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Ingamos bis Ingelow (Bd. 6, Sp. 829)
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Artikelverweis Ingamos, die eßbaren Wurzelknollen mehrerer Arten von Dioscorea.
 
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Inganno (ital.), Betrug, in der Musik soviel wie Meyers Trugschluß (s. d.); per i., betrüglicherweise.
 
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Ingasipo, s. Meyers Inga.
 
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Ingävōnen (Ingaevones oder Inguaeones), dritter Hauptstamm der Germanen, dessen Namen Tacitus auf Ingo oder Inguo, Sohn des Mannus, zurückführt. Er begreift die Küstenvölker an der Nordsee, von der Rheinmündung bis zur Jütischen Halbinsel hinaus. Zu ihnen gehörten die Friesen, Chauken, Angriwarier, Amsivarier, Angeln, Teutonen etc.
 
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Ingber, Pflanzengattung, s. Zingiber.
 
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Ingeborg, Königin von Frankreich, Tochter des Königs Waldemar I. von Dänemark, eine schöne, tugendhafte Prinzessin, wurde 1193 in Amiens die zweite Gemahlin König Philipps II. August von Frankreich, der aber unmittelbar nach der Brautnacht eine unüberwindliche Abneigung gegen sie faßte und sie nicht als Gattin anerkennen wollte; wegen angeblicher Verwandtschaft wurde die Ehe von dem Erzbischof von Reims getrennt und I. in das Kloster Beaurepaire verbannt, während Philipp sich 1196 mit Agnes von Meran (s. Meyers Agnes 3) vermählte. Papst Cölestin erklärte indes die Scheidung für ungültig, und als Philipp sich weigerte, I. wieder aufzunehmen, sprach Papst Innozenz III. im Januar 1200 über Frankreich das Interdikt aus. Nach längerm Sträuben mußte sich Philipp im November d. J. fügen und von Agnes trennen; aber erst 1213 wurde I. nach 17jähriger Gefangenschaft in Etampes wieder am Hof aufgenommen. Sie blieb kinderlos und starb 1236 in Corbeil. Vgl. Davidsohn, Philipp II. August von Frankreich und I. (Stuttg. 1888).
 
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Ingegneri (spr. indschenjēri), Angiolo, ital. Dichter und Literator, geb. um 1550 in Venedig, gest. um 1613 in Rom, stand im Dienste der Herzoge von Guastalla, Urbino und Savoyen und wurde zuletzt Sekretär des Kardinals Cinzio Aldobrandini in Rom. I. verschaffte Tasso, als dieser 1578 als Flüchtling nach Turin kam, ein Asyl und beförderte die »Gerusalemme liberata« zum Druck (Casalmaggiore 1581). Von seinen Werken sind eine Bearbeitung von Ovids »Remedia amoris« in Oktaven (Avignon 1576), »La danza di Venere«, Hirtendrama (Vicenza 1589), die Abhandlung »Del buon segretario« (Rom 1594) und der »Discorso della poesia rappresentativa e del modo di rappresentare le favole sceniche« (Ferrara 1598) hervorzuheben.
 
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Ingelfingen, Stadt im württemberg. Jagstkreis, Oberamt Künzelsau, am Kocher, 216 m ü. M., hat eine evang. Kirche, das Stammschloß des Fürsten von Hohenlohe-Öhringen, ein altes Schloß, Schloßruine (Lichteneck), Lateinschule, Weingärtnergesellschaft, Goldwarenfabrik, Fabrikation von Keltern und Kellereieinrichtungen, ein Elektrizitätswerk, Dampfmolkerei, Gerberei, Weinbau und (1900) 1061 Einw. Die Stadt wird als Luft- und Traubenkurort besucht und ist Hauptort einer fürstlich Hohenloheschen Standesherrschaft. I. fiel 1287 an die Grafen von Hohenlohe und erhielt 1302 Stadtrechte. Es ist Geburtsort des Theologen David Chyträus.
 
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Ingelheim (Ober- und Nieder-I.), zwei Flecken in der hess. Provinz Rheinhessen, Kreis Bingen, nahe beieinander, unfern des Rheins, Knotenpunkt der preußisch-hessischen Staatsbahnlinie Mainz-Koblenz und der Eisenbahn Frei Weinheim-Jugenheim-Partenheim. Ober-I., an der Selz, mit Mauern umgeben, ehemals Reichsstadt, hat eine romanische evang. Kirche mit vielen Denkmälern, eine kath. Kirche, Synagoge, Reste einer alten Burg, Amtsgericht, vorzüglichen Weinbau (Rotwein) und (1900) 3402 meist evang. Einwohner. Nieder-I. hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Ruinen eines alten Palastes, ebenfalls Weinbau sowie Papier-, Zement- und Malzfabrikation, eine chemische Fabrik, Ziegelbrennerei und (1900) 3435 Einw. Der Ort ist der Sage nach Geburtsort Karls d. Gr., der hier 768774 eine durch seltene Pracht ausgezeichnete Pfalzerbaute. Das Gebäude war mit 100 Marmorsäulen, Skulpturen und Mosaikzieraten aus Italien, meist Geschenken des Papstes Hadrian I., geschmückt und wiederholt der Schauplatz von Reichsversammlungen. Friedrich I. ließ den Palast wiederherstellen; Karl IV. bewohnte ihn zuletzt und verpfändete ihn dann an Kurpfalz. Im Kriege des Pfalzgrafen Friedrich des Siegreichen gegen den Erzbischof Adolf von Mainz (1462) ward das Gebäude von den Mainzern in Brand gesteckt. Die Stätte des ehemaligen Palastes heißt bei den Einwohnern noch heute der »Saal«. Von den Säulen sind einzelne nach Paris gekommen; eine befindet sich im Museum zu Wiesbaden, eine andre am Brunnen auf dem Schillerplatz zu Mainz. Vgl. Loersch, Der Ingelheimer Oberhof (Bonn 1885); Clemen, Der karolingische Kaiserpalast zu I. (»Westdeutsche Zeitschrift«, Bd. 9, Trier 1890).
 
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Ingelmünster, Flecken in der belg. Provinz Westflandern, Arrond. Roeselare, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie I.-Anseghem und der flandrischen Bahnen Brügge-Courtrai und I.-Thielt, mit einem Schloß, Leinweberei, Fabrikation von Teppichen und Spitzen und (1902) 6716 Einw. Hier 10. Mai 1794 Treffen zwischen den Franzosen und den vereinigten Engländern und Hannoveranern.
 
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Ingelow (spr. inndschelō), Jean, engl. Dichterin, geb. 1820 in Boston (Lincolnshire), gest. 20. Juli 1897 in London, trat 1850 mit »A rhyming chronicle of incidents and feeling« auf, dem Erzählungen: »Tales of Orris« (1860), und ein oft aufgelegter

[Bd. 6, Sp. 830]


Band Gedichte: »Round of days« (1863) folgten. Seitdem hat sie in Vers und Prosa viel für Zeitschriften geschrieben und weiter selbständig veröffentlicht die Dichtungen: »Home thoughts and home scenes« (1865), »A story of doom, and other poems« (1867), »Mopsa the fairy« (1867, 5. Aufl. 1891) und »Little wonder-horn« (1872); ferner die Romane: »Off the skelligs« (1873, 4 Bde.), »Fated to be free« (1875), »Sarah de Berenger« (1880), »Don John« (1881) u. a. Ein dritter Band Gedichte erschien 1885, eine Sammlung ihrer »Lyrical and other poems« 1886, »Poetical works« 1898. Sie konnte mit ihren spätern Gedichten zwar nicht mehr den großen Erfolg ihrer ersten erreichen, blieb aber zeitlebens beliebt, besonders durch ihre Seedichtungen. Vgl. »Some recollections of Jean I. and her early friends« (Lond. 1901).

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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