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Kalypso bis Kamala (Bd. 6, Sp. 500)
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Artikelverweis Kalypso, bei Homer eine Nymphe auf der Insel Ogygia, Tochter des Atlas, nahm den schiffbrüchigen Odysseus freundlich auf und behielt ihn sieben Jahre bei sich. Nach späterer Sage starb sie aus Gram, als sie ihn auf Geheiß der Götter entlassen mußte.
 
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Kalyptrogēn (griech.), s. Meyers Vegetationspunkt.
 
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Kalzeolarĭen, s. Calceolaria.
 
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Kalzination (v. lat. calx, Kalk, »Verkalkung«), ursprünglich das Glühen im offenen Feuer, wobei Metalle Sauerstoff aufnehmen, nach der frühern Auffassung verkalken. Gegenwärtig versteht man unter K. auch ein Glühen von Substanzen zum Austreiben flüchtiger Stoffe (Wasser, Kohlensäure, Organisches), wobei entweder gleichzeitig eine Oxydation bezweckt wird, also Luft zutreten muß (K. von Eisenvitriol zur Austreibung von Wasser und Oxydation des Eisenoxyduls zu Oxyd, K. der Pottasche zur Entfernung von Wasser und zum Verbrennen organischer Substanzen), oder nicht (K. von Borax zur Entfernung von Wasser, des Galmeis zur Verflüchtigung von Kohlensäure). Zuweilen bezweckt man mit der K. lediglich eine Oxydation, z. B. Umwandlung von Kupfer in Kupferoxyd behufs der Kupfervitriolbereitung. Zum Kalzinieren benutzt man Kalzinieröfen, Kalzinierherde und gewöhnliche Flammöfen.
 
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Kalzīt (Calcit), s. Meyers Kalkspat.
 
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Kalzĭum und Zusammensetzungen, s. Meyers Calcium etc.
 
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Kama, pers. Waffe, ähnlich dem Meyers Jatagan (s. d.).
 
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Kama (bei den Wotjäken Budshim-kam, bei den Tschuwaschen Schoiga-adil, bei den Tataren Tscholman Idel oder Ak Idel genannt, welche Worte »weißer Fluß« bedeuten), der größte Nebenfluß der Wolga, entspringt aus den Sümpfen des Glasowschen Kreises im Gouvernement Wjatka, fließt anfangs nördlich, dann nordöstlich und tritt in das Gouvernement Perm ein, wo er sich westlich von Tscherdyn gegen S. wendet und, nachdem er einen großen Teil des Gouvernements Perm durchflossen, in südwestlicher Richtung weiterfließend, eine Zeitlang die Grenze zwischen Wjatka und Ufa bildet; darauf tritt er in das Gouvernement Kasan über, wendet sich gegen W. und mündet 69 km unterhalb Kasan gegenüber dem Kirchdorf Bogorodizk von links in die Wolga. Er hat keine Stromschnellen, ein völlig freies Fahrwasser und ist von der Mündung der Wischera an schiffbar. Die Tiefe wechselt von 326 m; die Länge beträgt 1886 km, wovon 1500 schiffbar sind, sein Flußgebiet 524,757 qkm (9531 QM.); der obere Lauf ist nur 185 Tage im Jahr, der untere 205 eisfrei. Im Frühjahr steigt das Wasser so, daß der Fluß stellenweise bis 30 km breit wird. Schiffbare Nebenflüsse sind links: Wischera, Tschussowaja, Bjelaja; rechts: Inwa, Obwa, Wjatka. Die Zahl der Werften an den Ufern der K. ist ansehnlich und der durch diesen Strom vermittelte Handel zwischen Sibirien, Nishnij Nowgorod und Petersburg sehr bedeutend. Von Wichtigkeit ist die K. besonders für die Verfrachtung der uralischen Bergbauprodukte, ferner für den Getreide- und Holzhandel.
 
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Kâma (auch Manmatha), in der ind. Mythologie der Gott der Liebe, dem griechischen Eros zu vergleichen und nach einigen ihm nachgebildet. Er reitet auf einem Papagei und verwundet mit einem Pfeil aus Blumen, der von einem Bogen aus Zuckerrohr abgeschossen wird. Er heißt auch Ananga (»der Körperlose«), weil er der Sage nach einst von Çiva im Zorn zu Asche verbrannt wurde und seitdem seinen eigentlichen Körper verloren hat. Seine Gattin ist die schöne Rati (»Wollust«).
 
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Kamaïen, Kamail, s. Cam...
 
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Kamala (Wurus, Waras), leichtes, lockeres rotes Pulver, besteht im wesentlichen aus den zinnoberroten Drüschen, welche die kirschgroßen Früchte der Euphorbiazee Mallotus philippinensis (Rottlera tinctoria) bedecken. Man gewinnt es in Indien durch Schütteln oder Abreiben der Früchte. K. ist geruch- und geschmacklos, enthält als Beimengungen Sternhaare, Bruchstückchen der Früchte und Blätter, Staub etc. Sie wird von Wasser kaum angegriffen, gibt an Alkohol, Äther und Kalilauge ein rotes Harz ab, enthält Spuren von ätherischem Ol, Zitronen- und Oxalsäure, im wesentlichen aber Harze (Kamalarot) und Rottlerin C22H20O6. Letzteres bildet gelbe Kristalle, löst sich in Wasser, Alkohol und Äther, in wässerigen Alkalien mit tiefroter Farbe, ist nicht flüchtig und entsteht auch bei Behandlung von Aloin mit Salzsäure. K. dient in Indien seit alter Zeit zum Färben der Seide und gibt ein schönes Orangebraun; seit der Mitte des 19. Jahrh. wurde es in Europa als Bandwurmmittel benutzt, und seit 1872 ist es auch bei uns offizinell. Vor dem Kusso hat es den Vorzug, daß es weniger leicht Übelkeit und Erbrechen erregt. Auch gegen Hautkrankheiten ist es benutzt worden.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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