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Kaiserwurzel bis Kajepútöl (Bd. 6, Sp. 442)
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Artikelverweis Kaiserwurzel, s. Peucedanum.
 
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Kaiserzahl, soviel wie Römerzinszahl, s. Meyers Indiktionenzirkel.
 
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Kaisha, japan. Name für Handelsgesellschaft.
 
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Kaisheim, Dorf im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Donauwörth, hat eine kath. Kirche, Oberförsterei, Strafanstalt in der ehemaligen Cistercienserabtei (1133 gegründet, 1803 aufgehoben) und (1900) 1300 Einw. Dazu gehören die königlichen Hofgestüte Neuhof und Bergstetten.
 
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Kaiwurm, die Larve des Apfelblütenstechers (s. Meyers Blütenstecher).
 
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Kaizl, Joseph, tschech. Nationalökonom und Politiker, geb. 10. Juni 1854 zu Wolin in Böhmen, gest. 19. Aug. 1901 in Myskowitz, studierte in Prag die Rechte, dann in Straßburg bei Schmoller und Knapp Nationalökonomie und verfaßte die von der Universität Straßburg preisgekrönte Schrift: »Der Kampf um Gewerbereform und Gewerbefreiheit in Bayern 17991868« (in Schmollers »Staatswissenschaftlichen Forschungen«, Leipz. 1879). 1879 ward er Privatdozent der Nationalökonomie in Prag, 1883 Professor an der böhmischen Universität und an der böhmischen Technischen Hochschule, war 188588 und wieder seit 1890 Mitglied des Abgeordnetenhauses und gehörte zu den gemäßigtern Jungtschechen. Im März 1898 trat er als Finanzminister in das Ministerium Thun, dessen geistig bedeutendstes Mitglied er war. Er leitete hauptsächlich die Verhandlungen über den neuen Ausgleich mit Ungarn und wußte Thun von jedem Zugeständnis an die Deutschen fern- und bei dem Bündnis mit den Tschechen festzuhalten. Mit Thun trat er 2. Okt. 1899 vom Ministerium zurück und wurde wieder einer der Führer der Jungtschechen. Er schrieb noch: »Die Lehre von der Überwälzung der Steuern« (Leipz. 1882); »Die Verstaatlichung der Eisenbahnen in Österreich« (das. 1885); »Passive Eisenbahnen« (Wien 1895); ferner ein Lehrbuch der Nationalökonomie in tschechischer Sprache und eine von A. Körner ins Deutsche übersetzte »Finanzwissenschaft« (Wien 190001, 2 Tle.).
 
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Kājak, grönländ. Männerboot mit nur einer Öffnung im Deck, die der darin Sitzende mit seinem Oberleib gerade ausfüllt (»Grönländer«); s. Tafel Meyers »Schiffsfahrzeuge der Naturvölker I«, Fig. 7.
 
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Kajedeich, niedriger Erddeich, der vorübergehend benutzt wird, um in seinem Schutz den eigentlichen Deich auszuführen. Die Kajedeiche werden roh aufgeworfen, mit Stroh bestickt und reichen etwa 1 m über die gewöhnliche Flut. Das durch den K. geschützte Watt wird ausgeschachtet und der gewonnene Kleiboden zur Herstellung des Hauptdeiches verwendet.
 
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Kajeli (Katjeli), Hauptort der niederländisch-ostind. Insel Meyers Buro (s. d.).
 
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Kajepútbaum, s. Meyers Melaleuca.
 
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Kajepútöl (Kajaputöl, Wittnebensches Öl), ätherisches Öl, aus Blättern und Zweigspitzen von Melaleuca Leucadendron und andern M.-Arten, wird auf Ceram und Buru (Molukken) durch Destillation mit Wasser gewonnen, ist dünnflüssig, hellgrün (z. T. durch Chlorophyll, z. T. durch Kupfergehalt), nach der Rektifikation farblos, riecht durchdringend kampferartig und schmeckt brennend kardamom- und rosmarinartig, hintennach kühlend, spez. Gew. 0,920 bis 0,930, reagiert neutral, löst sich schwer in Wasser, leicht in Alkohol, erstarrt bei -25 bis -30° und schmilzt dann wieder bei -8°. K. besteht zu etwa 67 Proz. aus Cineol C10H18O und enthält außerdem Pinen C10H16, Terpineol C10H18O, auch Aldehyde. Man benutzt es gegen Magenkrampf, Kolik, Asthma, Schlund- und Blasenlähmung, Zahnschmerz, Ohrenleiden, auch zur Vertreibung der Motten, überhaupt als Schutzmittel gegen Insektenfraß. K. wird seit alter Zeit in der Heimat als schweißtreibendes Mittel geschätzt; es scheint zu Anfang des 17. Jahrh. nach Europa gelangt zu sein, aber erst 100 Jahre später wurde es arzneilich benutzt. Ein Kaufmann Wittneben empfahl es in deutschen Schriften als wertvolles Heilmittel.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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