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Ingman bis Ingredĭens (Bd. 6, Sp. 834)
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Artikelverweis Ingman, Santeri, finn. Romanschriftsteller, geb. 9. Juni 1866 in Sodankylä (Lappland) als Sohn eines Pfarrers, studierte besonders finnische Geschichte, promovierte 1894 und wurde Mitredakteur der jetzt verbotenen jungfinnischen Tageszeitung »Päivälehti« und Vorsitzender der Arbeiterdelegation. Seine gutmütig humorvollen und dabei scharf beobachtenden Novellen aus dem Alltagsleben (»Im Zwielicht«, »In der Reservekaserne«) haben ihn sehr populär gemacht. »Juho Vesainen« (1894) und »Anna Flemming« (1900) sind die ersten historischen Romane in finnischer Sprache.
 
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Ingo (urgerman. Ingwas), einer der drei Söhne des Gottes Meyers Mannus (s. d.).
 
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Ingoda, Fluß in der Landschaft Daurien der sibir. Provinz Transbaikalien, entspringt am Nordabhang des Tschokondo (s. Meyers Jablonoi), fließt bei Tschita vorüber und vereinigt sich oberhalb Nertschinsk mit dem Onon zur Schilka.
 
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Ingoldsby, Thomas, Pseudonym, s. Meyers Barham.
 
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Ingolf-Expedition, 1879 u. 189596, s. Meyers Maritime wissenschaftliche Expeditionen.
 
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Ingolstadt, unmittelbare Stadt und Festung im bayr. Regbez. Oberbayern, liegt links an der Donau, 368 m ü. M. Die Hauptgebäude sind das alte und das sogen. neue Schloß, letzteres am Ausfluß der einen Teil der Stadt durchfließenden Schutter in die Donau (beide ehemals Residenzen der Herzoge von Bayern-J.), das 1555 gestiftete ehemalige Jesuitenkollegium (von dem nur noch der östliche Flügel vorhanden ist), das Gebäude der ehemaligen Universität, das Zeughaus, Rathaus, Theater etc. Von den kirchlichen Gebäuden (eine evangelische und 7 kath. Kirchen) ist nur bemerkenswert die große gotische, 1425 gegründete Frauenkirche, in der zwei bayrische Herzoge, Stephan und Ludwig der Höckerige, ruhen und noch mehrere interessante Grabmäler (Eck etc.) sich befinden. I. hat ein Denkmal des Kaisers Ludwig des Bayern. Die Universität, 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen gestiftet, war bald ein Hauptsitz jesuitischer Theologie und zählte gegen Ende des 16. Jahrh. 4000 Studenten. 1800 wurde sie nach Landshut und 1826 nach München verlegt. Reuchlin, Aventin, Celtes, Locher, Rhegius und andre namhafte Männer gehörten zu ihren Lehrern (vgl. Prantl, Geschichte der Ludwig Maximilians-Universität etc., Münch. 1872; Bauch, Die Anfänge des Humanismus in I., das. 1901). Die Zahl der Einwohner belief sich 1900 mit der Garnison (2 Regimenter Infanterie Nr. 10 und 13, ein Bataillon Fußartillerie Nr. 1, ein Pionierbataillon Nr. 1 und eine Kompagnie Train Nr. 3) auf 22,207 Seelen, davon 3152 Evangelische und 99 Juden. Do´ Industrie beschränkt sich auf Geschützgießerei, Pulver- u. Munitionsfabrikation. Sonst sind noch zu nennen: eine Seifen- und eine Bürstenfabrik, Eisengießerei und Bierbrauerei. Für den Eisenbahnverkehr ist die Stadt Knotenpunkt der Staatsbahnlinien München-Bamberg-Hof, Neuoffingen-J., Regensburg-Augsburg und I.-Riedenburg. Dem Verkehr in der Stadt dient eine Pferdebahn. I. hat ein Gymnasium, Realschule, Waisenhaus, Klöster der Franziskaner und Franziskanerinnen und ist Sitz des Stabes der 11. Infanteriebrigade, eines Amtsgerichts, eines Bezirksamts und einer Eisenbahnbetriebsdirektion. I. existierte schon um 806 n. Chr. Es war bereits Stadt, als es 1255 bei der Landesteilung an Oberbayern kam. Von 13921445 war es die Residenz der Herzoge von Bayern-I., fiel dann an Bayern-Landshut und 1503 an Bayern-München. 1539 erhielt die Stadt Festungswerke, die schon 1546 gegen den Schmalkaldischen Bund mit Glück erprobt wurden. Gustav Adolf belagerte 1632 J. vergeblich, während Tilly drinnen an seiner Fußwunde lag und starb. Die Österreicher besetzten die Festung zweimal (1703 und 1742), und Moreau ließ sie 1800 schleifen. 182848 wurden die Festungswerke durch König Ludwig I. wiederhergestellt und I. dadurch in eine Festung ersten Ranges umgewandelt, die freilich von dem Augenblick an, wo Germersheim als Rheinbrückenkopf zu einem bayrischen Waffenplatz erster Ordnung gemacht werden sollte, sehr an Bedeutung verlieren würde. Vgl. Gerstner, Geschichte der Stadt I. (Münch. 1853); Kleemann, Geschichte der Festung I. bis 1815 (das. 1883).
 
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Ingots (engl., spr. inggöts), (Gold-, Silber-) Barren, Zaine; früher insbes. die durch den Bessemerprozeß erhaltenen Stahlblöcke.
 
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Ingouville (spr. ängguwil'), ehemals selbständiger Ort, seit 1854 mit dem Stadtgebiet von Le Havre (s. Meyers Havre, Le) vereinigt.
 
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Ingrainfarben (engl., spr. in-grēn-), s. Meyers Farbstoffe, S. 329.
 
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Ingram, I. Kells, engl. Nationalökonom und Philolog, geb. 7. Juli 1823 in der Grafschaft Donegal (Irland), studierte in Dublin, wurde daselbst 1846 Fellow, 1852 Professor der englischen Literatur, 1866 Professor der griechischen Sprache und 1879 Bibliothekar. Er schrieb: »The present position and prospects of political economy« (1878; deutsch von H. v. Scheel, Jena 1879); »History of political economy« (Sonderdruck aus der Encyclopaedia Britannica, 1888; deutsch von Roschlau, Tübing. 1890) und »History of slavery and serfdom« (desgl., 1895; deutsch von L. Katscher, Dresd. 1895); »Outlines ot history of religion« (1900); »Human nature and morals, according to A. Comte« (1901), auch einen Band »Sonnets and other poems« (1900); außerdem viele Arbeiten über englische Literatur und griechische und lateinische Etymologie.
 
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Ingredĭens (lat., Ingredienz), Zutat, Bestandteil einer Mischung (besonders einer Arznei).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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