Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kallon bis Kalmar (Bd. 6, Sp. 487)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kallon, griech. Bildhauer, s. Meyers Kalon.
 
Artikelverweis 
Kallŏne (»Schönheit«), mutmaßlicher Name einer Göttin der samothrakischen Mysterien.
 
Artikelverweis 
Kallosität (lat.), soviel wie Schwiele (callus).
 
Artikelverweis 
Kalinihanf (Kankhurahanf), s. Ramie.
 
Artikelverweis 
Kallundborg, Hafenstadt auf der Westküste der dänischen Insel Seeland, Amt Holbäk, Endpunkt der Staatsbahnlinie Kopenhagen-K., mit einer berühmten, von Esbern Snare gebauten, in den letzten Jahrzehnten restaurierten fünftürmigen Kirche und (1901) 4322 Einw. Das um 1170 erbaute, im 16. Jahrh. mehrmals (so 154959 für Christian II.) als Staatsgefängnis benutzte Schloß ward 1659 von den Schweden völlig zerstört. Vgl. M. Lund, Optegnelser om K. Kjöbstad (Kopenh. 1854); F. A. Ussing, Efterretninger om K. (das. 1869).
 
Artikelverweis 
Kallynterĭen, s. Plynterien und Kallynterien.
 
Artikelverweis 
Kálmán (latinisiert Kolomanus), ungar. Personenname, s. Meyers Koloman.
 
Artikelverweis 
Kalmank (Kalamank), älterer Name für Lasting (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kalmar (v. ital. calamaio, »Tintenfaß«; Loligo), Gattung der Tintenschnecken, mit nacktem, zylindrischem, hinten zugespitztem Körper, großen Augen am Kopf, mit Flossen, die dem Hinterende die Gestalt einer Pfeilspitze geben, 10 Armen und mehreren Reihen von Saugnäpfen auf den beiden Fangarmen. Im Rücken liegt eine biegsame hornige Schulpe. Der gemeine K. (L. vulgaris, s. Tafel Meyers »Aquarium I«, Fig. 12 u. 13; der Laich desselben s. Tafel Meyers »Eier von Fischen etc.«, Fig. 8) ein ungemein zartes, zierliches Tier mit zwei großen Augen und halbdurchsichtigem Körper, lebt im Mittelmeer und im Atlantischen Ozean gewöhnlich scharenweise beisammen; er schwimmt ebenso leicht vor- wie rückwärts und ernährt sich von kleinen Krebsen, wird aber selbst die Beute der größern Fische und ist auch eßbar. In der Tiefsee kommen riesige Exemplare nahe verwandter Gattungen vor (s. Meyers Kraken).
 
Artikelverweis 
Kalmar, Län im südöstlichen Schweden, umfaßt den östlichen Teil der Landschaft Småland und die der Küste vorgelagerte Insel Meyers Öland (s. d.), grenzt im N. an Ostgotland, im W. an dieses und die Läne Jönköping und Kronoberg, im S. an Blekinge und hat ein Areal von 11,493,3 qkm (208,7 QM.) mit (Ende 1900) 227,625 Einw. (19 auf 1 qkm). Das Län umfaßt 15 Gerichtsbezirke.
 
Artikelverweis 
Kalmar, Hauptstadt des gleichnamigen schwed. Läns (s. oben), ziemlich regelmäßig gebaut, auf einer durch eine Brücke mit dem festen Lande verbundenen Insel (Quarnholmen), am Kalmarsund, der Insel Öland gegenüber, war als der Schlüssel von Göta-Rike ehemals sehr stark befestigt; jetzt sind die Festungswerke größtenteils geschleift. Die Stadt ist durch Eisenbahnen mit Emmaboda (an der Linie Karlskrona-Wexiö), Berga (an der Linie Oskarshamn-Nässjö) und Torfås verbunden, hat eine schöne Kathedrale (166099 erbaut), ein altes Schloß, ein Gymnasium, einen guten Hafen, Dampfmühle, Schiffswerften, Tabak-, Zichorien- und Zündhölzerfabrikation und (1903) 13,508 Einw., die lebhaften Handel (Einfuhr von Weizen, Roggen, Heringen, künstlichem Dünger, Ausfuhr von Hafer, Holz, Zündhölzern) treiben. 1899 liefen hier 2664 Schiffe von 462,944 Ton. ein. K. ist

[Bd. 6, Sp. 488]


Sitz eines Bischofs und eines deutschen Konsuls. Im Stadtpark steht ein Denkmal zur Erinnerung an die Landung Gustav Wasas an der Landspitze Stensö. Durch einen tiefen Meeresarm von der Stadt getrennt, liegt das jetzt zum Teil restaurierte Schloß K.-K., eine der ältesten schwedischen Städte, im Mittelalter von vielen Deutschen bewohnt und Mitglied der Hansa, vom 13.16. Jahrh. Sitz zahlreicher Herrentage, Reichstage etc., wurde wegen seiner militärischen Bedeutung in den Kriegen zwischen Schweden und Dänemark oft belagert, war 1611 Mittelpunkt des dänisch-schwedischen Kalmarkrieges (161113) und ward 1653 an seine jetzige Stelle verlegt. Die Festungswerke wurden zu Beginn des 19. Jahrh. geschleift. Das sehr alte, neuerdings restaurierte Schloß ist eins der interessantesten Baudenkmäler Schwedens. Kalmarische Union heißt die durch Königin Margarete (s. d.) bewirkte Vereinigung der drei skandinavischen Reiche. Die sogen. Unionsakte vom 20. Juli 1397 hat sich durch die Untersuchungen des schwedischen Forschers O. S. Rydberg (s. d.) als ein nie zu voller Gültigkeit gelangter Präliminarvertrag erwiesen, doch kann die Union von da an gerechnet werden. Mehrmals erneuert, zerfiel sie 1523 endgültig durch die Thronbesteigung Gustav Wasas (s. Meyers Gustav 1). Vgl. Sylvander, K. slotts och stads historia (Kalm. 186474, 9 Bde.); Bährendtz, K. slott. Beskrifning och historia (2. Aufl., das. 1900); A. Larsen, Kalmarkrigen (Kopenh. 1889); Rydberg, Om det från Unionsmötet i Kalmar 1397 bevarade dokumentet (Stockh. 1886) und Ett inlägg i frågan om Unionsdokumentet af 1397 (»Svensk historisk Tidskrift«, 1890). Ihm widerspricht Chr. Erslev, Unionsbrevet fra Kalmarmödet 1397 und Fortsatte Bemärkninger om Unionsbrevet fra Kalmarmödet 1397 (»Aarböger for Nordisk Oldkyndighed og Historie«, 1889 u. 1891).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer