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Kälberrohr bis Kalchas (Bd. 6, Sp. 451)
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Artikelverweis Kälberrohr, s. Meyers Anthriscus.
 
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Kälberruhr (Kälberlähme), eine spezifische, mit Durchfall verbundene Krankheit neugeborner Kälber, entsteht in der Regel in den ersten drei Lebenstagen und endet nach 13 Tagen tödlich; im Überlebensfalle kümmern die Kälber häufig. Die K. überträgt sich in der Regel nicht von Kalb zu Kalb, dennoch herrscht sie in vielen Ställen fast ständig, so daß darin oft die Aufzucht ganz vernichtet wird. K. entsteht durch Bacterium coli commune, das sich im Darm fast aller Kälber findet und an sich unschädlich ist, aber giftig wird, sobald andre Einflüsse, Erkältung und namentlich ungeeignete Nahrung, die Darmschleimhaut schädigen. Die giftig gewordenen Bakterien werden mit den Exkrementen ausgeschieden, verbreiten sich im Stall, gelangen namentlich an die Euter der Kühe, werden so von gesunden Kälbern (beim Saugen) aufgenommen und stecken diese an. Da das der Kuh verabreichte Futter die Bestandteile der Milch beeinflußt, so erklärt es sich, daß gewisse Futterstoffe, wie Schlempe und Rübenschnitzel, der Milch nachteilige Eigenschaften verleihen können, infolge deren das Bacterium im Darm des Kalbes eine giftige Wirkung erhält. Zur Vorbeugung empfiehlt sich daher passende Fütterung der Kuh in den Tagen vor und nach der Geburt (Heu, Kleie etc.) und Schutz des Kalbes vor Aufnahme des im Stall etwa schon verbreiteten Ansteckungsstoffes. Dazu muß das Kalb schon bei der Geburt vor Verunreinigungen geschützt werden. Der Nabelstrang wird mit gekochtem Faden unterbunden und desinfiziert. Maul und Nase werden gereinigt. Dem Kalb wird während der ersten 36 Tage ein Maulkorb angelegt, der nur beim Tränken abgenommen wird. Das Kalb darf in dieser Zeit nicht saugen. Die Milch wird vielmehr aus den gereinigten Zitzen in eine Flasche gemolken und davon dem Kalbe gegeben, zuerst 0,5 Lit., nach 12 Stunden nochmals, am zweiten Tag 1,5, am dritten 2,5, am vierten 3 L. im ganzen. Eine neuerdings versuchte Schutzimpfung bedarf noch weiterer Erprobung.
 
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Kalbfelle, die Felle der Kälber der Rinder, kommen getrocknet und gesalzen in den Handel; die meisten K. liefern Rußland, Schweden, Norwegen, Deutschland (besonders Bayern), Österreich, Dänemark, Holland, Ungarn, Argentinien, während in England und Nordamerika das Kalbfleisch weniger beliebt ist, daher auch K. viel seltener sind. Auch Ostindien und Südamerika liefern K. Sie werden hauptsächlich auf lohgares Oberleder verarbeitet, seltener mit den Haaren gegerbt (rauhgares Kalbleder zu Tornistern, Jagdtaschen). Die Haare dienen als Polstermaterial.
 
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Kalbin, s. Meyers Färse.
 
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Kalbsbröschen (Kalbsmilch, Briesle, Brissel, Brösche, Widder, Milchling, Schweser, franz. Ris de veaux), die Meyers Thymusdrüse (s. d.) des Kalbes, wird in der Kochkunst vielfach verwendet, teils grilliert (gebacken), sautiert, gebraten, namentlich aber blanchiert als Hauptzusatz zu Ragouts.
 
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Kalbseuter, ein längliches Stück Fett, das sich beim weiblichen Kalb an der Keule auf der Nuß befindet.
 
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Kalbsgekröse, s. Meyers Gekröse.
 
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Kalbsmilch, s. Meyers Kalbsbröschen.
 
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Kalbsnuß, das untere, mit Fett bewachsene Stück einer Kalbskeule, dient vorzugsweise zum Frikandeau.
 
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Kalceolarĭen, s. Calceolaria.
 
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Kalchas, im griech. Mythus Sohn des Thestor aus Mykene, begleitete als Seher die Griechen nach Troja und weissagte schon vor der Abfahrt in Aulis die zehnjährige Dauer des Krieges. Ihm selbst war der Tod geweissagt worden, wenn er mit einem bessern Seher zusammentreffe; als er in Klaros im Hain des Apollon von Mopsos im Rätselwettkampf besiegt ward, starb er aus Gram oder durch Selbstmord. Er hatte ein Traumorakel in Daunien (Apulien).

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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