskapelle in Paris und der Gruftkapelle in Dreux, eine Reihe von Bildnissen, die wegen ihrer schlichten Auffassung und meisterhaften Zeichnung in neuerer Zeit zu hoher Schätzung gelangt sind (darunter Cordier, Bertin, Herr, Frau und Fräulein Rivière, sämtlich im Louvre), und eine große Bleistiftzeichnung, die Apotheose Homers (1865 nach seinem Bild, aber vielfach verändert, vollendet). I.' Werke blieben lange wenig beachtet. Während die frühern sich ganz in der pseudo-klassizistischen Richtung Davids halten, sind seine beiden spätern Hauptwerke, das Gelübde Ludwigs XIII. und die Apotheose Homers, nach Raffael gemalt. In seiner letzten Zeit wendete sich I. wieder der antikisierenden Richtung zu, und namentlich erscheint seine Stratonike als Nachahmung antiker Genremalerei. Der Zeichnung und Modellierung legte I. mehr Bedeutung bei als der Farbe (daher der scharfe Gegensatz, der bei Lebzeiten der beiden Schulhäupter zwischen den Ingristes oder »Dessinateurs« und den »Coloristes«, den Schülern und Bewunderern Delacroix', herrschte); dadurch erhalten seine Bilder etwas Trocknes; auch die Erfindung ist seine Stärke nicht. Anderseits verdienen jedoch seine sorgfältigen Studien, die Reinheit und Richtigkeit seiner Linien und Umrisse die größte Anerkennung, und I. wie einzelne seiner Schüler haben in dieser ernsten, strengen Richtung Hervorragendes geleistet. Nach ihm haben Richomme, Calamatta und Henriquel-Dupont treffliche Kupferstiche geliefert. Seine Werke sind von Reveil in Umrissen herausgegeben worden (Par. 1851). Seinen künstlerischen Nachlaß an Studien etc. vermachte I. seiner Vaterstadt Montauban, die ein eignes Ingresmuseum gegründet hat. Vgl. Blanc, I., sa vie et ses ouvrages (Par. 1870); Delaborde, I., sa vie, ses travaux, etc. (das. 1870); Momméja, I., biographie critique (das. 1903); Schmarsow in Dohmes »Kunst und Künstler des 19. Jahrhunderts« (Leipz. 1884).
 
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Ingréß (lat.), Eingang, Eintritt.
 
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Ingrĭer, s. Meyers Ingermanland.
 
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Ingrossieren (mittellat.), mit großer, dicker Schrift (franz. grosse) ins Reine schreiben, mundieren; in die gerichtlichen Grund- und Hypothekenbücher eintragen; Ingrossation (auch Intabulation), eine solche Eintragung; Ingrossator, Besorger, Ausführer der Ingrossation.
 
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In grosso (ital.), soviel wie Meyers En gros (s. d.).
 
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Ingnināl (lat.), auf das inguen, d. h. die Meyers Leistengegend (s. d.), bezüglich; daher Inguinalkanal, soviel wie Leistenkanal; Inguinaldrüsen, Lymphdrüsen in der Schenkelbeuge, etc.
 
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Inguiomērus, Cheruskerfürst, des Arminius Oheim und auf dessen Seite im Kampfe gegen Germanicus (seit 15 n. Chr.). In der unglücklichen Schlacht auf dem Idistavisofeld (s. Idistavisus) im I. 16 schlug er sich durch und führte statt des verwundeten Arminius den Oberbefehl über die Cherusker in dem zweiten Kampf am Steinhuder Meer, fiel aber nach dem Abzug der Römer aus Eifersucht von Arminius ab und trat im I. 17 zu Maroboduus über.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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