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Justizverfassung bis Jusufzai (Bd. 6, Sp. 398 bis 399)
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Artikelverweis Justizverfassung, die äußere Einrichtung der Rechtspflege und ihrer Organe, für das Deutsche Reich durch das Gerichtsverfassungsgesetz vom 27. Jan. 1877 in einheitlicher Weise geregelt (s. Meyers Gerichtsverfassung).
 
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Justizverwaltung, die Tätigkeit der Staatsverwaltung in Ansehung der äußern Einrichtung und Handhabung der Rechtspflege. Dazu gehört die Sorge für das Vorhandensein der erforderlichen Meyers Gerichtspersonen (s. d.), die Herstellung, Einrichtung und Instandhaltung der für die Rechtspflege nötigen Anstalten, Räumlichkeiten, Gefängnisse u. dgl., die Regelung des Geschäftsbetriebs; die Oberaufsicht über den Gang der Rechtspflege sowie die Bestreitung ihrer Kosten und die Rechnungslegung. Die J. wird teils durch das Reich, teils durch die einzelnen Bundesstaaten (die Landesjustizverwaltung) ausgeübt. Die Organe der J. des Reiches sind der Bundesrat, der Reichskanzler (das Reichsjustizamt), die Organe der Landesjustizverwaltung, die Justizministerien. Ein Teil der J. ist durch das deutsche Gerichtsverfassungsgesetz (§ 61 ff., 121,133) den Gerichten übertragen worden. Vgl. § 4 des Einführungsgesetzes hierzu.
 
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Justizverweigerung, s. Meyers Rechtsverweigerung und Meyers Bundesrat (S. 602).
 
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Justizverzögerung, s. Meyers Rechtsverweigerung.
 
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Jus tollendi (lat.), »Recht der Wegnahme«, die Befugnis des Entleihers, Mieters, Nießbrauchers, Pächters, Pfandgläubigers, Vorerben, Wiederverkäufers und Wohnungsberechtigten, bei Sachen, die sie an einen andern herauszugeben haben, alle von ihnen gemachten Einrichtungen wegzunehmen. Im Fall der Wegnahme muß der Wegnehmende die Sache auf keine Kosten in den vorigen Stand versetzen; ist dies unmöglich, so ist die Wegnahme ausgeschlossen (Bürgerliches Gesetzbuch, § 258).
 
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Justorĭum (neulat.), Werkzeug, s. Meyers Justieren.

[Bd. 6, Sp. 399]



 
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Justo tempŏre (lat.), zu rechter Zeit.
 
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Justo titŭlo (lat.), »unter einem gerechten Vorwand«, auf Grund eines gesetzlichen Erwerbsaktes; ein in der Lehre von der erwerbenden Verjährung früher gebräuchlicher Ausdruck.
 
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Justum et tenacem proposĭti virum (lat.), »den Biedermann, der an seinem Entschluß festhält«, Zitat aus Horaz' »Oden« (Buch III, 3,1).
 
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Jusuf ibn Taschfin, almoravidischer Übersetzer, s. Meyers Almoraviden.
 
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Jusufzai, ein zu den Iraniern (Unterabteilung der Afghanen) gehöriger Volksstamm im nordöstlichsten Winkel Afghanistans in den Tälern des Pandschschar bis zum Swat an ihm und am Kabul bis nach Peschawar (Britisch-Indien), die zahlreichste Gruppe der großen Familie der Berdurani (etwa 700,000). Man hat die J. (»Söhne des Moses«) oft mit den alten Israeliten verglichen und irrtümlich als Nachkommen der in die babylonische Gefangenschaft geführten Juden betrachtet. Früher Nomaden, jetzt seßhafte Ackerbauer, aber immer Krieger, liegen sie oft in blutigem Streit und Blutrache miteinander. Die J. sind fanatische Sunniten und haben keine Städte, nur Dörfer.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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