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Kabinda bis Kabīra (Bd. 6, Sp. 408 bis 409)
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Artikelverweis Kabinda, Bezirk des Distrikts Kongo der portugiesisch-westafrikan. Kolonie Angola, nördlich vom Kongo, umschlossen von Französisch-Kongo, dem Kongostaat und dem Atlantischen Ozean, wurde Portugal durch die Kongokonferenz zugesprochen und der Umfang durch Verträge mit dem Kongostaat (1885 und 1891) und mit Frankreich (1886) bestimmt. Danach umfaßt K. mit Landana 460 qkm mit (1887) 8083 Einw., die sich selbst Bafiote nennen, von den Europäern aber gleichfalls K. genannt werden. Sie zeichnen sich durch Bildungsfähigkeit und Geschicklichkeit als Schmiede und Tischler aus und bauen namentlich treffliche Brandungsboote (Palhabotes). Die gleichnamige Hauptstadt, an der Mündung des Lukola in die Kabindabai, hat einen vortrefflichen Hafen, besteht aus einer Gruppe von Dörfern und Faktoreien, zählt 810,000 Einw. und wird regelmäßig von englischen und den deutschen Woermann-Dampfern angelaufen.
 
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Kabine (franz.), soviel wie Kajüte, Koje (Kammer); auch Badekarren in Seebädern.
 
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Kabinett (franz. Cabinet), eigentlich Nebenzimmer, kleines Gemach; in fürstlichen Palästen das Wohnzimmer sowie auch das Zimmer, in dem der Fürst seine besondern Angelegenheiten zu besorgen pflegt, daher soviel wie Geschäftsexpedition des Staatsoberhauptes; auch Bezeichnung für Beamte, denen diejenigen Geschäfte überwiesen sind, und die diejenigen Sachen (Kabinettssachen) vorzutragen haben, die vom Fürsten unmittelbar erledigt werden; daher die Titel Kabinettsrat, Kabinettsminister, Kabinettssekretär. Kabinettsfrage heißt eine Frage, von deren Entscheidung es abhängt, ob Minister im Amt bleiben oder nicht, Kabinettsorder (Kabinettsbefehl) ein unmittelbarer Befehl des Fürsten. Das Kabinettsschreiben hat einen weniger förmlichen Charakter als das »Kanzleischreiben«. K. heißt auch die Staatsregierung in ihren Beziehungen zu auswärtigen Verhältnissen; in diesem Sinne spricht und sprach man von dem K. in St. James, dem K. der Tuilerien, dem K. von Petersburg, dem Berliner K. Ein vom Staatsoberhaupt ohne Rücksicht auf den Willen des Volkes, namentlich aus dynastischen Gründen begonnener Krieg wird Kabinettskrieg genannt. Geheimes K. heißt in manchen Staaten das höchste Landeskollegium oder das Kollegium der Geheimen Räte. K. nennt man ferner ein Zimmer oder eine Abteilung für besonders wertvolle Gegenstände der Künste oder Wissenschaften, die, als Kabinettstücke,

[Bd. 6, Sp. 409]


nicht allgemeinen Sammlungen einverleibt werden, also im Gegensatz zu Galerien, Sälen (Gemäldegalerie, Bibliotheksaal etc.); hieraus erklären sich Ausdrücke wie Kabinettwein, Kabinettauslese etc. Namentlich heißt K. ein Zimmer, in dem eine Münzsammlung aufbewahrt wird (Münzkabinett); dann ein Buch, in dem eine Münzsammlung verzeichnet und beschrieben ist. Schwarzes K., s. Meyers Cabinet noir.
 
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Kabinettformat, Format für Photographien, etwas großer als das »Visitenkartenformat«, etwa 16 cm hoch und 11 cm breit.
 
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Kabinettkäfer, s. Meyers Speckkäfer.
 
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Kabinettmalerei, ein Zweig der Glasmalerei für profane Zwecke, der sich im 16. Jahrh. ausbildete; s. Meyers Glasmalerei, S. 6.
 
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Kabinettsjustiz, die unmittelbare Einmischung des Regenten in einen bei den Gerichten anhängigen Rechtsstreit. In Deutschland ist eine solche seit längerer Zeit ausgeschlossen; insbes. ist sie mit dem Gerichtsverfassungsgesetz (§ 1 und 16) unverträglich. Die Deutsche Reichsverfassung gibt in Art. 77 für den Fall der K. das Recht der Beschwerde an den Meyers Bundesrat (s. d., S. 602, und Rechtsverweigerung). In Österreich ist die Unabhängigkeit der Richter durch das Staatsgrundgesetz vom 21. Dez. 1867 gewährleistet.
 
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Kabinettsminister, s. Meyers Kabinett.
 
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Kabinettspostamt, s. Meyers Briefpostamt.
 
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Kabinettstück, s. Meyers Kabinett.
 
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Kabīra, Ort im alten Pontos, unweit des Lykos. Mithradates d. Gr., der auf der nahen Burg Känon seine Schätze verwahrte, verschönerte ihn; Pompejus erhob ihn zur Stadt, die er Diopolis nannte; in der Kaiserzeit hieß sie Neocäsarea, woraus der heutige Name Niksar entstand. Konzil daselbst 314.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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