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Kabellänge bis Kabinda (Bd. 6, Sp. 408)
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Artikelverweis Kabellänge, vor allgemeiner Einführung der Dampfschiffahrt die Länge der Ankertaue, zugleich ein Maß der Geschwindigkeit auf See, früher meistens = 120 Faden. Jetzt in Deutschland und Österreich der zehnte Teil einer Seemeile = 185,5, rund 185 m; in England (cable length) nicht amtlich 1/8 Sea mile = 231,87 und in Nordamerika 120 Fathems = 219,46 m; in Frankreich (encâblure) neue = 200 m, alte = 195 m (100 Toises); in Dänemark 100 Favne = 188,312 m; in den Niederlanden (kabellengte) = 225 und alte 235,5 m; in Portugal (estadio) = 258 m; in Spanien (medida oder cable) = 200 m (120 Brazas).
 
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Kabelplateau, s. Meyers Atlantischer Ozean (Tiefenverhältnisse), S. 45.
 
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Kabelschlag, s. Meyers Tauwerk.
 
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Kabelschutzkonvention, internationaler Vertrag, abgeschlossen in Paris 14. März 1884, um die Unterseekabel mit Rücksicht auf ihre eigenartige Natur (Kostspieligkeit der Herstellung, Schwierigkeit der Instandsetzungsarbeiten, Gefährdung öffentlicher und privater Interessen bei Betriebsstörungen) gegen absichtliche oder fahrlässige Beschädigungen sowie die mit der Legung oder Ausbesserung von Kabeln beschäftigten Kabelschiffe gegen Behinderung oder Störung ihrer Arbeiten zu sichern. Zur Durchführung der Vertragsbestimmungen sind in den beteiligten Ländern die erforderlichen Gesetze erlassen worden. Das in Deutschland mit dem 1. Mai 1888 in Kraft getretene Gesetz vom 21. Nov. 1887 bedroht mit Strafe nicht nur diejenigen Beschädigungen der Kabel, welche die Benutzung derselben verhindern oder stören, sondern auch diejenigen Handlungen, die an sich geeignet sind, eine derartige Störung zu bewirken. Nur im Falle des sogen. Notstandes, d. h. wenn es sich um die Rettung des Lebens oder des Schiffes handelt, ist die Bestrafung ausgeschlossen. Die Bestrafung erfolgt durch die Gerichte desjenigen Landes, dem das Fahrzeug angehört, an dessen Bord die Zuwiderhandlung begangen ist. Weitere Bestimmungen regeln das Verhalten bei Legung neuer Kabel, bei Reparaturarbeiten etc. und wie weit andre Fahrzeuge und Fischerboote sich von den Kabelschiffen entfernt zu halten haben. Die Eigentümer von Kabeln müssen Aufopferungen ersetzen, die Schiffer oder Fischer behufs Vermeidung der Beschädigung eines Kabels gemacht haben. Dem Vertrag sind beigetreten: Argentinien, Belgien, Brasilien, Costarica, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien nebst den meisten seiner Kolonien, Guatemala, Italien, Japan, Mexiko, Nicaragua, die Niederlande, Österreich-Ungarn, Portugal, Rumänien, Rußland, San Salvador, Schweden und Norwegen, Serbien, Spanien, Türkei, Uruguay und Vereinigte Staaten von Amerika. Leider ist durch das Gesetz die Freiheit des Handelns kriegführender Mächte nicht beschränkt worden. Vgl. Kraemer, Die unterseeischen Telegraphenkabel in Kriegszeiten (Leipz. 1903); Scholz, Krieg und Seekabel (Berl. 1904); Jouhannaud, Les câbles sousmarins, leur protectionen temps de paix eten temps de guerre (Par. 1904).
 
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Kabeltau, s. Meyers Tauwerk.
 
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Kabeltelegraphie, s. Meyers Kabel und Meyers Telegraph.
 
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Kabelverzierung, s. Meyers Schiffstauverzierung.
 
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Kabenau, Fluß im Kaiser Wilhelms-Land (Neuguinea), entspringt vermutlich in den Gladstonebergen, fließt mit zahlreichen Wasserfällen zwischen dem Finisterregebirge im N., dem Krätke- und Bismarckgebirge im S., östlich vom Konstantinhafen in die Astrolabebai. Der Fluß wurde 1887 durch Schneider, 1883 durch Zöller erforscht.
 
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Kabes, Stadt in Tunis, soviel wie Gabes.
 
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Kabhegy (spr. káb-hedj), Bergspitze im Meyers Bakonywald (s. d.).
 
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Kabinda, Bezirk des Distrikts Kongo der portugiesisch-westafrikan. Kolonie Angola, nördlich vom Kongo, umschlossen von Französisch-Kongo, dem Kongostaat und dem Atlantischen Ozean, wurde Portugal durch die Kongokonferenz zugesprochen und der Umfang durch Verträge mit dem Kongostaat (1885 und 1891) und mit Frankreich (1886) bestimmt. Danach umfaßt K. mit Landana 460 qkm mit (1887) 8083 Einw., die sich selbst Bafiote nennen, von den Europäern aber gleichfalls K. genannt werden. Sie zeichnen sich durch Bildungsfähigkeit und Geschicklichkeit als Schmiede und Tischler aus und bauen namentlich treffliche Brandungsboote (Palhabotes). Die gleichnamige Hauptstadt, an der Mündung des Lukola in die Kabindabai, hat einen vortrefflichen Hafen, besteht aus einer Gruppe von Dörfern und Faktoreien, zählt 810,000 Einw. und wird regelmäßig von englischen und den deutschen Woermann-Dampfern angelaufen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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