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Kamelott bis Kamengrad (Bd. 6, Sp. 507 bis 508)
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Artikelverweis Kamelott (franz. Camelot), leichte, leinwandartig gewebte Stoffe aus Angorawolle, werden in Kleinasien in unerreichter Schönheit hergestellt und im Orient verbraucht. Auch in Europa werden Kamelotts aus Angorawolle, z. T. mit Seide gemischt, einfarbig und meliert hergestellt; am häufigsten aber fertigt man gegenwärtig Kamelotts aus Kammgarn, in der Kette mit gezwirnten, im Einschuß mit einfachen Fäden und benutzt bisweilen selbst Baumwolle oder Leinen als Kette. Dahin gehören die Orléans mit wollenem Einschlag und gezwirnter Baumwollkette. Seidenkamelott ist ein leichter Gros de Naples mit zwei verschiedenfarbigen zusammengezwirnten Fäden in der Kette und Fäden von einer dritten Farbe im Einschuß, so daß das Gewebe sein geflammt erscheint.
 
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Kamelparder, s. Meyers Giraffe.
 
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Kamelschaf, soviel wie Lama.
 
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Kamelschlacht, 656 n. Chr., s. Meyers Ali 1).
 
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Kamelziege, soviel wie Angoraziege, s. Meyers Ziege.
 
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Kamen (Camen), Stadt im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Hamm, an der Seseke, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Duisburg-Soest und K.-Unna-Königsborn, hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Amtsgericht, Steinkohlenbergwerk, Metallgießerei, Fabrikation von Bohrgeräten, Kohlenförderwagen etc., starke Schuhmacherei und (1900) 9889 Einw., davon 3290 Katholiken und 131 Juden. K. erhielt um 1250 Stadtrecht.
 
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Kamenaja Baba (Kamienne Baby, steinerne Weiber, Babuschken), 1,53 m hohe, rohe Steinfiguren auf den Kurganen und in den Steppen des ganzen südlichen Rußland und im westlichen

[Bd. 6, Sp. 508]


Sibirien. Hauptverbreitungsgebiet sind die Bezirke am Fuße des Altai, die Steppen am Don und am Asowschen Meere, ferner die Saporogischen Steppen. Die Steine stellen meist sitzende Frauengestalten, seltener Männer dar. Über ihr Alter und ihre Bedeutung herrscht noch keine Klarheit. Vgl. Kohn, Die Steinfiguren in den russischen Steppen und in Galizien (in der »Zeitschrift für Ethnologie«, 1878).
 
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Kamēnen (Camēnae, unlat. Kamönen), altital. Quellnymphen, von den römischen Dichtern mit den griechischen Musen gleichgesetzt.
 
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Kamenez-Litowski, Flecken im russ. Gouv. Grodno, Kreis Brest, an der Lesna, mit gegen 3000 Einw. (fast nur Juden), war einst eine sehr reiche Stadt, die wiederholt vom Deutschen Orden angegriffen und 1375 von Theoderich v. Elner zerstört wurde; 1409 empfing Jagello hier die Abgesandten des Papstes Alexander V. Von den alten Bauwerken steht nur noch ein 36 m hoher steinerner Turm (12721289 erbaut) neben der über 700 Jahre alten Koloschanskischen Kirche.
 
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Kamenez-Podolsk (poln. Kamieniec-Podolsk), Hauptstadt des russ. Gouv. Podolien, auf einer felsigen Halbinsel gelegen, die vom Smotritsch, unweit der Mündung desselben in den Dnjestr, gebildet wird, hat 16 griechisch-orthodoxe Kirchen und 2 Klöster, 4 römisch-kath. Kirchen (darunter die 1361 erbaute Peter-Paul-Kathedrale, die unter der Türkenherrschaft in eine Moschee verwandelt wurde) und 3 Klöster, eine armenische Kirche, Synagoge, ein Seminar, 2 Gymnasien und (1897) 39,113 Einw., wovon etwa 50 Proz. Juden und 30 Proz. Polen. Die Stadt ist Sitz eines griechisch-orthodoxen und eines römisch-katholischen Bischofs. K. wird in russischen Chroniken zuerst im 12. Jahrh. erwähnt. 1240 wurde es von Batu bis auf den Grund zerstört. Nachdem es seit 1672 von den Türken besetzt war, kam es im Frieden von Karlowitz (1699) wieder an Polen, bei der Annektierung Podoliens 1795 aber an Rußland. Hier 22. Okt. 1633 Niederlage der Türken durch die Polen und 17. Dez. 1653 Friede zwischen diesen. Die Festungswerke wurden 1813 geschleift.
 
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Kamengrad, Dorf in Bosnien (Kreis Bihač), westlich von Sanski-Most, an der Dubrawa (Zufluß der Sanna), mit Eisengießerei, Eisenhämmern, Bergbau auf Eisen u. Silber und 350 mohammed. Einw.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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