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Kapitalsteuer bis Kapitel (Bd. 6, Sp. 591 bis 592)
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Artikelverweis Kapitalsteuer, im eigentlichen Sinn eine partielle Meyers Vermögenssteuer (s. d.), d. h. eine solche, die den werbenden Teil des Vermögens triist; in der Regel ist aber K. nur eine andre Bezeichnung für Kapitalreutensteuer

[Bd. 6, Sp. 592]


(so in Württemberg), wobei das Kapital nur als Bemessungsgrundlage dient.
 
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Kapitaltraverse (Mitteltraverse), in der Kapitale liegende Meyers Traverse (s. d.). Vgl. Festung, S. 476, und Tafel Meyers »Festungsbau II«, Fig. 18, u. III, Fig. 16.
 
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Kapitalverbrechen (Capitale crimen), bei den Römern ein Verbrechen, das die äußerste Minderung der Rechtsfähigkeit (caput) nach sich zog; heutzutage soviel wie ein schweres Verbrechen.
 
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Kapitalverschuldung, bei Immobilien die moderne Form der hypothekarischen Verschuldung im Gegensatz zur alten Rentenverschuldung, bei der das Kapital nicht gekündigt werden konnte.
 
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Kapitalversicherung, eine Form der Lebensversicherung, bei der ein Kapital (im Gegensatz zur Rente) zur Auszahlung kommt. S. Meyers Lebensversicherung und Meyers Kaiser Wilhelms-Spende.
 
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Kapitalzins, die Summe, die ein verliehenes Geldkapital abwirft; s. Kapital und Meyers Zins.
 
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Kapitän (mittellat.Capitaneus, von caput, Haupt), Oberbefehlshaber und überhaupt Feldherr (in diesem Sinne noch jetzt in gehobener Sprache im Französischen gebräuchlich), seit dem 16. Jahrh. in Frankreich und später auch in Deutschland der Führer einer Kompanie, jetzt veraltet, soviel wie Hauptmann. In Spanien ist Generalkapitän der Titel des Militärgouverneurs einer Provinz. In der Handelsflotte der Führer eines Schiffes, der »Schiffer«. In der Kriegsmarine bis zum 17. Jahrh. der militärische Befehlshaber der Schiffe, unter dem der Schiffer oder Pilot die Navigierung ausführte. Jetzt bezeichnet K. bestimmte Rangklassen der Seeoffiziere, in Deutschland z. B. K. zur See, dem Obersten der Armee entsprechend, ferner Fregattenkapitän (Oberstleutnant), Korvettenkapitän (Major), Kapitänleutnant (Hauptmann). Österreich hat Linienschiffs-, Fregatten- und Korvettenkapitäne; England und Nordamerika: Captains u. Commanders; Frankreich: Capitaines de vaisseau und Capitaines de frégate; Italien: Capitani di vascello und Capitani di fregata; Spanien: Capitanes de navio und Capitanes di fregata; Rußland hat Kapitäne erster und zweiter Klasse. In Häfen haben häufig die sogen. Meyers Hafenmeister (s. d.) den Titel Hafenkapitän. Vgl. auch Kommodore.
 
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Kapitation (lat.), s. Meyers Capitatio.
 
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Kapitay (Kapital), Landschaft in Westafrika, s. Meyers Koba.
 
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Kapitel (lat. capitulum, Diminutiv von caput, »Kopf«), die den einzelnen Abschnitten, in die man Schriften behufs bequemern Nachschlagens einteilte, gleichsam als Kopf vorangeschriebene Inhaltsangabe, dann diese Abschnitte oder Abteilungen selbst. Die Einteilung der Bücher in K. ist neuere Einrichtung; die Alten kannten nur die in Bücher. Zuerst ward die Bibel in K. eingeteilt; die jetzige Einteilung geht auf den Kardinal Hugo a St. Caro im 13. Jahrh. zurück. Auf die Profanschriftsteller soll diese Einteilungsart Reuchlins Lehrer Johannes de Lapide zu Ende des 15. Jahrh. übertragen haben. K. nennt man auch die Unterabteilungen für je einen Verwaltungszweig, in welche die Hauptrubriken des Meyers Budgets (s. d.), wie der Domänenetat, der Kultusetat etc., zerfallen.
 
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Kapitel, in Klöstern der Saal, wo den Mönchen früher täglich ein Abschnitt (K.) ihrer Regel vorgelesen, später aber jede wichtigere Klosterangelegenheit, z. B. die Wahl eines Abtes u. dgl., verhandelt ward, weshalb bei Mönchsorden und geistlichen Ritterorden solche Versammlungen selbst K. (Ordenskapitel) heißen (vgl. Chordienst). Es waren entweder Generalkapitel, wobei der ganze Orden durch Deputierte, oder Provinzialkapitel, bei denen die Deputierten der Provinz eines Ordens zur Beratung zusammenkamen, oder endlich Kloster- und Hauskapitel, wozu bloß die Kapitularen oder Konventualen, d. h. die stimmfähigen Mitglieder des Klosters, sich versammelten, um spezielle Angelegenheiten desselben zu erörtern. K. (Domkapitel) heißt das Kollegium der Kanoniker (Kapitularen, Stifts- oder Domherren) an einer bischöflichen oder erzbischöflichen Kirche, das sich in der Regel aus einem Propst, Dechanten (Dekan), Scholastikus, Kantor, Kustos und einer Anzahl Domherren zusammensetzt und dem Bischof beratend zur Seite steht, bei Erledigung oder Sedisvakanz des bischöflichen Stuhls die auf die interimistische Verwaltung der Diözese bezügliche Jurisdiktion ausübt, bez. durch einen binnen achttägiger Frist von ihm zu erwählenden, aber selbständigen Kapitels- oder Kapitularvikar als Bistumsverweser ausüben läßt, den neuen Bischof wählt etc. und das Hoch- oder Domstift (s. Meyers Stift) bildet. K. heißen oder hießen ferner die Logen der höhern Grade der Freimaurerei; früher führten auch Versammlungen bei andern Gesellschaften, die eine Zunft ausmachten, z. B. der Tuchscherer etc., diesen Namen. Vgl. P. Schneider, Die bischöflichen Domkapitel (Mainz 1885).

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
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 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
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90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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