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Ingersheim bis Ingo (Bd. 6, Sp. 833 bis 834)
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Artikelverweis Ingersheim, Dorf im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis Rappoltsweiler, Kanton Kaysersberg, am Fuß der Vogesen, an der Fecht und mit Station I.-Niedermorschweier an der Eisenbahnlinie Kolmar-Schnierlach, hat eine kath. Kirche, Synagoge, Spinnerei, Spindelröhrchenfabrikation, Weinbau und (1900) 2663 Einw. I. wird schon im 8. Jahrh. erwähnt.
 
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Ingersoll, Stadt in Kanada, Provinz Ontario, Grafschaft Oxford, in fruchtbarer Gegend, an der Themse und der Great Western-Bahn, mit Maschinenbau, Korn-, Holz-, Käse- und Butterversand und (1901) 4573 Einw.
 
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Ingésta (lat.), die in den Körper »eingeführten« Stoffe, besonders Speisen und Getränke, auch Luft; Ingestion, der Akt der Einführung derselben.
 
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Inghirāmi, toskan. Patrizierfamilie aus Volterra, von der folgende Glieder hervorzuheben sind:
   1) Tommaso, geb. 1470 in Volterra, gest. 6. Sept. 1516 in Rom, kam 1483 nach Rom und war ausgezeichnet als lateinischer Redner und Dichter sowie als Schauspieler in antiken lateinischen Dramen. Er erhielt vom Kaiser Maximilian I. die Dichterkrone und den Titel eines Comes palatinus. Von seinen Schriften sind nur sieben Reden erhalten.
   2) Francesco, ital. Archäolog, geb. 1772 in Volterra, gest. 17. Mai 1846 in Florenz, besuchte seit 1785 die Kriegsschule in Neapel, wurde später Bibliothekar in Florenz und gründete daselbst die Poligrafia Fiesolana zum Druck seiner Werke, die beinahe alle historisch-archäologischen Inhalts sind und einen staunenswerten Fleiß bekunden. Als die hauptsächlichsten sind zu nennen: »Monumenti etruschi« (Florenz 182027, 10 Bde.); »Galleria Omerica« (das. 1831 bis 1838, 3 Bde., mit 390 Kupfern); »Pitture dei vasi fittili« (das. 183137, 4 Bde., mit 400 Kupfern); »Museo etrusco chiusino« (das. 1833, 4 Bde., mit 216 Kupfern); »Lettere di etrusca erudizione« (das. 183839) und die unvollendet gebliebene »Storia della Toscana« (das. 184145).
   3) Giovanni, Astronom, Bruder des vorigen, geb. 16. April 1779 in Volterra, gest. 15. Aug. 1851 als Professor der Astronomie und Direktor der Sternwarte in Florenz. Er veröffentlichte »Effemeridi dell' occultazione delle piccole stelle sotto la luna« (Flor. 1809-) 10); »Effemiridi di Venere e Giove all' uso de' naviganti, pel meridiano di Parigi« (182124), die »Tavole astronomiche universali portatili« (Flor. 1811), und »Carta geometrica della Toscana« (1: 200000, das. 1830). Er beteiligte sich auch an der Bearbeitung der Berliner »Akademischen Sternkarten«.
 
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Ingleby (spr. ingl'bĭ), Clement Mansfield, engl. Kritiker, geb. 29. Okt. 1823 in Edgbaston bei Birmingham, gest. 5. Okt. 1886 in London, studierte in Cambridge Mathematik und Philosophie und war 18551858 Professor der Logik und Metaphysik am Midland Institut seiner Vaterstadt. Er gehört zu den bedeutendsten englischen Shakespeare-Forschern und verbindet hier die ältere begeisterte mit der jüngern kritischen Schule. Unter seinen vielen Schriften sind von besonderer Bedeutung: »Shakespeare on the Perkins fabrications« (1859); »A complete view of the Shakespeare controversy« (1861), worin er die Unechtheit der Noten in der unter dem Namen »Perkins-Folio« bekannten Shakespeare-Ausgabe nachwies; »Shakespeare's century of prayse« (1874) und »Shakespeare's allusion-books« (1874), womit er Shakespeare im Lichte seiner Zeitgenossen erscheinen läßt. I. war auch Kurator von Shakespeares Geburtshaus sowie ein tätiges Mitglied der New Shakespeare Society. Nach seinem Tod erschien von ihm noch ein Band »Essays« (1888).
 
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Inglefield (spr. ingl'fīld), Sir Edward Augustus, brit. Admiral und Polarforscher, geb. 27. März 1820 in Cheltenham, gest. 5. Sept. 1894 in Queensgate bei London, trat 1834 in die Marine ein und beteiligte sich mit drei Fahrten an der Franklinsuche. Auf der ersten drang er 1852 mit dem von Lady Franklin ausgerüsteten Dampfer Isabel im Smithsund bis 79° nördl. Br. vor, wo er ein offenes Polarmeer zu erblicken glaubte; auf der zweiten fuhr er zur Rettung Meyers Belchers (s. d.) mit dem Dampfer Phönix durch die Barrowstraße in den Wellingtonkanal und erhielt hier Kunde von der Entdeckung der Nordwestpassage durch Mc Clure; auf der dritten brachte er mit dem Phönix einen Teil der Mannschaften Belchers nach der Heimat zurück. I. wurde 1853 Kapitän, 1875 Vizeadmiral, 1879 Admiral und nahm 1885 seinen Abschied. Er schrieb unter anderm: »A summer's search for Sir John Franklin« (Lond. 1853).
 
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Inglēse (ital.), Engländer.
 
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Inglis, 1) Sir Robert Harry, brit. Politiker, geb. 12. Jan. 1786, gest. 5. Mai 1855, studierte in Oxford und ward 1818 Rechtsanwalt, praktizierte aber als solcher nicht. 1824 ins Unterhaus gewählt, trat er 1829 Peel, der wegen seines Meinungswechsels in Sachen der Katholikenemanzipation sein Mandat für die Universität Oxford niedergelegt hatte, entgegen und siegte mit starker Majorität. Seitdem Vertreter der Universität, galt er als Führer der hochkirchlichen Partei im Unterhaus und kämpfte hartnäckig, aber vergeblich gegen alle Neuerungen auf staatlichem und kirchlichem Gebiet. 1847 war er Präsident der Britischen Association, und 1850 ward er der Nachfolger Walter Scotts in dem Ehrenamt eines Professors der Altertümer an der königlichen Akademie der Künste. Im Januar 1854 legte er sein Parlamentsmandat nieder.
   2) Henry David, engl. Schriftsteller, geb. 1795 in Edinburg, gest. 20. März 1835 in London, widmete sich anfangs dem Geschäftsleben, dann der Belletristik, reiste, schrieb unter dem Pseudonym Derwent Conway die »Tales of the Ardennes« (1825 u. ö.) und, als diese günstig aufgenommen wurden, die weitern Reisewerke: »Journey through Norway, Sweden and Denmark« (1826, 4. Aufl. 1837), »Solitary walks through many lands« (1828, 3. Ausg. 1843), »Tour through Switzerland, the South of France and the Pyrenees« (1830, 2 Bde.; neue Ausg. 1840), »Spain in 1830«, wohl sein bestes Werk (1831, 2 Bde.; 2. Aufl. 1839), »The Tyrol, with a glance at Bavaria« (1833, 2 Bde.; deutsch, Leipz. 1833), »Ireland in 1834« (1834, 2 Bde.; 5. Aufl. 1838) und »The Channel islands« (1835, 2 Bde.; neue Ausg. 1840), sämtlich ausgezeichnet durch elegante und korrekte Darstellung. Geringeres Glück machte sein Roman »The new Gil Blas«. Sein letztes Werk war: »Rambles in the footsteps of Don Quixote« (1837).
   3) John Eardley Wilmot, brit. General, geb. 15. Nov. 1814 in Neuschottland, gest. 27. Sept. 1862, trat 1833 in die englische Infanterie und zeichnete

[Bd. 6, Sp. 834]


sich in den indischen Feldzügen von 1848 und 1849 aus. 1855 wurde er Oberst und befehligte 1857 das 32. Regiment in Lakhnau, der Hauptstadt von Audh, als der Aufstand der Sipahi ausbrach. Nachdem der General Sir Henry Lawrence 2. Juli tödlich verwundet war, übernahm I. den Oberbefehl über die in Lakhnau eingeschlossenen Europäer und schlug vier Angriffe des weit überlegenen Feindes ab. Nach 87tägiger Belagerung im September durch Outram und Havelock entsetzt, vereinigte er sich im November mit der Hauptmacht unter Colin Campbell, machte die Schlacht bei Khanpur 28. Nov. mit und blieb sodann als Kommandant dieser Stadt zurück. Zum Generalmajor ernannt, brachte I. im Februar 1858 den Insurgenten des Gwaliorkontingents bei Kalpi eine entscheidende Niederlage bei. Bald darauf wurde er Oberbefehlshaber der englischen Truppen auf den Ionischen Inseln. 1892 veröffentlichte seine Gattin ihr Tagebuch aus Indien: »Siege of Lucknow«.
 
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Ingluvĭes (lat.), der Kropf.
 
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Ingman, Santeri, finn. Romanschriftsteller, geb. 9. Juni 1866 in Sodankylä (Lappland) als Sohn eines Pfarrers, studierte besonders finnische Geschichte, promovierte 1894 und wurde Mitredakteur der jetzt verbotenen jungfinnischen Tageszeitung »Päivälehti« und Vorsitzender der Arbeiterdelegation. Seine gutmütig humorvollen und dabei scharf beobachtenden Novellen aus dem Alltagsleben (»Im Zwielicht«, »In der Reservekaserne«) haben ihn sehr populär gemacht. »Juho Vesainen« (1894) und »Anna Flemming« (1900) sind die ersten historischen Romane in finnischer Sprache.
 
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Ingo (urgerman. Ingwas), einer der drei Söhne des Gottes Meyers Mannus (s. d.).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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