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Kadyn bis Kaff (Bd. 6, Sp. 416 bis 418)
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Artikelverweis Kadyn (türk.), Gemahlin des Sultans, s. Meyers Harem.
 
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Kaeyenberg, Albert, s. Meyers Giraud 3).
 
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Kâf (arab.), nach der islamischen Legende das von Dämonen und Geistern bewohnte Gebirge, von dem die Welt umgeben ist, und jenseits dessen das unendliche Nichts liegt. Der Name wird auch mit dem Namen des Kaukasus, Kafkas, in Verbindung gebracht.
 
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Kafal Galgalaam, s. Meyers Boswellia.
 
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Kafé, Stadt, s. Meyers Feodosia.
 
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Käfer (Deckflügler, Koleopteren, Scheidenflügler, Coleoptera, Eleutherata, hierzu Tafel Meyers »Käfer I und II« mit Erklärungsblatt), Ordnung der Insekten, umfaßt Kerbtiere mit beißenden Mundwerkzeugen, frei beweglichem, stark entwickeltem Prothorax, hornigen Vorderflügeln (Flügeldecken, elytra) und vollkommener Metamorphose. Die Körperform ist sehr verschieden. Der Kopf ist meist in den Prothorax ein gesenkt und trägt die gewöhnlich elfgliederigen Fühler, die bei den Männchen oft sehr groß werden. Der oben meist dünnhäutige Hinterleib sitzt der Brust mit breiter Basis an; seine kleinern Endsegmente liegen meist eingezogen in den vordern Segmenten verborgen. Die vordern Flügeldecken bedecken in der Ruhe die häutigen, der Quere und Länge nach zusammengelegten Hinterflügel, liegen dem Hinterleib horizontal auf und verbergen diesen vollständig oder doch größtenteils. Zum Fliegen dienen die Hinterflügel, die entfaltet sehr umfangreich sind; nur selten fehlen die Flügel. Die Beine haben meist fünf- oder viergliederige, selten drei- bis eingliederige, oder auch die beiden vordern Paare fünfgliederige, das hintere Paar viergliederige Tarsen, wonach die freilich nicht natürliche Einteilung der K. in Pentamere, Heteromere, Tetra- (Kryptopentamere) und Trimere (Kryptotetramere) vorgenommen wurde, die jetzt einer mehr natürlichen weichen muß. Die zusammengesetzten (facettierten) Augen fehlen nur bei einigen blinden Höhlenbewohnern, Nebenaugen sind äußerst selten. Der Bauchstrang des Nervensystems ist bei den meisten Käfern langgestreckt, bei einigen jedoch zu einer großen Nervenmasse in der Brust zusammengezogen. Der Darmkanal ist in der Regel lang und gewunden. Die Zahl der Nierenschläuche (Malpighischen Gefäße) beträgt vier oder sechs. Die Männchen haben ein sehr großes,

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horniges Begattungsorgan, das in der Ruhe in den Hinterleib zurückgezogen ist. Die Begattung dauert oft tagelang. Die Larven sind entweder fußlos oder haben außer den drei Fußpaaren noch Stummel an den letzten Hinterleibsringen; sie leben meist sehr verborgen, vom Licht abgeschlossen und nähren sich von lebenden oder toten Stoffen aus dem Tier- und Pflanzenreich, von Exkrementen etc. Häufig nimmt der K. dieselbe Nahrung zu sich wie seine Larve; bisweilen aber lebt er von Blütenteilen, während die Larve karnivor ist. Einige K. und Larven leben in Ameisennestern und Bienenwohnungen symbiotisch oder von Eiern und Honig. An den Puppen stehen die Gliedmaßen frei hervor. Die Zahl der benannten Arten beläuft sich wohl auf 80,000. Die K. sind auf der ganzen Erde verbreitet bis an die äußersten Grenzen der Vegetation in horizontaler und vertikaler Richtung; manche sind für den Menschen recht schädlich (vgl. Forstinsekten, Gartenschädlinge und Landwirtschaftliche Schädlinge). Fossile K. finden sich schon in der Trias, sind aber besonders zahlreich im Tertiär.
   Die Hauptfamilien der K. sind: 1) Marienkäfer (Coccinellidae, Tafel I, Fig. 4951; Tarsen kryptotetramer, d. h. aus drei großen und einem unscheinbaren Glied zusammengesetzt). 2) Samenkäfer (Bruchidae, mit Erbsen-, Bohnen-, Samenkäfer), Rüsselkäfer (Curculionidae, Tafel I, Fig. 4042; II, Fig. 1821, mit Apfelblütenstecher), Borkenkäfer (Bostrichidae, mit Kiefernmarkkäfer), Bockkäfer (Longicornia oder Cerambycidae, Tafel I, Fig. 30-u 6, 43, 44, 54; II, Fig. 2226, mit Pappelbockkäfer), Blattkäfer (Chrysomelidae, Phytophaga, Tafel I, Fig. 48, 52; 11, 2893, mit Coloradokäfer, Erlenblattkäfer, Rapserdfloh), alle diese kryptopentamer, d. h. mit vier deutlichen und einem undeutlichen Tarsenglied. 3) Tenebrionen (Melasomata oder Tenebrionidae, Tafel I, mit Totenkäfer), Pyrochroiden (Pyrochroidae), Tafel I, Fig. 46, 47, Mordelliden (Mordellidae), Tafel I, Fig. 53, Blasenkäfer (Vesicantia oder Meloidae, Tafel I, Fig. 45, mit Kantharide und Maiwurm), diese und andre mit fünf und vier Tarsengliedern. 4) Laufkäfer (Carabidae, Tafel I, Fig. 14; II, 13, mit Gartenlaufkäfer, Feldsandkäfer, Getreidelaufkäfer), Wasserkäfer (Dyticidae, Tafel I, Fig. 58, mit Dyticus etc.), Kurzflügler (Staphylinidae, Tafel I, Fig. 15, 16, mit Staphylinus), Aaskäfer (Silphidae, Tafel I, Fig. 914; II, Fig. 4, mit Totengräber), Glanzkäfer (Nitidulidae), Speckkäfer (Dermestidae), Blatthornkäfer (Lamellicornia, Tafel I, Fig. 17 bis 29; II, 513, eine sehr umfangreiche Gruppe, mit Maikäfer, Nashornkäfer, Pillenkäfer, Getreidelaubkäfer, Gold- oder Rosenkäfer), Prachtkäfer (Buprestidae, Tafel I, Fig. 39; II, Fig. 1517, mit Prachtkäfer), Schnellkäfer (Elateridae, Tafel I, Fig. 37,38; 11, Fig. 14, mit Saatschnellkäfer, Feuerfliege oder Cucujo), Weichkäfer (Malacodermata. mit Johanniswürmchen), Holzbohrer, Klopfkäfer (Xylophaga, Tafel II, Fig. 27, mit dem bunten Klopfkäfer), alle diese vorwiegend mit fünf Tarsengliedern.
   Vgl. Fabricius, Systema Eleutheratorum (Kiel 1801, 2 Bde.); Herbst, Die K. (in Jablonskys »Natursystem aller bekannten Insekten«, Berl. 17891806, 10 Bde.); Erichson, Naturgeschichte der Insekten Deutschlands, 1. Abt.: Käfer (das. 184599, 6 Bde.); Lacordaire, Genera des Coléoptères (Par. 185459, 5 Bde.); Redtenbacher, Fauna austriaca; Die K. (2. Aufl., Wien 1858); Gemminger und Harold, Catalogus Coleopterorum hucusque descriptorum (Münch. 186876, 12 Bde.); Sturm, Deutschlands K. (Nürnb. 18051857, 23 Bde., mit 424 farbigen Tafeln); Reitter, Catalogus Coleopterorum Europae (Berl. 1891); Sturm, Icones Coleopterorum Germaniae, 121 Tafeln mit Register (das. 1878); Calwer, Käferbuch (5. Aufl., Stuttg. 1894); Schenkling, Die deutsche Käferwelt (Leipz. 1886), Nomenclator coleopterologicus (Frankf. 1894) und Taschenbuch für Käfersammler (5. Aufl., Leipz. 1903); Schilsky, Systematisches Verzeichnis der K. Deutschlands (Berl. 1888); Ganglbauer, Die K. von Mitteleuropa (Wien 1892 ff., bisher 4 Bde.); Heyne, Die exotischen K. in Wort und Bild (Leipz. 1893 ff., fortgeführt von O. Taschenberg); Fleischer, Der Käferfreund. Praktische Anleitung zum Sammeln und Bestimmen der K. (Stuttg. 1896); Roger, Das Flügelgeäder der K. (Erlang. 1875).
 
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Käfernburg, im Mittelalter eine thüringische Grafschaft, gegenwärtig einen Teil des schwarzburgsondershausenschen Amtes Arnstadt bildend, genannt nach dem Schloß K. bei Arnstadt, von dem jetzt nur noch Mauerreste vorhanden sind. Die Grafen von K., eine Seitenlinie der Grafen von Meyers Schwarzburg (s. d.), stammten von Günter III. ab, der 1169 die Grafschaft K. erhielt. Während sein ältester Sohn, Heinrich IV., in Schwarzburg folgte, setzte der jüngere, Günter IV., das Geschlecht in K. fort. Albrecht von K. war 120532 Erzbischof von Magdeburg, wo er 1211 den Grund zum neuen Dom legte. Das Geschlecht erlosch 1385 mit Günter XV., der auf einer Palästinareise starb. Das Besitztum kam zunächst an die Landgrafen von Thüringen, 1446 an Schwarzburg. Vgl. Apfelstedt, Das Haus Kevernburg-Schwarzburg von seinem Ursprunge bis auf unsere Zeit (Sondersh. 1890).
 
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Käferschnecken (Chitonidae, Placophora), eine kleine, aber wichtige Abteilung der Weichtiere, die nicht mehr wie früher (wegen ihrer breiten, eine Kriechsohle bildenden Fußes) zu den Schnecken gerechnet werden darf, sondern wegen ihrer abweichenden und sehr ursprünglichen Organisation und Entwickelung mit den Meyers Solenogastren (s. d.) eine eigne Abteilung (Amphineuren) bildet. Die Schale ist nicht wie bei den übrigen Weichtieren einheitlich, sondern besteht aus einer Anzahl (bei Chiton acht) am Rücken hintereinander liegenden Platten, die dem Tier das Zusammenrollen ermöglichen und ihm eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Insekt verleihen, daher der Name K. (s. Abbildung). Die Schale enthält eigentümliche Sinneswerkzeuge, die bei einigen Spezies sogar Ähnlichkeit mit Augen haben. Der Mund liegt vorn, die Zunge (Radula) ist vorhanden. Die K. besitzen primitiverweise paarige Kiemen, Herzvorkammern und Nieren, deren Öffnungen hinten neben dem After liegen, während der (getrennte) Geschlechtsapparat unpaar ist. Aus den ins Wasser abgelegten Eiern entwickeln sich ebenfalls recht primitive, frei schwimmende, Trochophora-ähnliche Larven, aus denen nach ziemlich komplizierter Entwickelung und Erwerb der Schale die Käferschnecke hervorgeht. Die

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K. sind Bewohner aller Meere; ihre hauptsächlichste Gattung (mit zahlreichen Arten) ist Chiton. Fossil findet sich diese bereits im Silur.
 
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Käfersteine, s. Meyers Skarabäen.
 
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Käferthal, früher selbständige Gemeinde, seit 1897 der Stadt Mannheim einverleibt. K. wird zuerst 1227 urkundlich erwähnt, kam zu Ende des 13. Jahrh. an die Pfalz und 1802 an Baden.
 
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Kaff (Spreu, Überkehr), die beim Dreschen abfallenden Pflanzenteile, wie Spelzen, Ähren, Halmstöcke, Blätter etc. Das K. ist meist stickstoffreicher und leichter verdaulich als das Stroh der betreffenden Pflanze; es findet daher bei der Fütterung vorteilhafte Verwendung, namentlich in Verbindung mit Schlempe und Wurzelwerk. S. auch Meyers Futter und Fütterung, S. 238.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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