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Kantschil bis Kanutsvogel (Bd. 6, Sp. 580 bis 581)
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Artikelverweis Kantschil, s. Meyers Zwergmoschustier.
 
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Kantschindschinga, Berg im Himalaja, s. Meyers Kintschindschinga.
 
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Kantschou (Gantschou), Stadt in der chines. Provinz Kansu, 400 km nordwestlich von Lantschou, nahe den Resten der großen Chinesischen Mauer und an der alten Handelsstraße von China mit dem Westen, umgeben von einer Stadtmauer, an die sich eine zweite halbkreisförmig anschließt, litt im Dunganenaufstand schwer, zählt aber angeblich schon wieder 150,000 Einw., hat jedoch die Blütezeit des Altertums und Mittelalters nie mehr erreicht.
 
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Kantschu (v. türk. Kamtschi), kurze, starke, aus Lederriemen geflochtene Peitsche mit kurzem Stil, am Handgelenk hängend getragen und in Rußland auch als Reitpeitsche gebräuchlich (vgl. Nogeika).

[Bd. 6, Sp. 581]



 
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Kantusche, s. Meyers Kontusch.
 
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Kanū (engl. canoe), das schmale, lange Fahrzeug vieler Naturvölker. Indianer und Grönländer bauen ihre Kanus aus Holzrippen oder Walfischknochen und überziehen sie mit Fellen; auch das Deck ist häufig aus Fell, mit einer Öffnung, die der im K. Sitzende mit seinem Körper ausfüllt. Zum Rudern bedienen sie sich langer Doppelriemen, mit denen sie geschickt und rasch fahren. Vgl. Schiffbau der Naturvölker. Ruder- und Segelkanus werden auch beim Ruder- und Segelsport verwendet.
 
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Kanüle (franz. canule), ein langer, gerader oder gebogener, hohler und an beiden Enden offener Zylinder von verschiedenstem Durchmesser, aus Gold, Platin, Silber, Stahl, Blei, Holz, Horn, Knochen, Pappe, Kautschuk verfertigt. Man benutzt Kanülen zum Durchleiten von Flüssigkeiten oder Luft; sie sind entweder vorn scharf (Pravazsche K.) und dienen dann direkt zum Einstechen durch die Haut in das Unterhautbindegewebe (wie bei subkutanen Einspritzungen) oder in die Muskeln, oder sie werden in gestochene (s. Meyers Trokar) oder geschnittene Wundkanäle zum Einspritzen von Flüssigkeiten oder zum Durchlassen von Luft (bei Luftröhrenschnitt) oder von Flüssigkeit (bei Wassersucht) oder von Eiter (bei eiteriger Pleuritis, auch bei tiefen oder tiefgelegenen Wunden) eingeführt. In letzterm Falle bezeichnet man die Kanülen meist als Drainröhren (Drains).
 
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Kanun (Qânûn, arab., aus dem Griech.), orientalisches, unsrer Zither nicht unähnliches Saiteninstrument; der Name deutet auf den antiken Kanon, d. h. das Monochord. Nach der andern Bedeutung des griechischen Kanon ist K. gleich Gesetz; daher K.-nameh, die Sammlung von Gesetzen, die Sultan Soliman I. el-Kanuni, d. h. der »Gesetzgeber«, veranstaltete; Kanundschi, Gesetzgeber, Archivar der Gesetzbücher.
 
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Kanuri (Kanori, »Leute des Lichtes«), das Hauptvolk von Meyers Bornu (s. d.), auch in Mittelafrika ausgebreitet. Nahe Verwandte der K. sind die Bewohner von Manga, Nguru und Kanem. Die K. sind eitel und putzsüchtig, aber rührige und unternehmende Kaufleute. Ihre Sprache, die sich mit der Sprache der Tibbu am nächsten berührt, ist durch die Arbeiten H. Barths und Koelles genauer bekannt geworden; sie ist reich entwickelt und von großem Wohlklang. Vgl. Nachtigal, Sahara und Sudân, 1. Teil (Berl. 1879).
 
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Kanut, s. Meyers Knut.
 
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Kanutsvogel, s. Meyers Strandläufer.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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