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Kapern bis Kap Haïti (Bd. 6, Sp. 586)
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Artikelverweis Kapern (Kappern), s. Capparis; unechte K., s. Tropaeolum.
 
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Kapernāum (Kapharnaum, »Dorf des Nahum«), bedeutende Stadt in Galiläa, im Stammgebiet Naphtali, nicht weit vom Einfluß des Jordans in den See Genezareth, beim heutigen Tell Hum. Die Stadt hatte eine Synagoge, in der Jesus öfters lehrte, wie er sich denn überhaupt in der letzten Zeit seines Lebens regelmäßig zu K. aufhielt, daher die Stadt »seine Stadt« heißt. Da die Einwohner von K. das Essen seines Fleisches (Joh. 6,52) in grobsinnlicher Weise verstanden haben sollen, so ward denen, die das heilige Abendmahl wie eine andre gewöhnliche Speise nahmen, kapernaïtische Lehre und kapernaïtisches Essen schuld gegeben.
 
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Kapernstrauch, s. Capparis.
 
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Kapernsträucher, s. Meyers Kapparidazeen.
 
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Kapetan, erblicher Grundherr in Bosnien.
 
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Kapetinger (Capétiens), die von Hugo Capet abstammenden Könige der dritten französischen Dynastie (9871328), 14 an der Zahl. Den Namen Capet leitet man von Cappetus, »Mönchskapuze«, ab, indem die beiden Hugo, Vater und Sohn, obschon Herzoge von Francien, auch Laienäbte von St.-Martin-de-Tours waren. Die Familie der K. ist übrigens deutscher Abstammung. Witichin, ein gemeinfreier Sachse, war unter Karl d. Gr. aus seiner Heimat vertrieben worden und hatte sich im Westfrankenreich angesiedelt. Sein Sohn Robert der Tapfere hatte sich in dem Heer König Karls des Kahlen so ausgezeichnet, daß er von diesem die Grafschaft Touraine, dann die Markgrafschaft Anjou und endlich das Herzogtum Francien oder Ile-de-France zu Lehen erhielt (vgl. v. Kalckstein, Robert der Tapfere, Berl. 1871). Roberts des Tapfern Söhne waren Odo, der 888 König von Frankreich wurde und 898 starb, und Robert, der Gegenkönig Karls III. (gest. 923). Der Sohn Roberts war dann Hugo d. Gr. (s. Meyers Hugo 1 sowie Hugo Capet). Die kapetingischen Könige sind der Reihe nach folgende: Hugo (987996), Robert I. (9961031), Heinrich I. (103160), Philipp I. (10601108), Ludwig VI. (110837), Ludwig VII. (113780), Philipp II. Augustus (11801223), Ludwig VIII. (122326), Ludwig IX., der Heilige (122670), Philipp III. (127085), Philipp IV. (12851314), Ludwig X. (131416), Philipp V. (131622) und Karl IV. (132228), mit dem die Dynastie der K. in gerader Linie erlosch. Die Regierung ging zuerst auf die Valois, 1498 auf die Orléans und Angoulême, 1589 auf die Bourbonen, alles kapetingische Seitenlinien, über. Vgl. v. Kalckstein, Geschichte des französischen Königtums unter den ersten Kapetingern (Leipz. 1877, Bd. 1); Luchaire, Histoire des institutions monarchiques de la France sous les premiers Capétiens (2. Aufl., Par. 1891, 2 Bde.).
 
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Kapfenberg, Marktflecken in Steiermark, Bezirksh. Bruck an der Mur, an der Mürz, der Südbahnlinie Wien-Triest und der Lokalbahn K.-Au-Seewiesen, hat ein altes Rathaus, ein Schloß (Wiedhof), eine malerische Burgruine (Ober-K.), eine Kaltwasserheilanstalt (Fürstenhof), mehrere Eisen- und Stahlwerke, Holzstoff- und Papierfabriken, Bierbrauerei und (1900) 2594 (als Gemeinde 5968) Einw. Nordwestlich liegt das Fichtennadelbad Steinerhof.
 
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Kapff, Sixt Karl, Theolog, Führer des schwäbischen Pietismus, geb. 22. Okt. 1805 zu Güglingen in Württemberg, gest. 1. Sept. 1879 in Stuttgart, wurde Vikar seines Vaters, dann Religionslehrer am Fellenbergschen Institut in Hofwil, 1829 Repetent am Tübinger Stift. Nachdem er seit 1833 Pfarrer in Kornthal, seit 1843 Dekan in Münsingen, seit 1847 in Herrenberg gewesen war, wurde er 1850 Generalsuperintendent in Reutlingen und außerordentliches Mitglied der Oberkirchenbehörde und des Studienrats, 1852 Stiftsprediger, später auch Prälat und Oberkonsistorialrat in Stuttgart. Von seinen zahlreichen Schriften haben besonders das größere und kleinere »Kommunionbuch« und das »Gebetbuch« große Verbreitung gefunden, dann die »Predigten über die alten Evangelien des Kirchenjahrs« (3. Aufl., Stuttg. 1875) und »Predigten über die alten Episteln« (6. Aufl., das. 1879). Auch schrieb er: »Die württembergischen Brüdergemeinden Kornthal u. Wilhelmsdorf« (Stuttgart 1839) und »Kasualreden« (das. 1880). Vgl. Karl Kapff, Lebensbild von Sixt Karl v. K. (Stuttg. 1881, 2 Bde.).
 
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Kapformation, s. die Textbeilage zur »Geologischen Karte von Südafrika« bei Artikel »Kapkolonie«.
 
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Kapgummi, eine Sorte des Gummiarabikum vom Kap.
 
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Kap Haïti, s. Meyers Cap Haïtien.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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