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Kapriōle bis Kapschaf (Bd. 6, Sp. 603 bis 604)
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Artikelverweis Kapriōle (ital.), Bockssprung, Luftsprung; in der Reitkunst der höchste und vollkommenste Schulsprung auf der Stelle (s. Tafel Meyers »Reitkunst«, Fig. 12). Das Pferd erhebt sein Vorderteil so hoch als möglich, schnellt darauf das Hinterteil kräftig in die Höhe und schlägt dann in der Luft mit voller Kraft nach hinten aus.
 
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Kaprizĭös (franz.), s. Meyers Kaprice.

[Bd. 6, Sp. 604]



 
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Kaproncza (spr. kápronza), s. Meyers Kopreinitz.
 
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Kaprōnsäuren (Hexȳlsäuren) C6H12O2. Normale Kapronsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosnußöl, als Oktyläther im ätherischen Öl von Heracleum Sphondylium und entsteht bei Oxydation von normalem Hexylalkohol, bei Gärung von Zucker mit faulem Käse, bei Gärung von Weizenkleie etc. Sie bildet eine farblose Flüssigkeit vom spez. Gew. 0,945, riecht schweißartig, schmeckt brennend, löst sich schwer in Wasser, leicht in Alkohol und siedet bei 205°. Kapronsäureäthyläther C6H11O2. C2H5 riecht angenehm ätherisch und siedet bei 166°. Die isomere Isobutylessigsäure findet sich als Glyzerid in Butter und Kokosfett, im Fuselöl aus Runkelrübenmelasse, in den Früchten von Gingko biloba etc. und entsteht bei Oxydation von Fetten und Eiweißkörpern; sie ist der vorigen ähnlich, spez. Gew. 0,925, siedet bei 198°.
 
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Kaprotīnenkalk, ein Überreste der Muschelgattung Caprotina führender Kalkstein der Kreideformation.
 
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Kaprubin, Mineral, s. Granat, S. 221.
 
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Kapruner Tal, Seitental des Salzachtals in Salzburg, eins der schönsten Tauerntäler, etwa 20 km lang, von der Kapruner Ache durchströmt, die den 40 m hohen Kesselfall und die Sigmund-Thun-Klamm bildet, westlich von der Gruppe des Hocheiser (3206 m) und des Kitzsteinhorns (3204 m), östlich von der des Großen Wiesbachhorns (3570 m) und des Hohen Tenn (3371 m) begrenzt, mündet südwestlich vom Zeller See bei Kaprun, einem Dorf (772 m) mit Schloßruine und (1900) 598 Einw. Eine Fahrstraße führt durch das vielbesuchte Tal am Kesselfallalpenhaus (schönes Berghotel, 1033 m) vorüber zum Wasserfallboden (1621 m), mit der Orgler- und Rainerhütte, und zum großartigen, von Gletschern umringten Mooserboden (1968 m, mit Hotel). Durch die Scharte des Kapruner Törls (2635 m), oberhalb des Karlinger Gletschers, gelangt man in das westlich gelegene Stubachtal.
 
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Kaprylsäure (normale Oktylsäure) C6H16O2 findet sich als Glyzerid in Butter, im Kokosnußöl, im Limburger Käse, im Menschenfett, wahrscheinlich auch im Schweiß, in gefaulter Hefe, in Fuselölen, im Önanthäther, teils frei, teils in Form von Estern und Glyzeriden, sie entsteht bei trockner Destillation der Fette, bei Oxydation der Ölsäure, des Rautenöls etc. mit Salpetersäure. Sie bildet farblose Kristalle vom spez. Gew. 0,927, riecht besonders beim Erwärmen unangenehm nach Schweiß, schmilzt bei 16,5°, siedet bei 237°, löst sich wenig in Wasser, leicht in Alkohol und Äther; von ihren Salzen sind nur die der Alkalien und Erdalkalien in Wasser löslich. Kaprylsäureäthyläther C8H15O2. C2H5 riecht angenehm ananasartig, siedet bei 207208°.
 
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Kaps, Ernst, Pianofortefabrikant, geb. 9. Dez. 1826 in Döbeln, gest. 11. Febr. 1887 in Dresden, machte sich, nachdem er in den ersten Etablissements seines Faches gearbeitet, 1860 in Dresden selbständig und wurde bald darauf zum königlich sächsischen Hofpianofortefabrikanten ernannt. K. baute Stutzflügel besonders kleinen Formats und nahm Patente für besondere Mensuren der Saiten und eine eigenartige Konstruktion des Resonanzbodens (Resonator).
 
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Kapsali, Hauptstadt der Insel Kythira (s. d.).
 
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Kapschaf, s. Albatros.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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