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Kandidāt bis Kandschur (Bd. 6, Sp. 556 bis 557)
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Artikelverweis Kandidāt (lat.), bei den Römern der Bewerber um ein Amt (s. Candidatus); in der alten katholischen Kirche ein Neugetaufter, da ein solcher noch eine Woche lang ein weißes Gewand tragen mußte; in neuerer Zeit besonders in der protestantischen Kirche der Theolog, der nach bestandener Prüfung die Anwartschaft auf ein Predigeramt erhalten hat; dann auch allgemein

[Bd. 6, Sp. 557]


ein Bewerber um irgend ein Amt. Daher Kandidatur, die Bewerbung um ein Amt; kandidieren, als K., Bewerber, auftreten.
 
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Kandieren (franz.), Verzuckern von Gewürzen, eingemachten Wurzeln, Früchten u. dgl., geschieht auf die Weise, daß man die zu kandierenden Gegenstände zwischen Drahtgittern in ein passendes Gefäß legt und eine blutwarme Lösung von reinem Zucker in Wasser, die an der Zuckerwage 34° zeigt, darüber gießt und einige Tage stehen läßt. Die Gegenstände bedecken sich in dieser Zeit mit Kristallen und werden nachher getrocknet (Kanditen). Eingemachte Sachen kann man auch immer wieder mit Zuckerpulver bepudern und an einen warmen Ort legen, bis sie endlich trocken geworden sind. Vgl. Hausner, Die Fabrikation der Konserven und Kanditen (3. Aufl., Wien 1898). K. von Samen, s. Meyers Saat.
 
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Kandĭltagh, Bergkette in Russisch-Turkistan, zum Tiënschan gehörig, erstreckt sich vom Alatau in nordwestlicher Richtung, bildet die Wasserscheide zwischen Ili und Tschu und erreicht im Snoktube 3050, im Bischmainak 2960 m, überschreitet aber die Schneegrenze nicht. Unter den leicht überschreitbaren Pässen werden der Kastek und Kurdai am meisten begangen.
 
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Kandiōl, s. Ceratonia.
 
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Kandiōten, Bewohner der Insel Meyers Kreta (s. d.).
 
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Kandis (Kandiszucker), s. Meyers Zucker.
 
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Kandīten, kandierte Früchte etc. (s. Meyers Kandieren); dann auch Bonbons, Fruchtbonbons, Pralinés, Dragés etc.
 
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Kandolleazeen, s. Meyers Candolleazeen.
 
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Kandrzin-Pogorzelletz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Kreis Kosel, an der Klodnitz und am Klodnitzkanal, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Brieg-Oderberg, K.-Deutschwette, K.-Kosel und K.-Oswieçim, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine Spiritusfabrik, Zinkraffinerie, eine Dampfziegelei und (1900) 2302 Einw.
 
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Kandschar (Khandschar), s. Meyers Handschar.
 
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Kandschur (auch Kahgyur, genauer b Kahhgyur), die tibetische Übersetzung der heiligen Schriften der Buddhisten, umfaßt 1083 Werke, die in 100108 Bänden vereinigt sind. Die Sammlung wurde wiederholt in Holz geschnitten und gedruckt. Sie ist um 1310 n. Chr. ins Mongolische übersetzt worden. Vgl. das von der Petersburger Akademie herausgegebene Werk »Kandjur oder Index des K.« (Petersb. 1845, mit Vorwort von J. J. Schmidt); Csoma de Körös, Analyse du Kandjour et du Tandjour (franz. von Feer, in »Annales du Musée Guimet«, Bd. 2, Par. 1881); Feer, Textes tirés du Kandjour (das. 186471); Waddell, Buddhism of Tibet, S. 157 ff. (Lond. 1895).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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