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Ingeneriert bis Ingenieurkomitee (Bd. 6, Sp. 830 bis 831)
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Artikelverweis Ingeneriert (lat.), mit der Zeugung oder Geburt eingepflanzt, anerschaffen, angeboren.
 
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Ingenicŭlus, Sternbild, s. Hercules.
 
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Ingenieur (franz., v. lat. ingenium, Kriegsmaschine), der Verwalter, Werkmeister der Kriegsmaschinen und Geschütze, später Kriegsbaumeister und Offizier des Ingenieur- oder Pionierkorps. Im nichtmilitärischen Sinne versteht man unter I. den auf einer Technischen Hochschule ausgebildeten Techniker, der auf dem Gebiete der Ingenieurwissenschaften (Bauingenieur, s. d.), des Maschinen- und Schiffbaues (Maschineningenieur, s. d.), des Hüttenwesens und der Elektrotechnik tätig ist. Nach Ablegung der Diplomprüfung haben die Ingenieure das Recht, sich Diplomingenieur (s. Meyers Diplomprüfung) zu nennen. Diese Ingenieure sind teils Beamte, teils selbständige Unternehmer (Zivilingenieure, s. d.). Bei großen Betrieben steht unter einem Oberingenieur eine Anzahl von Sektions-, Abteilungs-, Bezirksingenieuren. In Holland trennten sich gegen Ende des 16. Jahrh. die Hydraulik-Architekten von den Architekten im engern Sinne, den Hochbauern; in England entwickelte sich der Ingenieurstand zu Anfang des 19. Jahrh. aus der Berufsklasse des Wasserbautechnikers und des Bergmannes. Gegenwärtig versteht man in England wie auch in Amerika unter I. einen Lokomotivführer, Werkführer etc., während der wissenschaftlich gebildete selbständige Techniker Civil Engineer (abgekürzt C. E.) heißt. In Frankreich wurde das erste Ingenieurkorps für Straßen- und Brückenbau 1720 und 1747 in Paris von Peronet die Zivilingenieurschule gegründet, aus der 1795 die Ecole des ponts et chaussées hervorging, deren Zöglinge die Ecole polytechnique absolviert haben und allein den Titel eines I. des ponts et chaussées führen. Man unterscheidet den I. ordinaire, den I. en chef und den Inspecteur général. In den Vereinigten Staaten stehen den militärisch erzogenen United States Engineers die Civil Engineers gegenüber, die bei ältern Fachgenossen, in den Instituten des Staates oder an Universitäten, die eine Fakultät für Civil Engineering besitzen, ausgebildet sind. Sie gliedern sich in Statical, Mechanical und Mining Engineers. In Österreich besteht eine Berufskategorie, deren Angehörige den gesetzlich geschützten Titel eines diplomierten Zivilingenieurs führen. Auch die niedern Stellen der Staatsbautechniker heißen offiziell Ingenieurassistenten, Ingenieure und Oberingenieure. Über die Verhältnisse in Deutschland s. Meyers Bauingenieur und Meyers Zivilingenieure. Verein deutscher Ingenieure, s. unten (S. 831).
 
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Ingenieurbelagerungspark, s. Meyers Belagerungspark.

[Bd. 6, Sp. 831]



 
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Ingenieurbelagerungstrain, s. Meyers Belagerungstrain.
 
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Ingénieur commercial (Handelsingenieur), ein Titel, den die Handelshochschule in Brüssel (eröffnet im Winter 1904) denjenigen ihrer Besucher verleiht, die nach Beendigung des drei Jahre umfassenden Studiums das Abgangsexamen bestehen.
 
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Ingenieurdistanz, russische Behörde, ähnlich der deutschen Festungsinspektion. Vgl. Ingenieurinspektion.
 
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Ingenieure, Verein deutscher, bezweckt ein inniges Zusammenwirken der geistigen Kräfte deutscher Technik zum Wohle der vaterländischen Industrie. 1856 als ein deutscher Verein gegründet, hat er gegenwärtig eine Mitgliederzahl von fast 19,000 erreicht, und mit seinen 45 Bezirksvereinen erstreckt er sich über das ganze Deutsche Reich. Sitz und Geschäftsstelle hat der Verein in Berlin, wo er ein eignes Haus besitzt; sein Vermögen beträgt über 1 Mill. Mk., und die von ihm ins Leben gerufene Hilfskasse für deutsche Ingenieure hat ein Vermögen von rund 120,000 Mk. An der Spitze des Vereins steht ein Vorstand von fünf Personen, die Geschäfte führt der Vereinsdirektor. Weitere Organe sind der Vorstandsrat, der aus den Mitgliedern des Vorstandes und den Vertretern der Bezirksvereine besteht, und die Hauptversammlung, eine jährliche Wanderversammlung. Die bedeutendste Unternehmung des Vereins ist die »Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure«, die wöchentlich einmal erscheint und auf dem von ihr bearbeiteten Gebiete des Maschineningenieurwesens, einschließlich Elektrotechnik und Schiffbau, eine erste Stelle in der gesamten technischen Literatur einnimmt. Ihre Auflage im I. 1904 betrug 21,000. Außerdem ist der Verein unausgesetzt mit der Bearbeitung technischer Fragen im Dienste der Allgemeinheit beschäftigt. Das deutsche Patentgesetz ist unter seiner wesentlichen Mitwirkung zustande gekommen; bei der Organisation des technischen Unterrichts in Hochschulen, Mittelschulen und niedern Fachschulen sind seine Vorschläge von maßgebendem Einfluß gewesen. Bei der Dampfkesselgesetzgebung ist er nicht minder tätig gewesen als bei der Begründung der zahlreichen Dampfkessel-Überwachungsvereine, zu denen seine Bezirksvereine die Anregung gegeben haben. Für zahlreiche Vorkommnisse des technischen Lebens hat er feste Regeln und Vorschriften geschaffen: für die Gebührenberechnung von Ingenieurarbeiten, für die Lieferung von Eisenkonstruktionen, für Leistungsversuche an Dampfkesseln und Dampfmaschinen, für Muffen- und Flanschenröhren u. a. Nicht minder beachtenswert sind seine Bemühungen, durch Preisaufgaben, durch technisch-wissenschaftliche Versuche und durch die Herausgabe von Schriftwerken die Technik zu fördern. Zu letztern gehört das Technolexikon, das unter Leitung von Jansen bis 1908 vollendet sein soll, und die Geschichte der Dampfmaschine von Matschoß, deren Abschluß 1906 erwartet wird.
 
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Ingenieurgeographen (Geniegeographen), frühere Bezeichnung der jetzt Trigonometer, Topographen und Kartographen genannten Beamten der Landesaufnahme im Großen Generalstab. Vgl. Guide.
 
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Ingenieurinspektion, Behörde für das Festungswesen, der eine Anzahl Festungen unterstehen, vgl. Ingenieurkorps. Bayern hat eine Inspektion des Ingenieurkorps und der Festungen, der auch Pioniere und Verkehrstruppen unterstehen.
 
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Ingenieurkomitee (Geniekomitee), Militärbehörde zur Beratung besonderer Angelegenheiten des Ingenieur- und Pionierwesens; vgl. Ingenieurkorps und Festungsbauschule. In Österreich ist die Geniesektion die zweite Abteilung des technischen Militärkomitees.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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