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Kanadabalsam bis Kanāl (Bd. 6, Sp. 535)
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Artikelverweis Kanadabalsam, ein Terpentin, der in Kanada und den Nachbarländern aus der Balsamtanne (Abies balsamea und A. Fraseri, vielleicht auch aus A. canadensis) gewonnen wird, indem man, ähnlich wie bei der Weißtanne, Harzbeulen der Rinde öffnet und den ausfließenden Balsam in Gefäßen auffängt. K. ist im frischen Zustand farblos, wird im Alter gelblich, dickflüssiger und erstarrt endlich, bleibt aber stets klar. Auch unter dem Mikroskop erscheint er völlig durchsichtig und homogen. Er riecht angenehm balsamisch und schmeckt aromatisch, etwas bitter. Das spezifische Gewicht beträgt 0,9984 bei 15°. Er enthält 24 Proz. Terpentinöl, 59,8 Proz. in Alkohol lösliches und 16,2 Proz. darin unlösliches Harz. Von allen Terpentinen unterscheidet sich K. durch sein Lichtbrechungsvermögen; Kartoffelstärke tritt darin mit großer Schärfe hervor, während sie in allen andern Terpentinen verschwindet. Er dient hauptsächlich zur Herstellung mikroskopischer Präparate.
 
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Kanadatee, s. Gaultheria.
 
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Kanadische Rebe, s. Quinaria.
 
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Kanadische Seen, die fünf großen Süßwasserseen zwischen Kanada und der nordamerikanischen Union; sie liegen terrassenförmig übereinander und sind durch Teilstrecken des St. Meyers Lorenzstroms (s. d.) miteinander verbunden.

Der Obere See steht durch den St. Mary's River mit dem Huron in Verbindung, aus dem die breite Straße von Mackinaw westlich in den Michigan, der Fluß St. Clair aber südlich in den St. Clair Lake und den Eriesee führt. Letzterer hängt durch den Niagarafluß, mit den weltberühmten Wasserfällen, mit dem Ontariosee zusammen, der den St. Lorenzstrom in den Atlantischen Ozean schickt. Die in den verbindenden Flüssen vorkommenden Wasserfälle oder Stromschnellen sind durch Kanäle umgangen, so daß Schiffe vom Obern See bis ins offene Meer gelangen können. Diese Seen haben auch Gezeiten, doch beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut nur 77 mm. S. die Karte »Britisch-Nordamerika« (bei Artikel »Kanada«) und Karte »Vereinigte Staaten«.
 
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Kanadisches Wasserkraut, s. Meyers Hydrastis.
 
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Kanadōl (Canadol), s. Meyers Erdöl, S. 24.
 
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Kanagawa, der 1859 den Europäern eröffnete Hafen auf der japanischen Insel Nippon, an der Bai von Yeddo, jetzt wegen ungenügender Tiefe zugunsten des nahen Meyers Yokohama (s. d.) aufgegeben. Hier wurde 1854 der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Japan geschlossen, der letzteres nach mehr als 200jähriger Abschließung wiederum dem europäischen Handel öffnete. Als alter Hafen von Yeddo wurde K. auch zum Vertragshafen bestimmt, aber auf Drängen der japanischen Regierung und der fremden Kaufleute wegen seines seichten Fahrwassers mit Yokohama vertauscht.
 
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Kanaille, s. Meyers Canaille.
 
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Kanăkē, Tochter des Äolos und der Enarete, wurde wegen der Liebe zu ihrem Bruder Makareus von ihrem Vater getötet oder legte selbst Hand an sich.
 
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Kanāken (»Menschen«, auf den Markesas Kenata, bei den Maori von Neuseeland Tangata), die eingeborne Bevölkerung der Hawai- Meyers Inseln (s. d., S. 12); auch soviel wie Polynesier überhaupt.
 
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Kanāl, s. Meyers Kanäle.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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