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Infralias bis Infusionsmethode (Bd. 6, Sp. 826 bis 827)
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Artikelverweis Infralias, ältere Bezeichnung für die rätische Stufe, s. Meyers Triasformation.
 
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Infrarot, soviel wie Ultrarot (s. d.).
 
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In fraudem creditōrum, i. f. legis, s. Meyers Fraus.
 
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Infrequenz (lat.), Mangel an Besuchern.
 
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Infrigidation (lat.), Abkühlung, Erkaltenlassen.
 
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Inful (lat. Infŭla), bei den alten Römern eigentümliche Art Kopfbedeckung (auch vitta), bestehend in einer breiten wollenen weißen (selten scharlachroten) Binde, die bald breit um das Haupt gelegt, bald turbanartig gewunden ward und an beiden Seiten mit herabhängenden Bändern versehen war. Als Zeichen religiöser Weihe und Unverletzlichkeit ward sie gewöhnlich von Priestern und Vestalinnen, später auch von den Kaisern und höhern Magistraten getragen. Auch Schutzflehende legten diese Binde an. Als Zeichen heiliger Bestimmung ward sie den Opfertieren um das Haupt gebunden; auch leblose Gegenstände wurden zum Zweck der Weihe damit versehen. Da eine solche Binde schon im 11. Jahrh. Abzeichen der Geistlichen war, so brauchte man das Wort I. gleichbedeutend mit Priesterornat, Meyers Mitra (s. d.). Schon im 13. Jahrh. aber wurde I. nur für die von der bischof lichen Mitra und von der Kaiserkrone auf den Rücken herabhängenden Bänder, die eigentlich nur den Bischöfen, nicht den Abten zukamen, gebraucht. Eine Mitra, die Infuln hatte, und ein Abt, der solche führen durfte, hießen insuliert. Dies Wort (»insuliert«) wird auch in der Heraldik gebraucht und bedeutet hier mit der I. (Mitra) gekrönt, z. B. insulierter Löwe (im abessinischen Wappen).
 
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In full dress (engl.), in Gala; s. Meyers Dress.
 
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Infŭndibŭlum (lat.), Trichter; s. auch Meyers Gehirn, S. 468.
 
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Infundieren (lat.), eingießen.
 
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Infusion (lat., »Eingießung«), das Einbringen von Flüssigkeiten in den Körper auf ungewöhnlichem Weg behufs Aufnahme in den Blutkreislauf. Man unterscheidet je nach dem Verfahren: 1) I.

[Bd. 6, Sp. 827]


direkt in die Blutadern (intravenöse Injektion), 2) I. in die Bauchhöhle, 3) I. in den Mastdarm (s. Meyers Eingießung), 4) I. unter die Haut. Am meisten Anwendung findet heutzutage die I. in die Venen und unter die Haut. Erstere wird wohl mehr in Krankenhäusern, wo genügend Assistenz vorhanden ist, ausgeführt, während letztere wegen ihrer einfachen Technik Gemeingut aller praktischen Ärzte ist. Sie wird mittels Hohlnadel, Schlauch und Trichter ausgeführt, und zwar benutzt man ausschließlich die sogen. physiologische Kochsalzlösung von 0,6 Proz., je nach Bedarf 0,251,5 Lit. auf einmal. Sie wird zu raschem Flüssigkeitsersatz in der Behandlung schwerer Blut- und Wasserverluste des Körpers angewendet, besonders wenn infolge Ohnmacht, Brechreiz und andern Umständen es nicht möglich ist, auf dem natürlichen Weg, also durch Trinken von Wasser u. dgl., den Flüssigkeitsersatz rasch und gefahrlos zu bewerkstelligen; es gehören hierher schwere geburtshilfliche und chirurgische Blutverluste; Cholera asiatica; akuter Brechdurchfall der Kinder und Erwachsenen; chronischer Darmkatarrh; Kinderatrophie; innere Blutungen bei Typhus, Magengeschwür etc. Hierbei besteht die Wirkung der I. darin, daß das leer gehende Herzpumpwerk wieder gespeist wird. Die I. findet ferner Anwendung bei vielen Vergiftungen, sowohl durch Gifte, die von außen in den Körper gelangt sind (Strychnin, Kohlenoxyd [Kohlendunst, Leuchtgas], Kohlensäure, Phosphor, Jodoform, Arsenik, Karbolsäure), als auch bei solchen, die sich im Körper selber gebildet haben (Urämie, Eklampsie, diabetisches Koma, Infektionskrankheiten). Hierbei bezweckt die I. die Verdünnung des im Blut enthaltenen Giftes und die Ausscheidung desselben durch Hebung der Nierentätigkeit und Schweißabsonderung (sogen. Auswaschung des Organismus). Die intravenöse Injektion ist in neuerer Zeit namentlich zur Einverleibung von zimtsaurem Natron bei Lungenschwindsucht vielfach geübt worden. Die intravenöse Injektion kleiner Flüssigkeitsmengen kann durch direkten Einstich in die mittels vorübergehender Umschnürung gestauten Blutadern der Ellenbeuge geschehen; zur Einverleibung größerer Flüssigkeitsmengen legt man eine Blutader durch Schnitt frei, eröffnet sie und bindet eine Kanüle ein. Zweckmäßig läßt man einen ausgiebigen Aderlaß vorhergehen. über I. von gasförmigem Sauerstoff in die Blutadern s. Meyers Sauerstofftherapie. In der Tiermedizin werden eine Anzahl von Arzneimitteln (Chlorbaryum, Kollargol) in eine Vene gespritzt, weil das Eingießen in den Mund und ebenso die Einspritzung großer Mengen unter die Haut schwierig oder unausführbar wäre, die Wirkung eine sichere und raschere ist und die Tiere diesen Eingriff ohne jede Störung vertragen. Eine ähnliche Applikation ist die Einspritzung in die Luftröhre (intratracheale Injektion), die ebenfalls, wie z. B. von Pferden, gut ertragen wird.
 
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Infusionsmethode, s. Meyers Bier, S. 843, und Parfümerie.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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