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Infanteriestellung bis In favōrem (Bd. 6, Sp. 819 bis 820)
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Artikelverweis Infanteriestellung, s. Meyers Festungskrieg, S. 483.
 
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Infanterietruppendivision, s. Meyers Österreich-Ungarische Monarchie (Heerwesen).
 
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Infanteriewerke, s. Meyers Festung, S. 476.
 
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Infanteristen, die Mannschaften der Meyers Infanterie (s. d.), also Füsiliere, Grenadiere, Musketiere, Jäger etc.; s. diese Artikel.
 
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Infantĭa (lat.), Kindesalter (s. Meyers Alter).
 
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Infantĭa Salvatōris (»die Kindheit des Heilands«), Titel mehrerer lateinisch, arabisch und syrisch vorhandener Meyers Apokryphen (s. d.), die sich in Fabeleien über Jesu Jugend ergehen.
 
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Infanticīda (lat.), Kindesmörder, Kindesmörderin; Infanticidĭum, Meyers Kindesmord (s. d.).
 
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Infantilismus, das abnorme, dauernde oder vorübergehende Verharren der körperlichen Entwickelung auf kindlicher Stufe. Dementsprechend ist das Längenwachstum ein geringes, die Entwickelung stärkerer Muskulatur und stärkerer Knochen, wie die sonstigen Zeichen der Pubertät, das Hervorbrechen der Bart- und Schamhaare, Veränderung der Stimme, Entwickelung der Geschlechtsorgane treten mangelhaft oder verzögert ein. Dasselbe gilt für die mit der Pubertät verbundene Fortentwickelung des Charakters. Ursachen des I. können vielerlei vererbte oder erworbene krankhafte Störungen sein; nicht selten ist I., vor allem das gehemmte Längenwachstum, auf mangelhafte Tätigkeit der Schilddrüse zurückzuführen, also dem Kretinismus verwandt, und durch Darreichung von Schilddrüsenpräparaten zu bessern.
 
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Infarkt (lat. Infarctus, griech. Emphraxis, »Anschoppung, Verstopfung«), in der alten Medizin ursprünglich von der Verstopfung der Därme durch harte Massen gebraucht, namentlich durch verhärtete Kotballen oder durch ungekaute und unverdaute Speisen. Gegenwärtig versteht man unter I. nur den hämorrhagischen I., d. h. die Infiltration der Gewebe durch erg offenes Blut. Der hämorrhagische I. kommt vorzugsweise in den Lungen, der Milz und den Nieren vor. Er tritt hier in Gestalt größerer oder kleinerer (in der Lunge bis faustgroßer, in den Nieren meist nur bohnengroßer) Knoten von keilförmiger Gestalt auf, die sich durch ihre Härte von der weichen Umgebung leicht abgrenzen lassen. Die Grundfläche des Keiles entspricht der Oberfläche, seine Spitze dem Innern des betreffenden Organs. Die hämorrhagischen Infarkte entstehen durch allmähliches Aussickern des Blutes aus den feinsten Gefäßen, wobei die Blutkörperchen sich zwischen die Gewebselemente und in die von diesen gebildeten Hohlräume (z. B. Lungenbläschen, Harnkanälchen etc.) einlagern und das Parenchym der Organe zwischen sich zusammendrücken. Anfänglich ist der hämorrhagische I. auf der Schnittfläche dunkel blutrot und feucht; später, wenn das Blut geronnen ist, wird er trockner und fester, bleibt aber noch düster braunrot. Allmählich jedoch erblaßt der I., wird hellgelb, sehr trocken und fest; dabei verkleinert er sich, und schließlich verschwindet er gänzlich unter Hinterlassung einer tiefeingezogenen Narbe. Die Ursache der Infarktbildung liegt in einer plötzlich auftretenden

[Bd. 6, Sp. 820]


Verstopfung der blutzuführenden Arterie des betroffenen Gebiets, und diese Verstopfung erfolgt durch Blutgerinnsel auf dem Wege der Embolie (s. d.). Vgl. Endarterie. Beim hämorrhagischen I. der Lungen, der bei gewissen Herzkrankheiten häufig vorkommt, gelangt ein Teil des ergossenen Blutes in die Luftröhrenäste und wird ausgehustet (Bluthusten, hämoptoischer I.). Die meist kleinen Infarkte der Nieren bedingen vorübergehendes Blutharnen. Milz- und Niereninfarkte werden vorzugsweise bei Entzündung der Klappen in der linken Herzhälfte beobachtet, Lungeninfarkte dagegen schließen sich an die Erweiterung des rechten Vorhofs und der rechten Herzkammer an. An den ursprünglich erkrankten Stellen des Herzens bilden sich in der Regel die Gerinnsel, die mit dem Blutstrom verschleppt und die unmittelbare Ursache der Infarkte werden. Es kann aber auch von andern Stellen her, z. B. von einem Jaucheherd aus, Material zur Bildung metastatischer Infarkte in die Blutbahn gelangen. Für den Ausgang der Infarkte ist die Beschaffenheit des verschleppten Blutgerinnsels entscheidend; ist dies unschädlicher Natur (nicht bakterienhaltig), so erfolgt die geschilderte Narbenbildung; enthält es Bakterien oder Eiter, so vereitert der I. und kann um sich greifen. Zahlreiche Infarkte letzterer Art treten beim Eiterfieber auf. Von ärztlicher Behandlung der hämorrhagischen Infarkte kann kaum gesprochen werden. Nur beim I. der Lungen, der mit Lungenblutung einhergeht, wird sie rein symptomatisch, ähnlich wie bei andern Lungenblutungen, stattfinden können. Vgl. Bluthusten; ferner die Artikel Harnsäureinfarkt und Kalkinfarkt.
 
Artikelverweis 
Infatigābel (lat.), unermüdlich.
 
Artikelverweis 
In favōrem (lat.), zugunsten.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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