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Juwēlenporzellan bis Jylland (Bd. 6, Sp. 401 bis 402)
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Artikelverweis Juwēlenporzellan, englisches, in der königlichen Fabrik zu Worcester gefertigtes Porzellan (Vasen, Tassen, Service etc.), das in Nachahmung von Goldschmiedearbeiten mit türkisblauen Emailperlen besetzt und mit mattem oder glänzendem Gold und farbigem Email dekoriert ist.
 
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Juwelensteuer, eine Form der Luxussteuern; bestand 180912 in Preußen.
 
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Juwelīerborax, s. Meyers Borax, S. 218.
 
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Juwelīerfachschulen, s. Meyers Goldschmiedschulen.
 
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Juwelīerkunst, ein Zweig der Goldschmiedekunst, datiert von der Erfindung des Schleifens der Edelsteine, vornehmlich des Diamanten, durch Ludwig van Berquen um 1456. Diese Erfindung hatte die Folge, daß man das »Feuer«, das wechselnde Farbenspiel, des Diamanten viel höher schätzte als die natürl i che Farbe der Steine. Zwar hatte man schon in ältester Zeit Edelsteine gefaßt, um sie als Schmuck zu verwenden, allein man unterschied nicht streng zwischen natürlichen Steinen und Glasfluß. Bis in das Mittelalter fand man einen Hauptreiz in der Zusammenstellung verschiedenfarbiger Steine. Den Griechen und griechisch gebildeten Römern war der Edel- und Halbedelstein das vorzüglichste Material für den Gemmen- und Kameenschnitt, und wenn auch die Färbung oder die Seltenheit den Wert eines Ringsteines erhöhte, so wurde dieser doch vor allem in der Arbeit des Künstlers gesucht. Die kostbarsten Kleinodien des Altertums waren Intaglien, und Plinius sagt ausdrücklich, die Edelsteine seien dazu da, mit Zeichen (Schriftzügen, Sinnbildern etc.) versehen zu werden; allein er rügt auch bereits, daß seine Zeit anfange, auf die Steine selbst einen ungebührlichen Wert zu legen. Die Kleinodien und die Kostümbilder aus dem Mittelalter zeigen in den Kronen, Agraffen, an Rüstungen, Büchereinbänden etc. die Edelsteine nur geglättet und wesentlich in ihrer natürlichen Gestalt, ferner in Verbindung mit Email, Filigran etc. Den ersten Diamantschmuck in Frankreich soll Agnes Sorel (gest. 1450) besessen haben. Von jener Zeit an erlangte das Fassen, Aufbringen, Tingieren der Edelsteine eine höhere Bedeutung. Zur Zeit Cellinis, der dazu genaue Anweisungen gibt, war es bereits allgemein gebräuchlich, den Edelsteinen (zu denen er nur Rubin-Feuer, Diamant-Wasser, Saphir-Luft, Smaragd-Erde und bedingungsweise Topas-Sonnenlicht rechnet) Folie zu geben. Dagegen war die Anwendung einer Tinktur auf der Unterseite des Steines nur bei den Diamanten gestattet, bei den übrigen Steinen galt es ebenso als Fälschung wie das namentlich in Mailand betriebene Dublieren. In Deutschland erreichte die J. in der Zusammenstellung von farbigen Steinen, Perlen und Email ihren Höhepunkt im 16. Jahrh. Durch das Vorwiegen des Diamanten und zumal seit Einführung des Brillantschliffs im 17. Jahrh. geschah eine Umwälzung im Geschmack, die für die J. verhängnisvoll werden sollte. Das unruhige Gefunkel des facettierten Steines ordnet sich in kein künstlerisches Ensemble ein, zerstört in der Zusammenstellung mit andern Steinen deren Wirkung, uno so ging allmählich auch der Sinn für künstlerischen Schmuck überhaupt verloren. Kleine Steine verschiedener Färbung und Perlen wurden im 18. Jahrh. noch zur Umrahmung von Medaillons u. dgl. verwendet (Rokokoschmuck); vorwiegend aber suchte man ein Gleichgewicht gegen den Diamanten in der Zusammenstellung großer Edelsteine von durchaus gleicher Farbe zu Einem Schmuck oder in der Häufung vieler kleiner gleicher Steine auf Einem Stück in der Art, daß das Ganze ungefähr einem einzigen, zu unzähligen Facetten geschliffenen Stein glich. Eine heilsame Reaktion gegen den farblosen Schmuck begann erst mit der allgemeinen Reform des Kunstgewerbes seit dem Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrh., wobei man auf die farbigen Renaissancemuster des 16. Jahrh. zurückgriff. Eine reiche Sammlung von solchen Mustern enthält das Werk von F. Luthmer: »Der Goldschmuck der Renaissance« (Berl. 1880). Auch die moderne Bewegung in der J. hat an der Farbigkeit der Schmucksachen festgehalten. Als Kuriosität ist zu erwähnen, daß in der ersten französischen Revolution Bijoux de la Révolution, gefaßte Stücke Stein von der Bastille, als Schmuck getragen wurden. Vgl. die Artikel »Bijouterien«, »Edelsteine« und »Goldschmiedekunst«, wo auch die Literatur verzeichnet ist, und Tafel Meyers »Schmucksachen I-III«.
 
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Jux, s. Jokus.
 
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Juxta (lat., »daneben, dabei«), bei Lottozetteln, Lotterielosen und Wertpapieren der meist an der schmalen linken Seite befindliche, verschieden gemusterte Streifen, der bei Ausgabe des Loses oder Papieres von diesem teilweise getrennt wird. Der Abschnitt wird vom Aussteller zurückbehalten und dient, da die getrennten Teile genau aneinander passen müssen, zur Kontrolle der Echtheit des Loses etc.
 
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Juxtabuch, s. Meyers Stammregister.
 
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Juxtaposition (lat.), die »Nebeneinanderstellung«, z. B. von Ziffern, die dadurch verschiedenen Wert erhalten; das Wachsen anorganischer Körper durch Ansetzen neuer Schichten von außen.

[Bd. 6, Sp. 402]



 
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Juxtapositionszwillinge, soviel wie Aneinanderwachsungszwillinge, s. Meyers Kristall.
 
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Jylland, dän. Name für Jütland.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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