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Infūsum bis Ingelfingen (Bd. 6, Sp. 828 bis 829)
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Artikelverweis Infūsum (lat.), Ausguß; I. sennae compositum, Wiener Trank.
 
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In futūrum (lat.), für die Zukunft, inskünftige.
 
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Inga Willd., Gattung der Leguminosen, große Sträucher oder Bäume, mit einfach gefiederten Blättern, 25 oder 6 Paare breiten Fiederblättchen und oft geflügeltem Blattstiel, weißen oder gelblichen, oft sehr großen filzigen Blüten, zu kugeligen Dolden oder Köpfchen oder eiförmigen, bisweilen verlängerten Ähren vereinigt, die einzeln oder gebüschelt in den Blattachseln oder in gedrängten Rispen an den Zweigenden stehen. Die Hülsen sind lineal, gerade oder

[Bd. 6, Sp. 829]


etwas gekrümmt, flach, vierkantig oder fast stielrund, meist mit verdickten Nähten und süßem Fruchtbrei. Gegen 140 Arten im tropischen und südlichen subtropischen Amerika und Westindien. I. vera Willd., ein mittelamerikanischer und westindischer Baum, besonders häufig auf Jamaika und Trinidad, hat über 15 cm lange, gekrümmte Früchte, deren süßes Mark als Abführmittel benutzt wird. Das Holz ist als Cuba-Grenadille, Kokosholz im Handel. Die Rinde dient zum Gerben und Färben. I. spectabilis Willd., ein schöner, großer Baum auf Panama, wird seiner oft über 60 cm langen Früchte halber auch in Neugranada kultiviert und liefert wohlschmeckendes Fruchtmus. I. Marthae Spr., auf den westindischen Inseln und im nördlichen Chile, hat sehr gerbsäurereiche (bis 70 Proz.) Früchte (Algarobilla), die zum Färben benutzt werden. I. biglobosa Willd. (Parkia africana R. Br., Dourabaum), im tropischen Afrika, liefert mehlige, bitter, aber nicht unangenehm schmeckende Samen (Kaffee vom Sudân), die von den Negern geröstet, zerrieben und zu schokoladeartigen Kuchen verarbeitet werden. Die unreifen, knoblauchartig riechenden Samen werden, wie die Blätter, roh und gekocht gegessen und sollen faulem Wasser den unangenehmen Geschmack nehmen. Der süßen Hülsen (Packai) halber wird I. Feuillei DC. in Peru und I. edulis Mart. (Ingasipo), die von Zentralamerika bis Nordbrasilien vorkommt, in Südbrasilien kultiviert.
 
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Ingamos, die eßbaren Wurzelknollen mehrerer Arten von Dioscorea.
 
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Inganno (ital.), Betrug, in der Musik soviel wie Meyers Trugschluß (s. d.); per i., betrüglicherweise.
 
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Ingasipo, s. Meyers Inga.
 
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Ingävōnen (Ingaevones oder Inguaeones), dritter Hauptstamm der Germanen, dessen Namen Tacitus auf Ingo oder Inguo, Sohn des Mannus, zurückführt. Er begreift die Küstenvölker an der Nordsee, von der Rheinmündung bis zur Jütischen Halbinsel hinaus. Zu ihnen gehörten die Friesen, Chauken, Angriwarier, Amsivarier, Angeln, Teutonen etc.
 
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Ingber, Pflanzengattung, s. Zingiber.
 
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Ingeborg, Königin von Frankreich, Tochter des Königs Waldemar I. von Dänemark, eine schöne, tugendhafte Prinzessin, wurde 1193 in Amiens die zweite Gemahlin König Philipps II. August von Frankreich, der aber unmittelbar nach der Brautnacht eine unüberwindliche Abneigung gegen sie faßte und sie nicht als Gattin anerkennen wollte; wegen angeblicher Verwandtschaft wurde die Ehe von dem Erzbischof von Reims getrennt und I. in das Kloster Beaurepaire verbannt, während Philipp sich 1196 mit Agnes von Meran (s. Meyers Agnes 3) vermählte. Papst Cölestin erklärte indes die Scheidung für ungültig, und als Philipp sich weigerte, I. wieder aufzunehmen, sprach Papst Innozenz III. im Januar 1200 über Frankreich das Interdikt aus. Nach längerm Sträuben mußte sich Philipp im November d. J. fügen und von Agnes trennen; aber erst 1213 wurde I. nach 17jähriger Gefangenschaft in Etampes wieder am Hof aufgenommen. Sie blieb kinderlos und starb 1236 in Corbeil. Vgl. Davidsohn, Philipp II. August von Frankreich und I. (Stuttg. 1888).
 
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Ingegneri (spr. indschenjēri), Angiolo, ital. Dichter und Literator, geb. um 1550 in Venedig, gest. um 1613 in Rom, stand im Dienste der Herzoge von Guastalla, Urbino und Savoyen und wurde zuletzt Sekretär des Kardinals Cinzio Aldobrandini in Rom. I. verschaffte Tasso, als dieser 1578 als Flüchtling nach Turin kam, ein Asyl und beförderte die »Gerusalemme liberata« zum Druck (Casalmaggiore 1581). Von seinen Werken sind eine Bearbeitung von Ovids »Remedia amoris« in Oktaven (Avignon 1576), »La danza di Venere«, Hirtendrama (Vicenza 1589), die Abhandlung »Del buon segretario« (Rom 1594) und der »Discorso della poesia rappresentativa e del modo di rappresentare le favole sceniche« (Ferrara 1598) hervorzuheben.
 
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Ingelfingen, Stadt im württemberg. Jagstkreis, Oberamt Künzelsau, am Kocher, 216 m ü. M., hat eine evang. Kirche, das Stammschloß des Fürsten von Hohenlohe-Öhringen, ein altes Schloß, Schloßruine (Lichteneck), Lateinschule, Weingärtnergesellschaft, Goldwarenfabrik, Fabrikation von Keltern und Kellereieinrichtungen, ein Elektrizitätswerk, Dampfmolkerei, Gerberei, Weinbau und (1900) 1061 Einw. Die Stadt wird als Luft- und Traubenkurort besucht und ist Hauptort einer fürstlich Hohenloheschen Standesherrschaft. I. fiel 1287 an die Grafen von Hohenlohe und erhielt 1302 Stadtrechte. Es ist Geburtsort des Theologen David Chyträus.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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